#70 Gendermedizin: Wie wir den Gender Data Gap endlich schließen! (mit Prof. Dr. Gertraud Turu Stadler)

In dieser Folge von „Echt & Unzensiert“ ist Prof. Dr. Gertraud Turu Stadler zu Gast. Sie leitet die Geschlechterforschung in der Medizin an der Charité in Berlin und ist Expertin für klinische Studien. Gemeinsam mit Host Tino Amaral spricht sie darüber, wie es historisch zum sogenannten Gender Data Gap in der Medizin kommen konnte und warum dieser bis heute konkrete Auswirkungen auf Diagnosen, Behandlungen und Forschung hat. Außerdem erklärt sie, was genau hinter Begriffen wie Gendermedizin steckt, welche Geschlechter- und Diversitätsdimensionen dabei eine Rolle spielen und warum es längst nicht nur um das biologische Geschlecht geht. Anhand von Beispielen wie dem Herzinfarkt wird deutlich, wie unterschiedlich Symptome je nach Geschlecht verlaufen können – und warum der Mythos „Gendermedizin ist gleich Frauenmedizin“ nicht stimmt. Außerdem geht es um Vorurteile gegenüber klinischen Studien, die Bedeutung von Diversität unter Forschenden und die Frage, was sich politisch ändern muss. Turu Stadler gibt außerdem Tipps, wie man sich selbst besser davor schützen kann, medizinisch nicht ernst genommen oder falsch behandelt zu werden. Eine Folge, die zeigt, wie eng Medizin, Gesellschaft und Gleichberechtigung miteinander verknüpft sind – und warum geschlechtersensible Forschung uns alle betrifft. Reinhören lohnt sich! Diese Ausgabe von „Echt & Unzensiert“ wird unterstützt von STUDIENWIRKEN. Die Initiative setzt sich dafür ein, klinische Studien in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Denn klinische Studien sind essenziell, um innovative Therapien zu entwickeln, die Versorgung zu verbessern und Patient*innen echte Teilhabe an medizinischem Fortschritt zu ermöglichen. Gemeinsam mit Patient*innen und Vertreter*innen aus Forschung, Versorgung, Politik und forschender Industrie stärkt sie Wissen und Vertrauen auf breiter gesellschaftlicher Basis und arbeitet parallel in Arbeitskreisen und mit einem Patientenrat an besseren Bedingungen für klinische Studien in Deutschland.