Sie ist „waschechte“ Berlinerin, 1970 geboren und war früher Punk. Möglicherweise rührt es daher und aus ihrer Leistungssportkarriere, dass Andrea Grundmann bis heute immer wieder – am besten weit – aus ihrer Komfortzone rauskommt. Die ausgebildete Designerin „mit Leidenschaft für Ästhetik und Wertigkeit“ hat gerade ihr erstes Buch „Digitales Charisma – So überzeugst du mit Persönlichkeit und Haltung in der digitalen Welt“ (VERLAG FRANZ VAHLEN MÜNCHEN) vorgelegt. Charisma ist d e r Begriff, der uns zusammengeführt hat: Sie digital und ich – mehr oder weniger – analog. Das sind zwei Welten; aber in beiden geht es um Wirkung, um Ausstrahlung. Wie, das diskutieren die beiden Expertinnen in dieser Episode von „Schwarz hören“. Vielleicht nicht ganz zufällig am heutigen „Internationalen Frauentag“ 😉? Andrea arbeitet viel mit Unternehmern und Führungskräften 50+, die im Digitalen „unbeholfen wirken und es nicht schaffen, ihre Ausstrahlung, die sie im Analogen haben, auch im Digitalen rüberzubringen.“ Sie kommt aus dem online-Marketing; hatte eine kleine Agentur, mit der sie schon seit 1997 Webseiten für Andere produziert hat und das Neue in der online-Welt immer wieder fasziniert. Sie ist – wie sie betont – „kein digital Native, aber es ändert sich, gerade jetzt durch KI so viel.“ Und: „Gerade jetzt – im KI-Zeitalter – werden die menschlichen Fähigkeiten immer wichtiger. Die Persönlichkeit im Digitalen gewinnt an Bedeutung.“ Im Buch verbindet sie ihre praktischen Erfahrungen aus Kommunikation und Markenlogik mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen. Neben Denken und Entscheiden wird beispielsweise Irren (Biases = Denkfehler) beleuchtet. Und sie gibt – als absolute Spezialistin dafür – Praxis-Anleitungen für LinkedIn. In dieser „Schwarz hören“-Episode geht es – neben dem Leben von Andrea Grundmann – natürlich auch um den Tod. Was die digitale Welt angeht, hört man ja immer wieder, dass dort über das Leben hinaus auch so etwas wie Gefühle entwickelt, gar richtige Beziehungen aufgebaut werden können – also: Kommunikation über den Tod hinaus? „Für mich ist der Tod das Ende meines Lebens.“ sagt Andrea. „Ich denke also lieber darüber nach, was ich bis zum Tod alles noch machen möchte. Und das Wichtigste ist: Ich bin, seitdem ich 15 bin, Organspenderin.“ Das dokumentiert auch sehr wirkungsvoll auf ihrem Unterarm ein Tattoo mit dem Schriftzug “Please recycle me“. Das ist ein offizielles, internationales Zeichen, „… worüber man mit vielen Leuten ins Gespräch kommt.“ Andrea Grundmann ist für selbstbestimmtes Sterben; bestätigt durch ihre Eltern, die – jüngst vom Freitod der Kessler-Zwillinge angeregt – sie dafür sensibilisiert haben. Und überhaupt geht es in ihrer kleinen Familie sehr fortschrittlich zu: Schon ihre Oma wurde nicht auf klassische Weise bestattet, weil sie immer gesagt hat: „Auf gar keinen Fall sollt ihr mich auf dem Friedhof besuchen. Da bin ich doch nicht mehr.“ Viel Spaß mit der 153. Episode von „Schwarz hören“ mit Andrea Grundmann.























