Ö1 Radiokolleg

ORF Ö1

Hier finden Sie Serien zu relevanten Wissensthemen aus allen Lebensbereichen - breitgefächert, vertiefend und orientierend. Autor: innen verbinden Expertise mit Alltagserfahrung, sowie Hintergrundwissen mit Reflexion. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Monika Kalcsics, Astrid Schwarz, Alexandra Augustin, Ute Maurnböck. Produktion: ORF Mediencampus Wien. Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/radiokolleg

Alle Folgen

Der Fachkräftemangel (1)

Ursachen des Mangels. Die Gründe für den Fachkräftemangel in Österreich sind vielschichtig. Sie reichen vom demografischen Wandel, über die Zuwanderung von vielen nicht ausreichend qualifizierten Menschen, veränderten Arbeitsvorstellungen bis hin zu Engpässen in der Ausbildung. Die Folgen sind eingeschränkte Dienstleistungen und ein gebremstes Wirtschaftswachstum. Gelöst werden kann das Problem durch Investitionen in Bildung, Arbeitsbedingungen und Integration. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 23. 03. 2026.

Der Fachkräftemangel (1)

Der Fachkräftemangel (2)

Betroffene Branchen. Der Fachkräftemangel in Österreich trifft viele Branchen, einige Sektoren sind jedoch besonders stark davon betroffen. Vor allem der Tourismus und die Gastronomie kämpfen seit Jahren mit personellen Engpässen, etwa bei Köchen, Servicekräften und Hotelpersonal. Auch in den Bereichen Elementarpädagogik, sowie Gesundheits- und Sozialwesen - hier insbesondere Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal - werden Fachkräfte dringend gesucht. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 24. 03. 2026.

Der Fachkräftemangel (2)

Der Fachkräftemangel (3)

Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Langfristig verschärft der Fachkräftemangel soziale Ungleichheiten und stellt den Wohlstand sowie die Versorgungssicherheit im Land vor große Herausforderungen. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 25. 03. 2026.

Der Fachkräftemangel (3)

Der Fachkräftemangel (4)

Strategien gegen den Mangel. Um dem Fachkräftemangel in Österreich entgegenzuwirken, sind umfassende Maßnahmen erforderlich. Ein zentraler Hebel ist die Stärkung von Ausbildung und Weiterbildung, insbesondere in Mangelberufen und technischen Bereichen. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 26. 03. 2026.

Der Fachkräftemangel (4)

Feel Yourself (1)

Wir leben in einer Gesellschaft des "Zuviel": Zu viel Essen, zu viel Medienkonsum, zu viel Schmerzmittel, zu viel Kritik und Selbstkritik, aber auch zu viel Sport, zu viel Krafttraining, zu viel Selbstoptimierung. Vieles wird heute über das Erscheinungsbild, Körper und Gesicht, verhandelt. Jugendlichkeit und Fitness gelten als Aushängeschild, Menschen mit Übergewicht werden als faul oder träge stigmatisiert. Doch was tun Menschen abseits der Norm? Und wie finden wir bei all den Vorgaben zu authentischem Körpergefühl und echter Körperwahrnehmung? Wir spüren diesen Fragen in "Felel Yourself" nach. Gestaltung: Sabine NIkolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 22.03. 2026.

Feel Yourself (1)

Feel Yourself (2)

Überfluss - Dekadenz.Wieviel essen und trinken wir und wieviel brauchen wir? Wieviel Sport machen wir, und wieviel Bewegung ist gesund? Das Phänomen, dass immer weniger Menschen ihren natürlichen Impulsen folgen (können), ist offensichtlich. Die Hälfte der Erwachsenen, ein Viertel der Jugendlichen und fast ein Drittel der Kinder in Österreich sind übergewichtig. Außerdem boomen Schönheits-OPs und Fitness-Besessene laufen bis zur Ermüdungsfraktur und stemmen Gewichte, bis die Gelenke kaputt sind. Spüren wir uns nicht mehr? Haben wir die natürliche Bremse verloren?Wann ist es genug? Wann sind wir müde, satt oder erschöpft? Eine Suche im Dschungel der Vorgaben, guten Ratschläge, Influencervideos und Ratgeberliteratur. Gestaltung: Sabine NIkolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 24.03. 2026.

Feel Yourself (2)

Feel Yourself (3)

Mangel - Askese.Statt hemmungslosem Essen und Medienkonsum ist Hungern angesagt. Ein durchtrainierter Körper ohne Rundungen, ein flacher Bauch und der legendäre "Thigh-Gap" gelten als neue Ideale. Dass Mädchen und immer mehr Burschen sich fast zu Tode hungern, ist eine beängstigende und offensichtlich krankhafte Gegenbewegung zum Zuviel. Gleichzeitig gibt es religiös oder umweltpolitisch motivierte asketische Bewegungen, die die Kontrolle über eine immer unübersichtlichere Welt über den Körper erreichen wollen. Auch hier stellt sich die Frage: Spüren wir uns noch? Oder brauchen wir den Mangel, um uns zu spüren? Gestaltung: Sabine NIkolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 25.03. 2026.

Feel Yourself (3)

Feel Yourself (4)

Biochemische Komponenten.Mangel kann Kontrolle und Macht über sich selbst bedeuten und dazu noch dem hehren Ziel des Schutzes der Umwelt dienen. Mangel kann religiös konnotiert sein und Erleuchtung bringen oder ein Aufgehen in der Gemeinschaft ebenso wie die individuelle Verweigerung. Genauso ist es mit dem Überfluss: Ich esse und pfeife auf eure Ideale, bis ich so richtig satt und glücklich bin. Zwei Gegensätze, die dasselbe zum Ziel haben: Glückshormone auszuschütten, die Körper und Geist endlich die ersehnte Ruhe bringen. Was passiert in unserem Körper beim Zuviel? Und was beim Zuwenig? Und wie spüren wir es? Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 26.03. 2026.

Feel Yourself (4)

Aufräumen (2)

Die Kraft des Aufräumens. Aufräumen macht nicht nur den Haushalt neu: Aufräumen war immer auf mehr als eine bloße Tätigkeit. Aufräumen steht für Erneuerung und Neubeginn, schon im Bauerntum war Aufräumen ein gemeinschaftliches Ereignis. Im Christentum ist der Frühjahrsputz mit der Fastenzeit vor Ostern verbunden. Über die Kraft des Reinigens. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer, Kathrin Wimmer, Barbara Volfing, Diana Köhler, Claudia Unterweger. Redaktion: Alexandra Augustin. gesendet in Ö1 am 17.03. 2026.

Aufräumen (2)

Aufräumen (1)

Das Wesen der Unordnung. Aufräumen war nie nur Wischen und Wegräumen: Es war auch immer ein Spiegel der Zeit und Gesellschaft, in der wir leben. Was sagt das Aufräumen über uns aus? Der Mensch neigt aus vielen Gründen zum Chaos: Seitdem wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben, hat sich unser Besitz vervielfacht. Es sammeln sich zu viele Dinge an, was zu Unordnung und psychischer Belastung führen kann. Aufräumen kann jedoch auch dabei helfen, das Wohlbefinden zu steigern. Wieso eigentlich? Gestaltung: Jonathan Scheucher, Désirée Prammer, Walter Gröbchen, Sabine Nikolay. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 16.03. 2026.

Aufräumen (1)

Aufräumen (3)

Ordnung beginnt im Kopf. Früher war Aufräumen eine lästige Pflicht - heute scheint es ein Lifestyle-Thema geworden zu sein: Marie Kondo und andere Aufräumcoaches predigen über die Leichtigkeit, die ein geregelter Haushalt angeblich auslöst. Daraus hat sich eine milliardenschwere Industrie entwickelt. Andere kämpfen mit Unordnung und Chaos: Wieso sind wir Menschen in Sachen Ordnung so unterschiedlich? Gestaltung: Juliane Lehmayer, Katrin Grabner, Sonja Bettel, Diana Köhler.Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 18. 03. 2026.

Aufräumen (3)

Aufräumen (4)

Vom Ausmisten und Ankommen. Viele Menschen suchen nach Ankern in einer immer lauter werdenden Welt. Es gibt Kurse und Retreats, um auch im Inneren Ruhe und Ordnung zu finden. Gleichzeitig wird immer mehr Arbeit ausgelagert: Computer, KI und Roboter übernehmen die lästigen Aufräum- und Putzarbeiten, damit wir Menschen mehr Zeit haben. Wir werden wir morgen Aufräumen? Gestaltung: Juliane Lehmayer, Désirée Prammer, Kathrin Wimmer, Juliane Lehmayer. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 19.03. 2026.

