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SWR Bestenliste März 2026
Ein vielleicht gar nicht mal so überraschendes Ergebnis lieferte die Bestenliste-Runde im Freiburger Literaturhaus. Werke, die auf die Vergangenheit zurückblicken, führten nicht selten zu hitzigen Diskussionen über die Gegenwart. Meike Feßmann, Eberhard Falcke und Jörg Magenau diskutierten über vier auf der SWR Bestenliste im März verzeichneten Werke. Auf Platz 4 steht ein Buch aus der Friedenauer Presse, nämlich Banines „Liebe ist Dir verboten. Ernst Jünger und ich. Aufzeichnungen 1942-1991“. Die von Alexander Pschera übersetzten, eingeleiteten und herausgegebenen Reflexionen der in Baku geborenen Schriftstellerin führten zur kontrovers beantworteten Frage, wie neben der geistigen Anziehung das erotische Verhältnis, insbesondere ein sexueller Übergriff Jüngers zu bewerten sei. Safae el Khannoussis Roman „Oroppa“ in der deutschen Fassung von Stefanie Ochel wird durchweg gelobt. Das Buch der marokkanisch-niederländischen Autorin, das im Hanser Verlag erschienen ist, steht auf Platz 3 der März-Bestenliste und zeichnet sich vor allem durch eine vielschichtige und zunächst nicht leicht zu lesende Mehrstimmigkeit aus. Trotzdem oder auch gerade deshalb wird es als „Meisterwerk“ gefeiert. Kurios, komisch und surreal ist Dorota Masłowskas Episodenroman „Im Paradies“, den Olaf Kühl für den Rowohlt Berlin Verlag aus dem Polnischen ins Deutsche übertragen hat. Die ästhetischen Mittel der Autorin und das Roman-Etikett werden innerhalb der Jury unterschiedlich bewertet, genau wie die Frage, ob „Im Paradies“ (Platz 2) auch als Gesellschaftsportrait Polens zu lesen sei. Äußerst kritische Anmerkungen gab es zu Judith Hermanns Erinnerungsbuch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit (S. Fischer Verlag). Hermann begibt sich auf Spurensuche in Polen. Dort möchte sie mehr über ihren Großvater erfahren, der Mitglied der SS und mutmaßlich an Verbrechen der Besatzer beteiligt war. Doch die Recherche verläuft im Dunklen. Worum geht es in dem Text? Handelt es sich um eine literarische Familienaufstellung? Wie fügt sich der Besuch der Erzählerin bei der Schwester in Neapel in die Gesamtkonstruktion ein? Welche Rolle spielt der Stil der Autorin bei Einordnung des Buchs? Es wurden viele Fragen gestellt, die zu heftiger Kritik der Jury führten. Ein Buch, das auf Platz 1 der SWR Bestenliste steht, das Publikum nachdenklich stimmt und Debatten über die Gegenwart der Vergangenheit auslöst. Aus den vier Büchern lasen Antje Keil und Sebastian Mirow. Durch den Abend führte Carsten Otte.

Safae el Khannoussi: Oroppa | Lesung und Diskussion
Abergel ist eine jüdisch-marokkanische Künstlerin, die aus politischen Gründen Marokko verlassen hat. Nun verschwindet sie spurlos. Eine Gruppe von Menschen macht sich auf die Suche nach ihr, und die Suchenden erzählen dabei die eigenen Geschichten.

Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit | Diskussion und Lesung
Judith Hermanns Großvater, geboren 1904, starb vor ihrer Geburt. Er war Mitglied der Waffen-SS. Und er war ein Täter. Judith Hermann folgt in ihrem neuen Buch auf tastende Weise den Spuren dieses Mannes.

Dorota Masłowska: Im Paradies | Lesung und Diskussion
Die polnische Autorin verbindet und trennt Figuren unterschiedlichster Milieus auf überraschende und oft schroffe Weise. Die Sprache ist hart, doch manchmal blitzen in der zersplitterten Welt noch Relikte alter Gefühle auf.

Banine: Liebe ist dir verboten. Ernst Jünger und ich | Lesung und Diskussion
Ernst Jünger ist der vielleicht umstrittenste deutsche Autor des 20. Jahrhunderts. Das nun publizierte Tagebuch der französischen Schriftstellerin Banine eröffnet spannende Einblicke in Jüngers Pariser Zeit während der deutschen Besatzung.

Fleur Jaeggy – Mutmaßliche Leben
In extrem dichten und prägnanten biographischen Erzählungen nähert sich Fleur Jaeggy drei hochbegabten und exzentrischen Autoren der englisch- und französischsprachigen Moderne.

Ein Täter als Leerstelle: Judith Hermanns neues Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“
In „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ begibt sich Judith Hermann auf die Spuren ihres Großvaters, der als Angehöriger der SS an Verbrechen in Polen beteiligt war. Rezension von Christoph Schröder

Ein Land wird erwachsen: Die Gründerjahre der Bundesrepublik
Eine mitreißende Erzählung über die unmittelbare Nachkriegszeit in Deutschland, die bunt und vielfältig war und das Land bis heute prägt.

Der alte Schriftsteller und das junge Mädchen
Die 14-jährige Tanja trifft auf einer Ausstellung ihres Vaters einen über 30-jährigen Schriftsteller und hält ihn für ihre große Liebe. Ein Roman nach wahren Ereignissen.

Reise durch ein Land im Wandel mit der USA-Expertin Rieke Havertz
In „Goodbye, Amerika?“ vermisst Journalistin Rieke Havertz das deutsch-amerikanische Verhältnis neu und fragt, was von ihrem eigenen, und unserem, Amerika-Bild geblieben ist.

