Ins Kino hat es Arnold Schönbergs "Begleitmusik zu einer Lichtspielszene" nicht geschafft, maximal in den Konzertsaal, und auch das nicht allzu oft - denn leider gibt es den Film, der von Schönbergs Musik "begleitet" werden soll, nur in der Vorstellung des Komponisten. Dabei passen schon die Überschriften der drei Teile "Drohende Gefahr - Angst - Katastrophe" bis heute in so manches Leinwanddrama. Paul Bartholomäi nimmt sich des rätselhaften kurzen Orchesterstücks an, erläutert dessen Spagat zwischen emotionaler Filmmusikattitüde und rationaler Konstruktion nach der von Schönberg erfundenen "Zwölftontechnik" und wirft auch einen Blick auf andere Werke des Perfektionisten Schönberg im Spannungsfeld von Expressionismus, Zwölftontechnik und Walzerseligkeit.