Aufräumen (4)

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Day O"

Calypso - ein afro-karibischer Musikstil aus Trinidad und Tobago - erlebte in den 1930ern einen ersten Boom in New York. Einer der berühmtesten Calypsos wurde 1952 zunächst von einem trinidadisch-britischen aufgenommen. "Day Dah Light" handelte von einer harten Nachtschicht am Dock und dem anbrechenden Schichtende. Erst die Version des New Yorker Musikers Harry Belafonte - 1956 hieß sie wahlweise "Banana Boat (Day O)" oder "Day O (The Banana Boat Song)" - verhalf dem Work-Song zu weltweiter Berühmtheit. Auf seinen populärsten Song war Harry Belafonte nicht sonderlich stolz - zu leicht ließ sich sein sozialrealistischer Inhalt überhören. Diese Folge des Ö1 Podcasts "100 Songs - Geschichte wird gemachgt" wurde in Ö1 am 09. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Day O"

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Anak"

"Anak" - Freddie Aguilar (Philippinen, 1978) Rechtswissenschaften sollte Freddie Aguilar studieren, so wollte es sein Vater. Der 17-Jährige lief stattdessen von Zuhause - unweit der philippinischen Hauptstadt Manila - weg und schlug sich als Straßenmusiker durch. Seinen Song "Anak" - Tagalog für "Kind" - soll er in etwa einer Stunde geschrieben haben, kurz nachdem er seine Fehler eingesehen hatte. Der Song über einen reumütigen, verlorenen Sohn erwies sich auf dem ersten Metro Manila Popular Music Festival 1978 als internationales Sprungbrett für Freddie Aguilar; und bald schon soll er an die 30 Millionen Exemplare weltweit verkauft haben. Diese Folge wurde in Ö1 am 10. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Anak"

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Only Time"

Am 11. September 2001 wurden die USA zum Ziel von islamistischen Terroranschlägen, bei denen rund 3000 Menschen starben. Innen- und Außenpolitik sowie die kulturelle Landschaft veränderten sich dadurch grundlegend. Unmittelbar nach den Attentaten wurde der Song "Only Time" der irischen New-Age-Musikerin Enya besonders häufig zur Bilduntermalung in Fernsehsendern eingesetzt, während der Opfer gedacht werden sollte. Gerade in den USA und alliierten Ländern wie Kanada, Deutschland, Polen, aber auch der neutralen Schweiz und Österreich konnte sich "Only Time" sehr oft verkaufen. Die Kritiken waren dabei vernichtend. 20 Jahre später hat sich die Bewertung dieser Musikerin gedreht. "Enya ist überall", titelte ein weitschweifender Essay in einer tonangebenden Musikzeitschrift über ihren Einfluss in der elektronischen Musik. Diese Folge des Ö1 Podcasts "100 Songs - Geschichte wird gemacht" wurde in Ö1 am 11. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1.

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "Only Time"

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "WAP"

Ein tiefer Spalt wurde 2020 einmal mehr sichtbar, als die Rapperinnen Cardi B und Megan The Stallion ihr Duett "WAP" - kurz für 'Wet Ass Pussy' veröffentlichten. In Amerika, aber auch den Feuilletons weltweit, wurde der unverfroren explizite Song sehr kontrovers diskutiert. Die einen sahen darin eine Selbstermächtigung starker, schwarzer Frauen, die das taten, was ihre männlichen Rap-Kollegen schon längst taten - nämlich die Macht des eigenen Geschlechtsorgans zu feiern -, andere sahen in dem Song einmal mehr den Verfall einer liberalen Kultur, die außer gottlosen Obszönitäten und voyeuristischer Identitätspolitik nichts zu bieten hätte. Diese Folge des Ö1 Podcasts "100 Songs - Geschichte wird gemacht" wurde in Ö1 am 12. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast

100 Songs - Geschichte wird gemacht: "WAP"

Introvertiertheit - Stille Stärken (1)

Introvertiert: auf das eigene Seelenleben gerichtet, nach innen gekehrt, verschlossen - so definiert das deutsche Rechtschreibwörterbuch "Duden" diese Wesensart. Introvertiertes Verhalten wird irrtümlicherweise auch oft mit Schüchternheit gleichgesetzt. Wie machen sich die stillen Stärken der Introvertierten im Alltag bemerkbar? Introvertierte Menschen neigen dazu, ihre Umwelt genau zu beobachten und sich dabei selbst nicht in den Vordergrund zu drängen. Ruhe, Zurückhaltung, Reflexion - das können zutiefst positive Charaktereigenschaften sein. Leicht hat man es damit in einer durch und durch extrovertierten Gesellschaft allerdings nicht. Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 9. 03. 2026.

Introvertiertheit - Stille Stärken (1)

Introvertiertheit - Stille Stärken (2)

Wie liebt es sich?Die deutsche Psychologin Viviane Hähne hat im Auftrag der Dating-App "Tinder" ergründet, inwiefern sich introvertierte Menschen bei der Suche nach Liebesbeziehungen oder Freundschaften von extrovertierten Leuten unterscheiden. Wenig überraschend kam dabei heraus, dass sich Online-Vermittlungsagenturen ganz besonders für zurückhaltende Personen eignen. Die Psychologin Hähne meint beispielsweise, introvertierte Nutzerinnen und Nutzer suchen 15 Prozent häufiger nach Freundschaften als extrovertierte Userinnen und User. Auch seien eingegangene Bindungen dann auch oft tiefer und stabiler. Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 03. 2026.

Introvertiertheit - Stille Stärken (2)

Introvertiertheit - Stille Stärken (3)

Wie arbeitet es sich?Immer mehr Unternehmen analysieren heute den digitalen Auftritt ihrer potenziell zukünftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf diversen Plattformen, bevor sie diese überhaupt erst zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Wer dort nicht zu finden ist, gilt automatisch schon als suspekt. Was bedeutet das für Menschen, denen es widerstrebt, sich selbst zu präsentieren oder die sich schwertun, sich zu vermarkten? Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 03. 2026.

Introvertiertheit - Stille Stärken (3)

Introvertiertheit - Stille Stärken (4)

Was haben Bob Dylan, Elfriede Jelinek und Caspar David Friedrich gemeinsam? Ihnen allen wird nachgesagt, introvertiert zu sein. Damit sind sie bei weitem nicht die einzigen - gerade unter Künstlerinnen und Künstlern gibt es einige, die es - abseits des nötigen beruflichen Rampenlichts - schätzen, zurückgezogen zu leben. Den Sänger, die Autorin und den Maler verbindet aber noch etwas: Sie haben es trotz ihrer introvertierten Persönlichkeit zu großem Erfolg gebracht. Sie haben es geschafft, sich und ihre Talente in einer Welt der Extroversion zu behaupten. Doch wie viele andere wurden und werden verkannt? Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 12. 03. 2026.

Introvertiertheit - Stille Stärken (4)

Benehmt euch! (1)

Wir leben in ruppigen und vulgären Zeiten: Der amerikanische Präsident zeigt einem Arbeiter den Mittelfinger, der bayrische CSU-Chef stopft sich auf social media Döner, Würste und Pizzastücke in den Mund. Auch im österreichischen Parlament wächst der Anteil an unflätigen Worten und wüsten Beschimpfungen exponentiell. Gar nicht zu reden von verbalen und physischen Attacken, die im Straßenverkehr und in der U-Bahn mittlerweile zum Alltag gehören. Und Rapper treiben mit ihren Schmähreden über Bitches und Schlampen den Beleidigungsfaktor in bislang unerreichte Höhen. Warum kam es zu einer derartigen Verrohung und einem flächendeckenden Sittenverfall? Was sagt dies über die Qualität von zeitgenössischer Politik und Öffentlichkeit aus? Und was kann man dagegen tun? Gestaltung: Thomas Miessgang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. gesnedet in Ö1 am 09.03. 2026.

Benehmt euch! (1)

Benehmt euch! (2)

Kleiner Versuch über den Sittenverfall: Der Körper und die Politik Der Körper war immer schon Teil der Politik und vor allem von deren öffentlicher Repräsentation: Von den Inszenierungen rund um Ludwig XIV. bis zu den Slim-Fit-Optimierungen der Mediengegenwart. Körperinszenierungen tragen zu utopischen Entwürfen, gesellschaftlicher Normierung und Mythoskonstruktionen bei. Sie bieten Projektionsflächen für Identitätswünsche, Sehnsüchte und Ängste, die von politischen Visualisierungsstrategien mobilisiert werden können. Gestaltung: Thomas Miessang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 10.03.2026.

Benehmt euch! (2)

Benehmt euch! (3)

Kleiner Versuch über den SIttenverfall: Rüpeln, Pöbeln, Granteln. Seit Corona ist es besonders evident geworden: Gute Sitten sind old school, Höflichkeit war gestern. Wenn man an das Geschrei und Vogelzeigen im Straßenverkehr denkt, vor allem im beliebten Match Auto- gegen Radfahrer, wenn man sich die Verwahrlosung der Austauschformen in den Kommentaren von social media an neuralgischen weltgeschichtlichen Punkten wie dem Gaza-Krieg vor Augen führt, dann besteht wenig Hoffnung für ein gedeihliches zukünftiges Zusammenleben verfeindeter gesellschaftlicher Subgruppierungen. Die Beleidigung hat längst das faktenbasierte Argument ersetzt. Gestaltung: Thomas Miessang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 11.03.2026.

