„Stress ist wichtig für unsere Entwicklung und echte Resilienz heißt nicht, alles auszuhalten, sondern die eigenen Grenzen zu kennen.“ – Dr. Donya Gilan ist Gründerin des Instituts NOEMA, Resilienzbotschafterin und arbeitete viele Jahre am Leibniz-Institut für Resilienzforschung. Ihre Arbeit zeigt, warum Menschen so unterschiedlich auf Belastungen reagieren und wie sich Erkenntnisse aus der Wissenschaft in klare Strategien für Alltag, Organisationen und gesellschaftliche Strukturen übersetzen lassen. In dieser Folge PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Dr. Donya Gilan über Resilienz als fortlaufenden Prozess, der sich unter Stress formt. Wichtig dafür: Anpassungsfähigkeit, kognitive Flexibilität und Selbstwirksamkeit. Die beiden beleuchten, warum kleine positive Momente im Alltag stabilisieren, wie Bewertungen Krisen verschärfen oder entschärfen können und weshalb soziale Unterstützung zu den zentralen Schutzfaktoren für psychische Widerstandskraft zählt. Deutlich wird, dass Resilienz nie nur individuell entsteht. Auch Umweltfaktoren, wie politische Kommunikation, gesellschaftliche Spaltung oder Einsamkeit beeinflussen, wie Menschen Belastungen verarbeiten und wo ihre seelische Belastungsgrenze liegt. Gleichzeitig zeigen Beispiele aus Forschung und Praxis, wie Zugehörigkeit, Austausch und verlässliche Strukturen Resilienz auf kollektiver Ebene stärken - in Gemeinschaften, Institutionen und Organisationen. Was macht Menschen wirklich widerstandsfähig? Wie lernen wir, flexibel zu reagieren statt zu verharren? Und warum lässt sich Resilienz nur verstehen, wenn persönliche und gesellschaftliche Faktoren ganzheitlich betrachtet werden? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
























