Tiere und auch die künstliche Intelligenz werden uns immer ähnlicher, zu beiden gehen wir teils persönliche Beziehungen ein. Es gibt viele Gemeinsamkeiten darin, wie wir die Grenze zwischen Mensch und Tier und zwischen Mensch und KI aufweichen – aber auch viele Unterschiede. So nähern wir Haustiere eher Kindern an, die KI eher Erwachsenen, insbesondere Dienstleister:innen. Mit der Germanistin Damaris Nübling und dem Soziologen Sascha Dickel sprechen wir darüber, wie die beiden über die Außengrenzen des Menschlichen forschen, welche Entwicklungen sie beobachten und darüber, was das eigentlich für die Kategorie „Mensch“ bedeutet. Damaris Nübling leitet das Teilprojekt „Von Unpersonen und menschlichen Mangelexemplaren. Zur Versprachlichung von Kindheit und Behinderung“. In der aktuellen Folge bezieht sie sich allerdings eher auf ihr Projekt „Sprachliche Humandifferenzierung“ welches von 2021 von 2025 stattfand. Sascha Dickel leitet gemeinsam mit Herbert Kalthoff das Teilprojekt „Maschinelle Ent/Differenzierung. Künstliche Intelligenz in Hochschulbildung und digitaler Spieleindustrie“ 00:00:00-Intro 00:01:40-Projektvorstellungen 00:02:50-Körperlichkeit 00:06:00-Intimität und Sprache 00:10:05-Haustiere verändern sich 00:14:20-Annäherung an Kinder oder Erwachsene? 00:18:15-Sprachliche Trennung 00:21:20-Wie KI in Kommunikation integriert wird 00:26:30-Moral und Werteunterscheidungen 00:31:20-Reborn Dolls und Haustiere als Kinder 00:35:40-Saschas Forschungvorhaben 00:37:30-Geschlecht bei Tieren 00:39:45-Was passiert mit der Kategorie Mensch? Weitere Folgen aus den Projekten der beiden findet ihr hier: Folge 1 mit Miriam Lind: „Katzenmami und Hundemama: Wie sprechen Tiere auf Instagram?“ Folge 23 mit Marcel Thiel-Woznica: „Zwischen Cyberpsychos und Androiden“ Folge 25 mit Damaris Nübling, Theresa Schweden und Lena Späth: „Wie der Schneck zur Schnecke wurde“ Ebenfalls erwähnt haben wir: Folge 22 mit Herbert Kalthoff: „Woher bekommen Roboter ihre Körper?“ Zum Weiterlesen: Über Artificial General Intelligence könnt ihr hier mehr erfahren: Dickel, Sascha. "Im Imitationsspiel. Über die Kommunikation mit Maschinen und das Streben nach Artificial General Intelligence" Zeitschrift für Soziologie, vol. 54, no. 2, 2025, pp. 190-206. https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zfsoz-2025-2011/html?lang=de&srsltid=AfmBOoqnvbeu-Ah0dYQ_lfcvEW-ugkCxbb-faz7FOW54Hzj_vK5jVA7M Zum Thema der Devaluierung künstlicher Intelligenz empfiehlt Sascha Dickel: Raj, M., Berg, J. M., & Seamans, R. (2026). The artificial intelligence disclosure penalty: Humans persistently devalue AI-generated creative writing. Journal of Experimental Psychology: General. Advanced online publication. https://psycnet.apa.org/fulltext/2027-12675-001.pdf Sascha Dickel empfiehlt weiterhin die Autorin Gesa Lindemann. Ihre Bibliografie findet ihr hier. Sascha Dickel, Damaris Nübling, Miriam Lind und Herbert Kalthoff haben gemeinsam den Artikel „Verähnlichungen an den Außenrändern des Humanen. Wie Tiere und Maschinen den Menschen angenähert werden“ publiziert. Erschienen ist dieser in: Stefan Hirschauer, Peter Hofmann, Anne Friedrichs und Gabriele Schabacher 2025: Humandifferenzierung im Vergleich. Velbrück Verlag. https://www.velbrueck.de/Programm/Theorie-der-Gesellschaft/Humandifferenzierung-im-Vergleich.html Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden. Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung) Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de Foto: Stephanie Füssenich
