Benehmt euch! (3)

Benehmt euch! (4)

Was tun gegen den Sittenverfall?Es wäre naiv, zu glauben, dass bessere Umgangsformen zwangsläufig eine bessere Politik zur Folge hätten - das gibt die derzeitige Weltlage einfach nicht her. Aber eine Verbesserung des Diskurses durch Einhaltung bewährter Konventionen würde zumindest wieder einen Hauch von Rationalität in ein zunehmend erratischeres Weltgeschehen bringen und damit den Aspekt der deliberativen Demokratie, wie sie Jürgen Habermas beschrieben hat, stärken: dass nämlich durch Beratschlagung gemeinsame, möglichst konsensuale Entscheidungen getroffen werden. Gestaltung: Thomas Miessgang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer

Benehmt euch! (4)

Frauen mit Courage: Anna Peczenik (1)

1.400 Österreicherinnen und Österreicher kämpften im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) gegen den Faschismus. Auch 34 Frauen hatten sich den Internationalen Brigaden im Kampf gegen Franco angeschlossen. Anni Peczenik ließ 1937 ihre damals dreijährige Tochter Hanja bei ihrer Großmutter zurück, um sich den Interbrigadisten im Kampf für die Spanische Republik anzuschließen. General Franco hatte 1936 geputscht und einen dreijährigen Bürgerkrieg ausgelöst, der 1939 mit einer Diktatur endete. Irene Filip vom Spanienarchiv am Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes erforscht seit Jahren die Lebenswege der kämpferischen Frauen. Einige von ihnen wurden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern interniert, so auch Anna Peczenik, die Mutter von Hanja Levitan. Peczenik wurde 1944 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2. 03. 2026.

Frauen mit Courage: Anna Peczenik (1)

Frauen mit Courage: Marie Langer (2)

Die Spanienkämpferinnen. Die Anästhesistin und spätere bekannte Psychoanalytikerin Marie Langer assistierte ihrem späteren Ehemann, dem Chirurgen Max Langer, bei Operationen gleich hinter der Front. "Damit relativiert sich auch die Aussage so mancher Spanienkämpfer, dass Frauen nicht in die kämpfenden Einheiten der Internationalen Brigaden integriert gewesen seien, sondern nur im Sanitätsdienst oder in anderen "zivilen" Bereichen gewirkt hätten", schreibt Irene Filip vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW). Marie Langer war eine von vier Ärztinnen aus Österreich im Kampf für die Spanische Republik. Insgesamt konnten 25 Österreicherinnen im Sanitätsdienst der Internationalen Brigaden dokumentiert werden. Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 3. 03. 2026.

Frauen mit Courage: Marie Langer (2)

Frauen mit Courage: Goldy Parin-Matthèy (3)

Die Spanienkämpferinnen: Die in Graz geborene Liselotte ("Goldy") Matthèy - Guenet baute in Albacete das Spitallabor auf. "Mitte 1937 war es ganz klar, dass in Spanien die Entscheidung fallen würde, und die, die gegen den Faschismus waren, mussten dorthin. Ich war zwar nie in einer Partei, aber ich bin mit der kommunistischen Jugend nach Spanien gefahren", sagte die spätere Mitbegründerin der Ethnopsychoanalyse in einem Interview. Gerade ist das Buch "Goldy Parin-Matthéy: Spanienkämpferin, Anarchistin, Psychoanalytikerin" über ihr Leben und Werk im Mandelbaum Verlag erschienen. "Das war eine wichtige Erfahrung, die man nur damals machen konnte - alle zusammen in internationaler Solidarität. Die ganze Zeit in Spanien war bestimmt durch dieses gute Gefühl, konform mit seinen Idealen zu sein, auf der richtigen Seite zu stehen und etwas dafür zu tun." Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 4.03. 2026.

Frauen mit Courage: Goldy Parin-Matthèy (3)

Frauen mit Courage: Ilsa Barea-Kulcsar (4)

Die Spanienkämpferinnen. Nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs kommt die 34-jährige Wienerin Ilsa Barea-Kulcsar im November 1936 nach Madrid, wo sie in der Zensurstelle für die Auslandspresse arbeitet. In ihrem Roman "Telefónica" beschreibt sie ihre Motivation: "Es schien mir, daß ich in den Bürgerkrieg nicht nur deshalb zu gehen hatte, weil dort der große Kampf zwischen Faschismus und Demokratie - Demokratie, die den Ansatz zu einer sozialistischen Zukunft enthielt - ausgetragen wurde, sondern auch, weil ich dank meiner Erfahrung in internationaler Publizistik und nach dem republikanischen Sieg vielleicht auch in die Arbeiterbildung etwas Positives zu geben hatte." Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 5. 03. 2026.

Frauen mit Courage: Ilsa Barea-Kulcsar (4)

Können Männer Feminismus? (1)

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2026 legt Mari Lang in dieser Serie den Fokus auf die Männerperspektive. Die Journalistin, die in ihrem Podcast "Frauenfragen" mehr als 50 Gespräche mit bekannten österreichischen Männern geführt hat, geht u.a. der Frage nach, ob Männer Feministen sein können, ob sie das überhaupt sollten und was es braucht, um ernsthaft einer zu sein. Gestaltung: Mari Lang. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 2.03. 2026.

Können Männer Feminismus? (1)

Können Männer Feminismus? (2)

Kann Mann's richtig machen?Wie können und sollen sich Männer bestmöglich im feministischen Diskurs einbringen? Oder ist Feminismus vielleicht gar nicht Männersache? Gestaltung: Mari Lang. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3.03. 2026.

Können Männer Feminismus? (2)

Können Männer Feminismus? (3)

Zwischen "Me too" und "Not all men".Alle zehn Minuten wird, nach Schätzungen der Vereinten Nationen, weltweit eine Frau getötet. In den vergangenen Jahren zählte Österreich zu den Ländern mit den höchsten Femizidraten in der EU. Dass Mädchen und Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden, ist jedoch nur der drastischste Ausdruck eines Geflechts aus Sexismus und struktureller Ungleichheit, der tief in unserer patriarchalen Gesellschaft verankert ist. Die #MeToo-Bewegung hat diese Strukturen 2017 global sichtbar gemacht. Doch wo beginnt Gewalt gegen Frauen eigentlich, und was haben verinnerlichte Männlichkeitsnormen damit zu tun? Wie können Männer Teil der Lösung sein? Denn fest steht: Die Formel "not all men" bleibt eine unzureichende Antwort auf die Realität von Gewalt gegen Frauen. Gestaltung: Mari Lang. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 4.03. 2025.

Können Männer Feminismus? (3)

Können Männer Feminismus? (4)

Neue Männerbilder.Wie kann eine Beziehung auf Augenhöhe und eine gleichberechtigte Partnerschaft gelingen? Was kann und muss man(n) dazu beitragen? "Wir brauchen neue, positive Narrative", sagt die Männer- und Geschlechterforscherin Elli Scambor. Mari Lang hat sich auf die Suche nach Beispielen für neue positive Männerbilder gemacht. Gestaltung: Mari Lang. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 5.03. 2026.

Können Männer Feminismus? (4)

Frauen mit Courage: Mitsuko Coudenhove-Kalergi (1)

Zwischen Japan und (Alt-)Österreich. Mitsuko Coudenhove-Kalergi ist nach Japans Öffnung 1868 eine der ersten Japanerinnen in Europa, und die erste Japanerin, die einen europäischen Adeligen - Heinrich v. Coudenhove-Kalergi - heiratet. Mitsuko steht symbolisch für Japans Öffnung nach 260-jähriger Abschottung. Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 23. 02. 2026.

Frauen mit Courage: Mitsuko Coudenhove-Kalergi (1)

Frauen mit Courage: Beate Sirota-Gordon (2)

Zwischen Japan und (Alt-) Österreich. Die gebürtige Wienerin Beate Sirota arbeitete 1945 im politischen Stab der US- Besatzungsbehörde am Entwurf der japanischen Nachkriegsverfassung mit. Ihr verdanken Japans Frauen Artikel 24 über die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 24. 02. 2026.

Frauen mit Courage: Beate Sirota-Gordon (2)

Frauen mit Courage: Emma Bormann (3)

Zwischen Japan und (Alt-) Österreich. Die Malerin und Graphikerin Emma Bormann muss nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Österreich fliehen. 1939 emigriert sie mit ihren Töchtern nach China. In Fernost lernt sie Pinselmalerei und Schablonendruck, bringt sich und die Kinder mit Kunst durch. Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 25. 02. 2026.

Frauen mit Courage: Emma Bormann (3)

Frauen mit Courage: Ruth Linhart (4)

Zwischen Japan und (Alt-) Österreich. Ruth Linhart befasst sich als Japanologin, Journalistin, Übersetzerin und Wissenschaftlerin mit der Rolle von Frauen in der japanischen Gesellschaft. Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 26. 02. 2026.

Frauen mit Courage: Ruth Linhart (4)

Outfit: Die Kittelschürze

Erst stand sie für Modernität im Haushalt, dann wurde sie eingemottet. Jetzt sehen wir die Kittelschürze in Paris auf dem Laufsteg. Irmi Wutscher und Anna Masoner stellen in der Serie "Outfit. Was wir tragen und warum" ausgewählte Kleidungsstücke in den Mittelpunkt. Die Serie "Outfit" gibt es auch als eigenen Podcast. Diese Folge wurde auch im Ö1 Radiokolleg am 23. 02. 2026 ausgestrahlt.

Outfit: Die Kittelschürze

Outfit: Das Korsett

Es dominierte die Mode, wurde als Folter verteufelt und feiert derzeit ein Comeback. Wir räumen mit den Mythen um das Korsett auf. Irmi Wutscher und Anna Masoner stellen in der Serie "Outfit. Was wir tragen und warum" ausgewählte Kleidungsstücke in den Mittelpunkt. Die Serie "Outfit" gibt es auch als eigenen Podcast. Diese Folge wurde im Ö1 Radiokolleg am 24. 02. 2026 ausgestrahlt.

