„Es gibt nichts, was ich nicht mache.“ antwortet er auf meine Frage, ob es etwas gibt, was er in seinem Beruf nicht kann. Diese Formulierung charakterisiert den vielfältigen Entertainer, vor dem offenbar kein Genre „sicher“ ist, unmissverständlich 😊. Mit 11 hat der in Potsdam Geborene mit Breakdance angefangen und schon mit 14 hatte er eine – so hieß das in der DDR – „Einstufung“ – auch „Pappe“ genannt – als „akrobatischer Show-Tänzer“. Schon damals hat er gerappt und dann riet ihm Jemand aus der Familie, sich an der berühmten Palucca-Schule in Dresden zu bewerben. Denn schon als Kind konnte er „en-dehors. Dieser französische Begriff bedeutet „nach außen“ oder „außerhalb“ und ist ganz wichtig im klassischen Ballett, wo es „auswärts“ heißt. Noch heute agiert er auch tänzerisch und ist live mit Rap-Songs unterwegs. „Das hält fit.“ betont der Vater von 5 Kindern – zuletzt sind vor eineinhalb Jahren seine Zwillinge geboren. Viele kennen Bürger Lars Dietrich aus seiner Zusammenarbeit mit Stefan Raab seit Mitte der 90er Jahre, für den er auch als Liedtexter gearbeitet hat. Seit 2001 war Dietrich regelmäßig in der Sat.1-Sendung „Die Wochenshow“ und diversen anderen Comedy-Sendungen – viel auch für Kinder – zu sehen. Im Herbst 2022 nahm er im Kostüm des Werwolfs an der ProSieben-Show „The Masked Singer“ teil und belegte den zweiten Platz. Bürger Lars Dietrich hat in seinem Künstlerleben sogar auch Oper „gemacht“: Er war Akteur in der Wagner-Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der Deutschen Oper mit Tournee nach Japan … und vielleicht si n g t er ja sogar mal Oper? Möglicherweise aktuell in „Erich und die Detektive“, eine literarisch-musikalische Revue, in der sich fünf schräge Detektive auf die Suche nach dem humorvollen, scharfzüngigen Dichter Erich Kästner machen, die am 24.Januar 2026 im Schlossparktheater Berlin Premiere hat? Während der Proben für „Erich und die Detektive“ habe ich mich – anlässlich der „Rede meines Lebens“ im Theater mit Bürger Lars Dietrich getroffen und wir haben – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – übers Leben und den Tod gesprochen. Was das Leben betrifft, sagt er Anfang 50Jährige: „Ich warte schon länger aufs Erwachsenwerden.“ Weitere Themen sind seine Vorbilder aus diversen Genres: Heinz Ehrhard genauso wie Peter Alexander oder Grandmaster Flash. Was den Tod betrifft, sagt Bürger Lars Dietrich: „Ich weiß nicht, ob danach etwas kommt. Das ist ja noch nicht erforscht. Kann aber sein.“ betont er augenzwinkernd und ergänzt: „Ich weiß ja auch nicht, was vor meiner Geburt war." Und: „Gut so, dass ich noch nicht richtig dabei war.“ 😉 Viel Spaß mit dieser Episode 148 meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Bürger Lars Dietrich.
























