#64 Der Crash, er ist da

In dieser Kolumne beschreibt Börseexperte Reinhold Rombach die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Auslöser ist die Eskalation im Nahen Osten: Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran sowie iranische Gegenangriffe auf Verbündete der USA am Golf sorgen weltweit für Unsicherheit. Die Folgen sind bereits an den Börsen sichtbar. Der DAX verlor innerhalb von zwei Tagen rund 1.500 Punkte. Besonders die Sorge vor einer Blockade der Straße von Hormus belastet die Märkte, da diese eine zentrale Route für Öl- und Gastransporte ist. Eine längere Blockade könnte Energiepreise stark steigen lassen, die Inflation anheizen und die Weltwirtschaft ausbremsen. Für etwas kurzfristige Erleichterung sorgte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Handelsschiffe in der Straße von Hormus militärisch zu eskortieren. Ob dieser Plan tatsächlich umgesetzt werden kann, bleibt jedoch offen. Rombach betont, dass der aktuelle Börsencrash nicht – wie von vielen erwartet – durch eine KI-Blase ausgelöst wurde, sondern durch geopolitische Spannungen. Viele Anleger reagieren mit Angst und fragen sich, ob sie ihre Aktien jetzt verkaufen sollten. Sein Rat: Ruhe bewahren. Panik sei der schlechteste Ratgeber an der Börse. Da Märkte vor allem die Zukunft handeln, sollten Anleger nicht überstürzt ihr Depot auflösen, sondern besonnen bleiben und langfristig denken.