Outfit: Das Korsett

Outfit: Der Loafer

Vom Schuh der Elite zum Massenphänomen. Der Loafer erzählt, wie Oberschicht-Ästhetik Mainstream wurde. Irmi Wutscher und Anna Masoner stellen in der Serie "Outfit. Was wir tragen und warum" ausgewählte Kleidungsstücke in den Mittelpunkt. Die Serie "Outfit" gibt es auch als eigenen Podcast. Diese Folge wurde im Ö1 Radiokolleg am 25. 02. 2026 ausgestrahlt.

Outfit: Der Loafer

Outfit: Die Leggings

Vom Turnsaal auf die Straße: Wie Leggings die Welt eroberten – und warum das nicht allen gefällt. Irmi Wutscher und Anna Masoner stellen in der Serie "Outfit. Was wir tragen und warum" ausgewählte Kleidungsstücke in den Mittelpunkt. Die Serie "Outfit" gibt es auch als eigenen Podcast. Diese Folge wurde im Ö1 Radiokolleg am 26. 02. 2026 ausgestrahlt.

Outfit: Die Leggings

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (1)

Wie entstand Pidgin, wie Kreolsprachen? Treffen sich zwei Sprachen, sagt die eine: "Pidgin". So könnte ein Witz beginnen, hinter dem tatsächlich eine Menge an Kolonialismus und Handelsgeschichte steckt. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Herkunftssprachen miteinander kommunizieren müssen, entsteht eine einfache Verkehrssprache. Wird diese Sprache von mehreren Sprecher:innen dann auch weitergegeben, wird sie zu einer Kreolsprache. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 16. 02. 2026.

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (1)

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (2)

Was uns Pidginsprachen über Sprachkontakt erzählen. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 17. 02. 2026.

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (2)

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (3)

Wer bestimmt, wann eine Sprache eine Sprache ist? Broken English, bastard Portuguese, nigger French: Als die Sprachwissenschaft in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf die Erforschung von Nationalsprachen und die Rekonstruktion der indoeuropäischen Ursprache fokussiert war, blickte ein deutscher Linguist über den Tellerrand. Hugo Schuchardt, der in über 20 Sprachen korrespondierte, forschte zu den peripher beachteten und abschätzig betrachteten Kreolsprachen an der Universität Graz. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 18. 02. 2026.

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (3)

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (4)

Aussterben, aufgehen, sich verändern.Kreolsprachen sterben, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, andere dienen als Lingua Franca, also als Verkehrssprache in einer Region - neue entstehen heute kaum mehr. Das hat damit zu tun, dass Englisch weltweit von immer mehr Menschen verstanden und gesprochen wird, aber auch, weil Kreolsprachen meist über ein geringes soziales Prestige verfügen. Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 19. 02. 2026.

Wort.Schätze: Pidgin- und Kreolsprachen (4)

Warum führen Menschen Kriege? (1)

Wir leben in einer gefährlichen Epoche: Im friedensverwöhnten Europa scheint Krieg - achtzig Jahre nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs - plötzlich wieder eine Option zu werden. Der Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine im Februar 2022 markiert eine Zeitenwende - mit unabsehbaren Folgen für Europa und die Welt. Aber warum führen Menschen überhaupt Kriege? Lässt sich das unermessliche Leid, das militärische Auseinandersetzungen mit sich bringen, durch politische oder wirtschaftliche Ziele rechtfertigen? Und wie könnte man Kriege und bewaffnete Konflikte vermeiden? Von der Beantwortung dieser Fragen hängt viel ab - für die Menschheit und für jeden Einzelnen von uns. Folge 1: Das tötende Tier. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 16. 02. 2026.

Warum führen Menschen Kriege? (1)

Warum führen Menschen Kriege? (2)

Clausewitz und die Folgen. Der preußische Generalmajor Carl von Clausewitz gilt als einer der einflussreichsten Militärtheoretiker der Moderne - und zugleich als meistzitierter Kriegsdenker überhaupt. Seine Thesen werden bis heute weltweit in Militärakademien und Generalstabslehrgängen gelehrt und diskutiert. "Krieg", so lautet eine berühmte Definition aus Clausewitz' Feder, "ist ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen." Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 17. 02. 2026.

Warum führen Menschen Kriege? (2)

Warum führen Menschen Kriege? (3)

Die Welt von heute. "Wir befinden uns in einer außerordentlich volatilen, dynamischen und instabilen Periode der Weltgeschichte." So fasst der US-amerikanische Historiker und Diplomat Philip Zelikow die gegenwärtige Situation zusammen. Die USA büßen ihre Rolle als berechenbarer Welthegemon ein und beginnen ihren Verbündeten in Europa und im Rest der Welt immer öfter in den Rücken zu fallen. Die Nato - seit 1949 ein zentraler Pfeiler westlicher Hegemonie - zeigt Auflösungserscheinungen. Und aufstrebende beziehungsweise revanchistische Atommächte wie Russland, China oder Nordkorea sind darauf aus, die neue Unübersichtlichkeit im geostrategischen Gefüge zu ihren Gunsten zu nützen. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 18. 02. 2026.

Warum führen Menschen Kriege? (3)

Warum führen Menschen Kriege? (4)

Der Krieg der Zukunft. Mit seinem vieldiskutierten Werk "Die Rückkehr des Krieges" hat der österreichische Militäranalyst Franz-Stefan Gady ein Schlüsselwerk zur sicherheitspolitischen Gegenwart vorgelegt. Die Kriege der Zukunft werden mit Drohnen, KI und hochtechnologisierten Präzisionswaffen geführt werden. Damit verändern sich die Mittel, nicht aber das Wesen des Kriegs. Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 19. 02. 2026.

Warum führen Menschen Kriege? (4)

Ö1 Insektarium: Die Zecke (1)

Ein Lieblingsfeind des Menschen: der Zeck. Er ruft Ekel hervor, bohrt sich in die Haut und kann Krankheiten übertragen. Zecken sind große Milben, die sich parasitisch vom Blut von Säugetieren - auch des Menschen - ernähren. Es gibt mindestens 900 Zeckenarten, in Österreich auch viele "neue", die durch den Klimawandel heimisch werden. Sie können gefährlich werden, da sie Krankheiten übertragen: Am bekanntesten sind die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Doch es gibt noch viele andere: Zecken sind Meister der Übertragung - kein anderer Parasit bringt so viele Krankheiten mit wie sie. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics.In Ö1 gesendet am 09. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

Ö1 Insektarium: Die Zecke (1)

Ö1 Insektarium: Der Ammendornfinger (2)

Der vorwiegend nachtaktive Ammendornfinger, die Spinne des Jahres 2023, spinnt keine Fangnetze, sondern lauert seiner Beute - Insekten bis hin zu Gottesanbeterinnen und Heuschrecken - auf und überwältigt sie mit einem Giftbiss. Die Tage verbringt er in kugeligen Ruhegespinsten, meist in offenen Wiesen mit hohem Bewuchs, in Gestrüpp oder unter Steinen. Ihre Gelege aus 80 - 300 Eiern verteidigen die Spinnenweibchen sehr vehement. Die Jungen verlassen sofort nach dem Schlupf das Nest und überwintern bodennah in winzigen Ruhegespinsten. Gestaltung: Sabine Nikolay.In Ö1 gesendet am 10. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

Ö1 Insektarium: Der Ammendornfinger (2)

Ö1 Insektarium: Die südrussische Tarantel (3)

Die größte Spinne Mitteleuropas lebt schon lange in Österreich, wo sie die westlichste Grenze ihres Verbreitungsgebiets erreicht. Ihr Lebensraum ist vorzugsweise lehmiger Uferbereich, wo sie eine Nisthöhle anlegt. Die Eier reifen in einem Kokon heran, den die Spinne mit den Hinterbeinen in die Sonne hält, um ihn zu wärmen. Nach dem Schlupf bleiben die Jungspinnen bei der Mutter, die sie auf dem Rücken trägt. Die Tarantel ist eine nachtaktive Jägerin, die kleinen Wirbeltieren und Gliederfüßern auflauert. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics.In Ö1 gesendet am 11. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

Ö1 Insektarium: Die südrussische Tarantel (3)

Ö1 Insektarium: Die Krätzmilbe (4)

Milben sind mikroskopisch kleine Tierchen die als Parasiten Hunde, Katzen und Pferde befallen und auch auf den Menschen übertragen werden können. Diese Räudemilben sind für den Menschen keine allzu große Belastung, da er ein "Fehlwirt" ist und die Tiere bald absterben. Sehr unangenehm und sogar gefährlich für den Menschen kann die "Krätzmilbe" werden. Sie ist 0,3 bis einen halben Millimeter groß und wird bei länger dauerndem direktem Hautkontakt übertagen. Die Parasiten bohren sich unter die oberste Hautschicht, legen dort ihre Eier ab und ernähren sich von abgestorbenen Zellen und Zellflüssigkeit. Diese "Wohngemeinschaft" bleibt nicht unerkannt: Es juckt bestialisch und muss schleunigst behandelt werden. Gestaltung: Sabine Nikolay. Redaktion: Monika Kalcsics.In Ö1 gesendet am 12. 02. 2026 im Rahmen des Ö1 Insektariums, das dauerhaft im zeit- und kulturgeschichtlichen Online-Archiv von Ö1 angeboten wird.

Ö1 Insektarium: Die Krätzmilbe (4)

Schmerz lass nach (1)

Schmerz ist ein äußerst komplexes Phänomen. Jeder kennt ihn. Jede empfindet ihn. Doch jeder tut dies auf eine andere Art. Und jede geht unterschiedlich damit um. Die einen spüren ihn intensiv. Die nächsten blenden ihn aus. Und manche wieder suchen den Schmerz. Schmerz lässt sich erlernen, aber auch wieder verlernen. Woher kommt diese individuelle Wahrnehmung und woher der unterschiedliche Umgang damit? Und wie kann man sich all das therapeutisch zunutze machen? Teil 1: Wo tut's weh? Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 09. 02. 2026.

Schmerz lass nach (1)

Schmerz lass nach (2)

Jeder Mensch leidet anders. Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 02. 2026.

Schmerz lass nach (2)

Schmerz lass nach (3)

Schmerz muss kein Schicksal sein. Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11.02. 2026.

Schmerz lass nach (3)

Schmerz lass nach (4)

Stress schmerzt. Gestaltung: Daphne Hruby. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 12. 02. 2026.

Schmerz lass nach (4)

100 Songs: "Big Yellow Taxi" - Joni Mitchell (Kanada, 1970)

Joni Mitchell hatte die Vorhänge ihres Hotelzimmers auf Hawaii geöffnet, sie sah in der Ferne vulkanische Berge, während sich unmittelbar vor dem Hotel ein riesiger Parkplatz auftat. "Wir haben das Paradies betoniert", sang die kanadische Songwriterin im Jahr 1970 relativ beschwingt. "Ist es nicht immer so, dass wir erst wissen, was wir hatten, wenn es nicht mehr da ist?", meinte sie weiter und schrieb mit "Big Yellow Taxi" eine der frühesten ökologischen Hymnen der Popmusik. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 3. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast

100 Songs: "Big Yellow Taxi" - Joni Mitchell (Kanada, 1970)

100 Songs: "Construção" - Chico Buarque (Brasilien, 1971)

Als Chico Buarque im Jahr 1970 nach eineinhalb Jahren aus dem italienischen Exil heim in die brasilianische Militärdiktatur zurückkam, war er schockiert. Auf Autos klebten Sprüche wie "Brasilien, lieb es oder verlass es" oder "Brasilien, lieb es oder stirb". Im Titelsong des Albums "Construção" von 1971 verband Dichtung mit subtilen sozialen Kommentaren. Der Titel bedeutet übersetzt "im Bau" oder Baustelle. Damit konnte sowohl Brasilien gemeint sein, das neu errichtet werden sollte, die Arbeiterklasse im Land oder die kunstvolle Art, wie Chico Buarque das Album konstruiert hatte. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 3. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast

100 Songs: "Construção" - Chico Buarque (Brasilien, 1971)

100 Songs: "Bad Romance" - Lady Gaga (USA, 2009)

Mit der Weltfinanzkrise blühte sog. "Recession Pop" auf, also schnelle, laute, tanzbare Popmusik, die gute Stimmung zur schlechten Lage verbreiten wollte. Die New Yorker Sängerin Lady Gaga wurde 2008 fast über Nacht mit avantgardistischen Bühnenoutfits, Eurodance-Beats und queer-feministischem Spektakel weltbekannt. Ihr Song "Bad Romance" ist ein Jahr später ein Beispiel für den sog. 'Millennial Whoop', bei dem Silben ohne Bedeutung aneinandergereiht werden und Ordnung in chaotisch gewordene Zeichen bringen. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 4. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast

100 Songs: "Bad Romance" - Lady Gaga (USA, 2009)

100 Songs: "Susamam" - Saniser (Türkei, 2019)

In "Susamam" - deutsch "Ich kann nicht schweigen" - nahmen 20 türkische Rapper die Zustände in ihrem Land ins Visier. Eine verlorene Generation sprach über Umwelt, Dürre, Recht, Gerechtigkeit, Bildung, Neugier, Frauenrechte, Gewalt an Frauen, Tierrechte, Verkehr, Straßen, Suizid, Faschismus und natürlich über die Türkei. Das Video des Songs "Susamam" wurde innerhalb einer Woche 20 Millionen Mal angesehen. Gestaltung: Stefan Niederwieser. Co-Host: Robert Stadlober. Redaktion: Astrid Schwarz. Diese Folge wurde in Ö1 am 5. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast

100 Songs: "Susamam" - Saniser (Türkei, 2019)

Phänomen Stau (1)

Stillstand und die Ursachen. Staus sind ein Indikator für die Überlastung unserer Infrastruktur. Staus gibt es aber nicht nur auf Straßen, sondern auch im Luft-, Bahn- oder Schiffsverkehr. Dabei gehen Milliarden Euro an Wertschöpfung verloren, es wird die Umwelt belastet und der Stresspegel steigt bei den Betroffenen. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2.02. 2026.

Phänomen Stau (1)

Phänomen Stau (2)

Die Psychologie des Staus. Viele Menschen lassen den täglichen Stau, zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit, wie ein Naturereignis über sich ergehen. Die Akzeptanz sinkt jedoch, wenn Staus außerhalb der Norm auftreten. Das führt, je nach Charakter und persönlicher Situation, zu Stress, Lethargie oder Aggressionen. Gestaltung: Andreas Wolf.Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 3. 03. 2026.

Phänomen Stau (2)

Phänomen Stau (3)

Sand im Logistikgetriebe. Die Grundlage unserer Dienstleistungsgesellschaft bilden "Just in Time" Lieferungen. Damit alles rechtzeitig am richtigen Ort geliefert wird, bedarf es genau abgestimmter Logistikketten. Neben der Schiene und der Straße umfassen diese auch Flugzeuge und Schiffe. Kommt es zu unerwarteten Zwischenfällen müssen Warenströme großflächig umgeleitet und manchmal sogar auf andere Transportmittel verladen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass der Welthandel an bestimmten Knotenpunkten chronisch überlastet ist. So wird ein Viertel des globalen Güterverkehrs über die 800 Kilometer lange und an der engsten Stelle nur 50 Kilometer breite Straße von Malakka abgewickelt. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 4. 02. 2026.

Phänomen Stau (3)

Phänomen Stau (4)

Stauvermeidung. Kuchl, Golling, Werfen: Kaum jemand war in den vergangenen Jahren mehr von Stau betroffen als die Gemeinden entlang der Tauernautobahn. Der Grund war die Sanierung einer Tunnelkette entlang der A10. Eine Möglichkeit dem Stau auf der Straße auszuweichen, wäre der Umstieg auf die Bahn. Doch auch hier gibt es Stau. Betroffen ist davon vor allem die Deutsche Bahn, die europaweit zum Inbegriff für Verspätungen und Zugausfälle wurde. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 5. 02. 2026.

Phänomen Stau (4)

Digital abgehängt (1)

Die Digitalisierung hat viele analoge Möglichkeiten verdrängt, vom Bezahlen bis zu Behördenwegen, und setzt damit voraus, dass alle Menschen Geräte bedienen, online navigieren und ständig neue Updates bewältigen können. Wo analoge Alternativen verschwinden, entsteht Ausgrenzung: nicht, weil Menschen "zu wenig können", sondern weil Systeme wenig Rücksicht darauf nehmen, dass Lebensrealitäten, Körper und Gewohnheiten unterschiedlich sind. Gestaltung: Sarah Kriesche: Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 2. 02. 2026.

Digital abgehängt (1)

Digital abgehängt (2)

Das Geschäft mit der Einfachheit. Ältere Menschen sind längst zu einer festen Zielgruppe des Technikmarktes geworden. Spezielle Telefone mit großen Tasten, abgespeckten Menüs oder Notrufknöpfen sollen Sicherheit vermitteln und den Einstieg erleichtern. Für viele Angehörige klingt das nach einer plausiblen Lösung: Sie kaufen solche Geräte in der Hoffnung, Eltern oder Großeltern den digitalen Alltag zu erleichtern. Gestaltung: Sarah Kriesche: Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3. 02. 2026.

Digital abgehängt (2)

Digital abgehängt (3)

Die Last der Anpassung. Immer mehr Lebensbereiche setzen voraus, dass man online ist: Bankfilialen schließen, Fahrpläne werden per App abgerufen, Behördenwege verlangen digitale Identitäten. Für viele bedeutet das nicht Vereinfachung, sondern zusätzlichen Druck. Gestaltung: Sarah Kriesche: Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 4. 02. 2026.

Digital abgehängt (3)

Digital abgehängt (4)

Recht auf das Analoge. Digitalisierung wird oft als Allheilmittel präsentiert: schneller, günstiger, effizienter. Doch für viele bedeutet sie auch: Neue Barrieren. Die Frage nach digitaler Teilhabe wird inzwischen auch als Frage nach Grundrechten diskutiert. Nicht jede:r kann oder will digitale Dienste nutzen, wenn analoge Alternativen verschwinden, droht Isolation, respektive wird Teilhabe zur Zwangsdigitalisierung. Gestaltung: Sarah Kriesche: Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 5. 02. 2026.

Digital abgehängt (4)

Leben ohne Müll? (1)

Die Welt erstickt im Abfall. In der EU wirft jede Person 130 Kilogramm Lebensmittel und 15 Kilogramm Textilien jährlich weg. Mit einem neuen Gesetz soll dieser Müll um 30 Prozent reduziert werden. Dazu kommen weltweit weitere 350 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr, der Großteils achtlos weggeworfen wird. Wie schaffen wir die Wende zu einer Gesellschaft ohne Müll? Einige Initiativen und Innovationen haben dem Müll den Kampf angesagt. Folge 1: Weg vom Plastik. Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Mathias Widter. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 26. 01. 2026.

Leben ohne Müll? (1)

Leben ohne Müll? (2)

Cradle-to Cradle - Der Stoffkreislauf als Lösung Der Weg zur müllfreien Gesellschaft führt über den Stoffkreislauf. "Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass man Produkte wieder auseinander baut und die Materialien wieder einsetzt", erklärt der Pionier der Kreislaufwirtschaft, Michael Braungart. "Wenn die Dinge allerdings nicht für Kreisläufe hergestellt werden, dann schafft man keine Kreislaufwirtschaft, sondern nur ein Downcycling." Die Bauwirtschaft ist einer der größten Abfallerzeuger. Dänemark etwa produziert jährlich rund 11,7 Millionen Tonnen Bauabfälle - diese werden für Architekten zunehmend interessant. Die Idee ist einfach: Verwende Baustoffe, die sonst im Müll landen. Gestaltung: Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Mathias Widter. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 27. 01. 2026.

Leben ohne Müll? (2)

Leben ohne Müll? (3)

Ist die müllfreie Gesellschaft ein Mythos? Gab es schon einmal eine Gesellschaft ohne Müll? Und ist es ein Mythos, dass früher in der Landwirtschaft alles wiederverwertet wurde? Der Kulturhistoriker Roman Köster schreibt in seinem Buch "Müll. Eine schmutzige Geschichte der Menschheit": "Menschen haben schon immer Müll produziert. Die Frage ist, wann wurde das, was die Menschen nicht mehr brauchen, zum Problem? Es gibt Schätzungen der Weltbank, dass wir 2050 auf diesem Planeten 2/3 mehr Müll produzieren werden als jetzt schon. Und das wird noch weiter zunehmen". Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Mathias Widter. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 28. 01. 2026.

Leben ohne Müll? (3)

Leben ohne Müll? (4)

Wie schaffen wir das Zero Ziel: Null Müll? Daniela Hinteregger gehört zur Zero-Waste-Bewegung. Das ist ein Lebensstil, der jeglichen Müll vermeidet. Die Idee geht auf die Amerikanerin Bea Johnson zurück, die den gesamten Müll aus dem Haushalt holen wollte. Das Totschlagargument, eine einzelne Person könne nicht genug ausrichten, lässt sie nicht gelten. Für sie als Teil der Community ist der Austausch wichtig, auch, weiter Wissen zu vermitteln und am Ball zu bleiben. "Aber natürlich braucht es die Politik und die Unternehmen", sagt Daniela Hinteregger. Reparieren, Verwenden statt Besitzen und Second-hand: sind diese alten Ideen die Wegweiser für die Zukunft? Gestaltung: Ulrike Schmitzer und Mathias Widter. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 29. 01. 2026.

Leben ohne Müll? (4)

Nach der Gewalt (1)

Wenn man derzeit Medien konsumiert, gewinnt man den Eindruck, dass Gewalt gegen Frauen exponentiell zugenommen hat: Kaum ein Tag, an dem nicht über eine Vergewaltigung, einen sexistischen Übergriff oder einen Femizid berichtet wird. Die Serie untersucht, was "Nach der Gewalt" passiert: Finden Frauen ausreichend Schutz und Hilfe? Womit haben sie nach der Gewalt zu kämpfen? Wie kann Gewalt verhindert werden? Gestaltung: Thomas Miessgang. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 26.01. 2026.

Nach der Gewalt (1)

Nach der Gewalt (2)

Der Tag nach der Gewalt. Frauen, die physische, psychische, ökonomische und institutionelle Gewalt erleben, suchen vor allem einmal Schutz. Um ihnen zu helfen, gibt es Frauenhäuser, Gewaltambulanzen, den Frauennotruf und eine Helpline. Expertinnen wie die Politikwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Maria Rösslhumer und die Obfrau Andrea Czak des Vereins FEM.A (=feministische Alleinerzieherinnen) erläutern, ob diese Infrastruktur ausreichend ist, um die Aufgaben erfüllen zu können. Gestaltung: Thomas Miessgang. Redaktion. Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 27.01. 2026.

Nach der Gewalt (2)

Nach der Gewalt (3)

Nach der Trennung kommt die Post.Wenn Frauen mit Kindern es schaffen, sich von einem gewalttätigen Partner zu trennen, finden sie sich in der Rolle von Alleinerzieherinnen wieder - eine, wie aus sämtlichen Statistiken hervorgeht, besonders vulnerable gesellschaftliche Gruppe. Nicht nur, dass das Einkommen, das häufig in Teilzeit erwirtschaftet werden muss, kaum ausreicht, kommt es meist zu juristischen Auseinandersetzungen. Stichwort: Kampf ums Kind. Gestaltung: Thomas Miessgang. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 28.01. 2026.

Nach der Gewalt (3)

Nach der Gewalt (4)

Gewalt gegen Frauen - Was tun? Dass auch heute noch so viel Gewalt gegen Frauen stattfindet, ist nicht nur ein Armutszeichen für die politische Entwicklung, sondern verursacht auch massiven gesellschaftlichen Schaden: Statistiken belegen, dass dem Staat auf diese Weise jährlich 7,3 Milliarden entgehen, die in Infrastrukturkosten für Frauenschutz fließen oder durch zeitweise Arbeitsunfähigkeit der Betroffenen anfallen. Expert:innen wie die Autorin Petra Unger und die Psychologin Martina Rammer Gmeiner erläutern, wie der Nationale Aktionsplan gegen Frauengewalt, der vor kurzem verabschiedet wurde, zu bewerten ist und was man von der geplanten Familienrechtsreform erwarten kann. Gestaltung: Thomas Miessgang. Redaktion: Ulrike Schmitzer. gesendet in Ö1 am 29.01. 2026.

Nach der Gewalt (4)

Positionen in der Kunst: Ulay und Marina Abramovic (1)

Zwölf Jahre lang waren sie das Traumpaar der Performance: Schlugen sich, verharrten 16 Stunden Rücken an Rücken, zeigten in einer dreimonatigen Marathon-Performance, dass man einander täglich acht Stunden bewegungslos anstarren kann. Zwischen 1976 und 1988 führten Ulay und Marina Abramovic am Kunstparkett einen abgründigen Pas-de-deux auf und malträtierten ihre Körper bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Die Kunstwelt verdankt ihnen Performances, die im doppelten Wortsinn unter die Haut gehen. Derzeit ist eine große Retrospektive von Marina Abramovics Werk in der Albertina modern in Wien zu sehen. Die Cukrarna in Ljubliana zeigt bis 3. Mai unter dem Titel "Art Vital - 12 Years of Ulay und Marina Abramovic" eine Ausstellung, die die kollaborative Praxis des Künstlerpaares Ulay und Marina Abramovic in den Blick nimmt. Gestaltung: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 19.01. 2026.

Positionen in der Kunst: Ulay und Marina Abramovic (1)

Positionen in der Kunst: Julius von Bismarck (2)

Er peitschte auf die Felsen eines alpinen Bergmassivs ein, erfand mit seinem "Fulgurator" eine Geheimwaffe für ausgekochte Medien-Guerilleros und installierte am Wienerberg einen 8 Meter hohen Smiley, der anzeigt, wie sich die Wiener gerade fühlen. Julius von Bismarck schafft einprägsame Bilder, die in den öffentlichen Raum ausstrahlen. Studiert hat der 42-Jährige bei Olafur Eliasson, seine Themen findet der Deutsche abseits zeitgeistiger Debattenfelder. Das Kunsthaus Wien widmet von Bismarck derzeit unter dem Titel "Normale Katastrophe" eine große Schau, die zeigt, dass die Kunst des Experiments auch sinnliche Qualitäten entfalten kann. Gestaltung: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 20. 01. 2026.

Positionen in der Kunst: Julius von Bismarck (2)

Positionen in der Kunst: Tobias Pils (3)

Tobias Pils ist einer der aufregendsten Maler, die Österreich derzeit zu bieten hat, weil er es schafft, seine Kunst mit Dringlichkeit auszustatten: Schlichte Formen und eine reduzierte Farbpalette genügen, um eine suggestive Ästhetik der Reduktion zu entwerfen, banale Gegenstände werden transzendiert und erhalten eine existentielle Dimension. Gestaltung: Thomas Mießgang. Gesendet in Ö1 am 21. 01. 2026.

Positionen in der Kunst: Tobias Pils (3)

Positionen in der Kunst: Gerhard Richter (4)

Die Medien feierten ihn als Picasso des 21. Jahrhunderts. Einer breiten Öffentlichkeit ist Gerhard Richter vor allem als teuerster Maler der Gegenwart bekannt. Die Rolle als Star eines überhitzten Kunstmarktes fiel dem scheuen Maler wider Willen zu. Im Laufe seiner Karriere hat sich der Deutsche immer wieder neu erfunden: In seinem Werk trifft Fotorealismus auf Abstraktion, expressive Farben auf monochrome Leinwände. Die Fondation Louis Vuitton in Paris zeigt derzeit die wohl größte Retrospektive, die dem vielstimmigen Werk des Künstlers jemals gewidmet war und würdigt das Lebenswerk des 93jährigen, der vom Kunstmagazin "Monopol" zum einflussreichsten Künstler des Jahres 2025 gekürt wurde. Gestaltung: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 22. 01. 2026.

Positionen in der Kunst: Gerhard Richter (4)

Keine Panik. Angststörungen (1)

Angst - ein Urgefühl, tief verankert im vegetativen Nervensystem von allen Arten von Tieren. Sie reagieren blitzschnell auf Gefahren: die Angst schießt regelrecht ein und augenblicklich kommt es zu hormonellen Veränderungen: Adrenalin wird freigesetzt, das den Blutdruck erhöht, die Sinne schärft und sämtliche vorhandenen Energieressourcen freisetzt. Das hat unterschiedliche Folgen. Je nach Tierart und Tarnung flüchtet das Tier - wie Pferde, Rotwild, Hasen und dergleichen, oder es erstarrt und stellt sich tot: wie Echsen und Insekten. Der Mensch ist ein besonderes Tier: er kann beides: weglaufen, sich verstecken, sich totstellen. Was bedeutet Angst für den Menschen? Wann wird dieses gesunde Schutzverhalten krankhaft? Und welche Ursachen und Auswirkungen hat das? Sabine Nikolay erkundet Angst und Panik. Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 19.01. 2026.

Keine Panik. Angststörungen (1)

Keine Panik. Angststörungen (2)

Überwältigende Angst.Wir leben in einer zusehends komplexeren und schwer zu durchschauenden Welt. Industrien und Umweltkatastrophen zerstören die Umwelt, das Klima ändert sich spürbar für alle, die Naturkatastrophen nehmen zu. Egal ob Überschwemmungen, Hochwasser, Tsunamis, Erdbeben oder Gletscherschmelze - noch ist nicht klar, wie rasch und mit welchen Langzeitfolgen sich die Erde erwärmt. Klar ist: Gesund ist das nicht. Dazu kommen Umweltgifte, illegale Deponien, ewige Chemikalien. Der einzelne Mensch steht vor all diesen menschengemachten Katastrophen und hat Angst. Wie kann man solchen Bedrohungen begegnen? Sabine Nikolay beschäftigt sich in dieser Folge ihrer Serie mit Strategien den Ohnmachtsgefühlen zu begegnen und in die Aktivität zu kommen. Der Schlüsselbegriff für die Angstbewältigung hier ist: Kontrolle. Gestaltung: Sabine NIkolay. Gesendet in Ö1 am 20. 01. 2026.

Keine Panik. Angststörungen (2)

Keine Panik. Angststörungen (3)

Persönliche Ängste.Wir alle erschaffen uns eine Identität, die Halt gibt: Ausbildung, beruflicher Werdegang, Job, Kollegen, Karriere, eine eigene Familie, Partnerschaft, Kinder, gemeinsame Erlebnisse. Doch oft bekommen diese Traumerzählungen Risse, manche lassen sich nicht verwirklichen oder gehen in die Brüche. Der Mensch hat viele Strategien, um damit umzugehen oder diese Krisen zu bewältigen, manche sind toxisch: Verleugnung, Wegschauen, Beharren, Verheimlichen, und immer wieder dasselbe versuchen - obwohl es zu nichts führt. Manche sind gut - Neuanfang, Evaluierung, kritische Auseinandersetzung mit Zielen, Wünschen und Schritten hin zu deren Verwirklichung. Woher kommt die Angst, die einen auf einem normalen Lebensweg immer wieder heimsucht und wie können wir ihr selbstwirksam begegnen? Sabine Nikolay über eingeübte Muster und Neubewertungen. Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 21. 01. 2026.

Keine Panik. Angststörungen (3)

Keine Panik. Angststörungen (4)

Die Mikro-Angst."Wenn es Ihnen ganz schlecht geht, lächeln Sie", sagt die Psychoanalytikerin Erika Friedman. "Irgendwann realisiert das Gehirn: Der Mensch lächelt, also muss ich glücklich sein" - und setzt Endorphine frei, woraufhin sich tatsächlich ein Glücksgefühl einstellt. Ein ähnlicher Mechanismus kann auch der pathologischen Angst, unüberwindbaren Angstgefühlen und Panikattacken zugrunde liegen: Wer lange Kummer hat, bekommt früher oder später Magenschmerzen oder gar ein Magengeschwür. Bakteriell verursachte Magengeschwüre, eine gestörte Verdauung oder eine Gastritis können ebenso wirken: der Mensch entwickelt Angstgefühle scheinbar ohne Grund. Wie wirken Mikroben auf unsere Psyche? Sabine Nikolay untersucht mögliche Ursachen krankhafter Angst im Darm - und stellt Heilungsmethoden vor. Gestaltung: Sabine Nikolay. Gesendet in Ö1 am 22. 01. 2026.

Keine Panik. Angststörungen (4)

Alte weise Frauen: Monika Rosen

Monika Rosen gilt als DIE Finanz- und Börsenexpertin in Österreich. Sie war über zwei Jahrzehnte lang Chefanalystin der Unicredit Bank Austria AG und ist eine gefragte Spezialistin rund um alle Geldthemen. Monika Rosen hat einen österreichischen und einen amerikanischen Studienabschluss und ist zertifizierte Börsenhändlerin, nach insgesamt 33 Jahren am Börsenparkett ging sie 2022 in den Unruhe-stand. Seit ihrer Pensionierung im April 2022 ist sie selbständig in ihrem Fachgebiet aktiv, u. a. durch Vorträge und regelmäßige mediale Auftritte. In dieser Folge spricht sie mit Alexandra Augustin darüber, wie Frauen finanzielle Unabhängigkeit erreichen können. Gestaltung: Alexandra Augustin. Diese Eigenproduktion des ORF wurde am 19.03.2026 auf Ö1 Campus gestreamt.

Alte weise Frauen: Monika Rosen

Alte weise Frauen: Elfriede Hammerl

Der Ruf nach Gleichberechtigung der Frauen, nach gleichen Rechten, gleichem Lohn und nach Anerkennung der Arbeit für Haushalt und Familie zieht sich wie ein roter Faden durch die Arbeit der Journalistin und Buchautorin Elfriede Hammerl: Sie war Mitinitiatorin des ersten Frauen-Volksbegehrens und gehörte von 1996 bis 1998 dem Unabhängigen Frauenforum an. Seit den 1970er-Jahren verfasst Elfriede Hammerl ihre feministischen Kolumnen für diverse Zeitungen und Zeitschriften, verfasst Bücher und hat 1997 auch das erste Frauenvolksbegehren mit ins Leben gerufen. In dieser Folge spricht sie mit Alexandra Augustin darüber, was Frauen eigentlich alles (alleine) leisten. Gestaltung: Alexandra Augustin. Diese Eigenproduktion des ORF wurde am 19.03.2026 auf Ö1 Campus gestreamt.

Alte weise Frauen: Elfriede Hammerl

Alte weise Frauen: Christine Haiden

In der feministischen Interviewreihe "alte weise Frauen" kommen statt der sogenannten "alten weißen Männer" "alte weise Frauen" zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. In dieser Ausgabe ist die renommierte österreichische Journalistin und Autorin Christine Haiden zu Gast. Sie war fast 30 Jahre lang Chefredakteurin der Welt der Frauen - einst die erste Frauenzeitschrift Österreichs - und sie ist Präsidentin des OÖ-Presseclubs. 2008 war sie Managerin des Jahres und 2013 wurde ihr der Eduard-Ploier-Journalistenpreis verliehen. Gestaltung: Alexandra Augustin. Diese Eigenproduktion des ORF wurde am 19.03.2026 auf Ö1 Campus gestreamt.

Alte weise Frauen: Christine Haiden

Alte weise Frauen: Lore Hostasch

Hohe poltische Ämter sind immer noch hauptsächlich männlich besetzt - aktuell wohl bekanntestes Beispiel ist der amtierende US-Präsident Donald Trump - er ist im Jänner 2025 mit 78 Jahren als bisher ältester US-Präsident bei Amtsantritt angelobt worden. Wann die erste, fast 80-jährige Frau Präsidentin wird, das steht wohl noch in den Sternen. Aber es gibt hierzulande einige politische Pionierinnen, etwa Elenora "Lore" Hostasch. Hostasch war die erste Frau als Gewerkschaftsvorsitzende (1989, GPA) und Arbeiterkammerpräsidentin (1994). Von der kaufmännischen Angestellten arbeitete sie sich empor bis in den Nationalrat. Von 1997 bis 2000 bekleidete sie das Amt der Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die "Grande Dame der Österreichischen Sozialpartnerschaft" spricht mit Alexandra Augustin darüber, wie Frauen an die Macht kommen. Gestaltung: Alexandra Augustin. Diese Eigenproduktion des ORF wurde am 18.03.2026 auf Ö1 Campus gestreamt.

Alte weise Frauen: Lore Hostasch

Alte weise Frauen: Helga Kromp-Kolb

Wie man sich gegen alle Widerstände durchsetzt.Helga Kromp-Kolb war ab den 1970er Jahren Österreichs erste Klimawandelforscherin - und das noch zu einer Zeit, als von der "Klimakrise" und dem Klimawandel medial und gesellschaftlich keine Rede war: Von 1986 bis 1995 leitet sie die Abteilung "Umweltmeteorologie" an der Universität für Bodenkultur in Wien. Und an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik baut sie die gleichnamige Abteilung auf. Ab 1995 war Helga Kromp-Kolb Universitätsprofessorin an der Universität für Bodenkultur - damals lag der Anteil der Professorinnen an den Universitäten bei knapp 4 Prozent. In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60! Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 6. 10. 2025.

Alte weise Frauen: Helga Kromp-Kolb

Alte weise Frauen: Elisabeth Lukas

Wie man ein sinnerfülltes Leben lebt.Die "Sinnzentrierte Psychotherapie", auch als Logotherapie oder Existenzanalyse bekannt, ist eine von Viktor Frankl begründete Therapieform, die sich auf die Suche nach Sinn und Bedeutung im Leben konzentriert. Eine seiner wichtigsten Schülerinnen war Elisabeth Lukas: Sie gilt heute als eine der bedeutendsten österreichischen Psychotherapeutinnen und klinischen Psychologinnen und als Expertin für Logotherapie. Sie spezialisierte sich vor allem auf die praktische Anwendung und Weiterentwicklung der von Frankl begründeten sinnzentrierten Psychotherapie. In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60! Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 09. 10. 2025.

Alte weise Frauen: Elisabeth Lukas

Alte weise Frauen: Brigitte Ederer

Wie man CEO wird.Siemens - ein großer Name, der einst eng mit dem Wiener Wirtschaftsstandort und dem Aufstieg der Elektroindustrie verbunden ist. Und ein großer Name in der Geschichte von Siemens ist Brigitte Ederer: Geboren wurde sie 1956 als Tochter einer alleinerziehenden Mutter in Wien. Die Mutter arbeitete als Reinigungskraft, um ihren zwei Kindern eine Bildung zu ermöglichen. Mit nur 27 Jahren zog Brigitte Ederer 1983 in den Nationalrat ein - die erste Abgeordnete unter 30. Im April 1992 wurde Ederer unter Vranitzky Staatssekretärin für europäische Integration und Entwicklungszusammenarbeit. 2000 wechselte Brigitte Ederer in den Vorstand der Siemens AG Österreich. 2005 wurde sie Generaldirektorin. In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60! Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 05. 10. 2025.

Alte weise Frauen: Brigitte Ederer

Alte weise Frauen: Andrea Brem

Gewalt gegen Frauen - Frauen gegen Gewalt.Was Gewalt gegen Frauen angeht, liegt Österreich EU-weit im traurigen Spitzenfeld und die COVID-19-Pandemie hat die Problematik weiter zugespitzt. Natürlich ist Gewalt gegen Frauen kein neues Phänomen aber nicht immer gab es Hilfe für diese Frauen. Geändert hat sich das in Österreich 1978, als das erste Frauenhaus Österreichs gegründet wurde. Andrea Brem hat viele Frauenhäuser in Wien mit aufgebaut. Von 2001 bis 2024 war Andrea Brem Geschäftsführerin im Verein Wiener Frauenhäuser. 2013 gründen die Wiener Frauenhäuser, das Frauenhaus in Graz und das Haus der Frau in St. Pölten den Zusammenschluss österreichischer Frauenhäuser, mit Andrea Brem als Vorsitzende. In dieser feministischen Interviewreihe kommen statt der sogenannten „alten weißen Männer“ „alte weise Frauen“ zu Wort, um über gesellschaftspolitische Zustände zu reflektieren. Es gilt eine Regel: Ü60! Gestaltung: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 08.10.2025.

Alte weise Frauen: Andrea Brem

Das Gute Leben (3)

Freude am Sein. Gestaltung: Alexandra Augustin, Judith Brandner, Johannes Kaup, Juliane, Lehmayer, Sabine Nikolay, Barbara Volfing. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet am 24. 12. 2025.

Das Gute Leben (3)

Das Gute Leben (2)

"Trotzdem" Ja sagen. Gestaltung: Alexandra Augustin, Ute Maurnböck, Johannes Kaup. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 23. 12. 2025.

Das Gute Leben (2)

Das Gute Leben (1)

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Und wer etwas für die Gemeinschaft tut, ist glücklicher und zufriedener, weiß auch die Hirnforschung. Wenn wir uns für andere einsetzen, entsteht etwas, das weit über uns hinauswirkt. Folge 1: Handeln für Alle - Wirken fürs Ganze. Gestaltung: Sonja Bettel, Daniel Kruppa, Ute Maurnböck, Diana Köhler, Barbara Volfing. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 22. 12. 2025.

Das Gute Leben (1)

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (1)

Vor bald vier Jahren hat Russland die große Invasion der Ukraine begonnen. Aus Kindern sind Waisen geworden, aus Museums-Managerinnen Kultur-Kämpferinnen, aus Kleinunternehmern Soldaten und aus Soldaten oft Invalide. Stefan Schocher berichtet von einem Alltag in einem Land, das sich zur Wehr setzt. Folge 1: Leben mit Flugabwehr - der zähe Kampf gegen Drohnen. Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 15. 12. 2025.

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (1)

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (2)

Die russische Besatzung ukrainischer Gebiete geht nebst Gewalt mit drei Dingen einher: neuen Lehrplänen für die Schulen, Kulturpolitik mitsamt Umdeutung von Museen und der russischen Kirche. Russland hat über Jahrhunderte für sich in Anspruch genommen, die Geschichte der Ukraine zu schreiben und die Kultur dieses Landes zu definieren - und tut das nach wie vor. Kunst, Kultur und Geschichte sind ein Feld, das Russland auch immer dazu benutzt hat, um Einfluss zu nehmen. Spätestens seit der Revolution der Würde 2014 hat die Ukraine das aber selbst in die Hand genommen. Heute ist das einst wichtigste russische Kloster in der Ukraine ein Museum, in dem ukrainische Geschichte von ukrainischen Historikern und Kunsthistorikern erzählt wird. Die Leiterin der Vereinigung ukrainischer Museen, Milena Chorna, führt durch das Kyiver Pecherska Lavra und eine Ausstellung. Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 16. 12. 2025.

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (2)

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (3)

Eine Generation, die mit Krieg aufwächst.Russlands Krieg gegen die Ukraine hat mit sich gebracht, dass hunderttausende Menschen unter täglichem Beschuss leben. Großstädte wie Kharkiv, Sumy, Mykolayiv oder Zaporizhzhja werden immer wieder schwer beschossen. Vor allem Kinder leiden darunter. Viele sind bereits mehrmals umgezogen, haben Verwandte oder Schulfreunde verloren, viele haben es auch erlebt, wie diese gestorben sind. Was tun mit diesen Erfahrungen? Wie damit umgehen? Wie wirkt sich das aus? Im Rahmen von Feriencamps lernen Kinder, wie sie mit Wut, Ohnmacht und Trauer umgehen können. Nicht zuletzt sind solche Camps aber ganz einfach eine freudvolle Auszeit aus einem Alltag, der nicht viele Freuden bietet. Eine Psychologin sagt: Diese Kinder machten keine Pläne für ihr Leben, dafür sei ganz einfach kein Platz. Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 17. 12. 2025.

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (3)

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (4)

Der Krieg und seine invaliden Heimkehrer.Je länger dieser Krieg dauert, desto mehr wird Invalidität zum Thema. Das Problem ist, dass die Ukraine weder administrativ noch infrastrukturell auf diese Flut vorbereitet ist. Der Unterschied zwischen der Ukraine und der EU seien 15 Zentimeter sagt Sasha Kikin, ein Kriegsinvalider, der zu so etwas wie einem Sprecher für die Anliegen von Kriegsinvaliden geworden ist. Was er damit meint, sind Treppen. Denn die sind überall in der Ukraine. Sasha Kikin ist zugleich auch Golf-Trainer für Veteranen. Denn Golf, ist der wohl inklusivste Sport, der zugleich Konzentration und Bewegungsfähigkeit trainiert. Beim Veteranen-Golf geht es allerdings um viel mehr als das Spiel, sondern vor allem auch um Gemeinschaft. Gestaltung: Stefan Schocher. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 18. 12. 2025.

Ukraine - oder der nicht so alltägliche Alltag im Krieg (4)

Gendermedizin - Mythen, Macht und Meilensteine (1)

Wer zum Beispiel verstehen möchte, wie sich Mythen rund um das Thema Frauengesundheit teilweise bis heute halten konnten, muss nur einen Blick in die Geschichte werfen: Das Patriarchat ist tief in der Medizin verwurzelt, das führt zu gefährlichen Versorgungslücken und Behandlungsfehlern. Doch wie kommt man hin zu einer guten medizinischen Versorgung - für alle Menschen? Folge 1: Ein Blick in die Geschichte. Gestaltung: Katrin Grabner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 15. 12. 2025.

Gendermedizin - Mythen, Macht und Meilensteine (1)

Frauen mit Courage: Doris Brehm (4)

Sie hatte unter der Nazi-Herrschaft ein lebensgefährliches Amt: Doris Brehm war "U-Boot"-Referentin. Die Bibliothekarin verschaffte Jüdinnen und Juden sowie Deserteuren geheime Unterkünfte - und rettete so vielen das Leben. Anerkennung bekam sie dafür nie. Nun wurde ihr Roman "Eine Frau zwischen gestern und morgen" über das Leben im Verborgenen wiederentdeckt. Ist wirklich jede Frau ein "Sonderfall"? Ein Einzelfall, der keine weiteren Entwicklungen nach sich zieht? In dieser Reihe stehen vier völlig verschiedene "Frauen mit Courage" im Mittelpunkt, die auch heute noch als "Sonderfall" gehandelt werden. Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 18. 09. 2025.

Frauen mit Courage: Doris Brehm (4)