Neue Bücher von Tomer Gardi, Cihan Acar und Oisín McKenna
Kapitalismus auf zwei Rädern bei Tomer Gardi, eine Prognose zu Favoriten für die Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse und ein Gespräch über Fan Fiction

Tiefgründig und schelmisch-witzig zugleich – „Liefern“ von Tomer Gardi
Tomer Gardi macht Essenslieferanten zu Chronisten unserer globalisierten Gegenwart – ein Roman über Ausbeutung, Würde und Menschlichkeit im System der Plattformökonomie.

Quälende Ungewissheit: „Casino“ von Cihan Acar
Der Heilbronner Autor Cihan Acar liebt das Spiel mit Widersprüchen. In seinem neuen Roman „Casino“ beschreibt er die fragwürdige Karriere eines Mannes, der seine Familie vor eine unmögliche Entscheidung stellt. Rezension von Silke Arning

„Hitzetage“ von Oisín McKenna: Ein gelungenes, ambitioniertes Debüt
„Hitzetage“ von Oisín McKenna konfrontiert die Zukunftswünsche einer Gruppe junger Londoner mit der harschen Realität einer Großstadt, die ihnen das Überleben zunehmend unmöglich macht. Rezension von Claudia Fuchs

„Fans holen sich, was in den Geschichten fehlte“ – Lucien Haug über die Macht von Fan Fiction
Fanfiction schreibt große Stoffe um – queerer, feministischer, politischer. Lucien Haug erzählt, warum ihn das berührt und was er mit seinem Fan Fiction Magazin „Danke“ vorhat.

„Ich liege meistens falsch“ – Wunsch-Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse
Am 25. Februar wird die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben. Literaturredakteur Carsten Otte nennt seine Favoriten.

Gegen den Judenhass. Der Rapper Ben Salomo kämpft gegen Antisemitismus an deutschen Schulen
Der deutsch-israelische Rapper Ben Salomo kämpft gegen den wachsenden Antisemitismus: mit Initiativen, die Schüler aufklären sollen. Seine Erfahrungen an deutschen Schulen schildert er jetzt in einem Buch.

Der Tod des Beamten
Das Leben lässt sich nicht regulieren – diese bittere Einsicht wird dem EU-Beamten Franz Fiala schmerzhaft zuteil. Politische Hoffnungen und private Pläne zerschellen in dieser dunklen Novelle.

Vertraglich verbriefte 60-Stunden-Woche
Zwei Jahrzehnte lang war Hu Anyan einer von 300 Millionen chinesischen Wanderarbeitern. In „Ich fahr Pakete aus in Peking“ erzählt er von seinen 19 Jobs im Billiglohnsektor.

Versteinerung und Todeshauch: Philipp Theisohn über Conrad Ferdinand Meyer
In einer fesselnden Biografie schildert der Literaturwissenschaftler Philipp Theisohn Leben und Werk des Schweizer Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer.

Mit neuen Büchern von Norbert Gstrein, Joanna Bator, Ricarda Junge und Pierre Michon
Norbert Gstrein erfindet sich neu und bleibt doch er selbst. Ricarda Junge erlebt das tägliche Schulchaos und findet doch auch Zärtlichkeit. Und Joanna Bator führt durch unheimliche postmoderne Welten.

Von Frauen mit Fledermausflügeln und anderen Seltsamkeiten
Joanna Bator erzählt 16 Geschichten, die für sich stehen können, aber ineinander verflochten sind. Sie erzählen von Alltäglichem, hinter dem das Unheimliche lauert.

Ricarda Junge: „Die Schule zeigt nur, was überall gilt: Dauerkrisen ohne Pausen“
Eltern, die die Erziehung an die Schule delegieren. Behörden, die sich hinter Abkürzungen verschanzen: Ricarda Junges Roman „Die schönste Zeit“ erzählt schonungslos von Überforderung auf allen Seiten. Christoph Schröder im Gespräch mit Ricarda Junge

Die ursprüngliche Kraft des Lesens: Pierre Michons „Wintermythologien“
Jedes Leben gewinnt Bedeutung, wenn man nur von ihm erzählt. In den „Wintermythologien“ erweist sich Pierre Michon einmal mehr als ein Meister der historischen Miniatur. Rezension von Leander Berger

„Polarisierung hilft niemandem"
Der Kultur droht der Rotstift. In Freiburg ist die Lage noch stabil. Katharina Knüppel vom Literaturhaus Freiburg über neue Zielgruppen, Programmplanung und ein Jubiläum im Herbst.

Reinhard Bingener, Markus Wehner – Der stille Krieg. Wie Autokraten Deutschland angreifen | Buchkritik
Verdeckte Operationen gegen Deutschland nehmen zu, mutmaßlich gesteuert von Russland, China, Iran oder Nordkorea. Dieses Buch zeigt das ganze Ausmaß des „stillen Kriegs“.

Magdalena Schrefel – Das Blaue vom Himmel | Buchkritik
Die österreichische Autorin Magdalena Schrefel verwebt in „Das Blaue vom Himmel“ Klimapolitik mit persönlicher Leere – zwischen Vater, Tochter und verlorener Mutter.

Mit einer Salami-Pizza zurück ins Leben: Notfallseelsorger erzählen von ihren Einsätzen
Was hilft uns, wenn wir in eine Extremsituation geraten? Die beiden Notfallseelsorger Albi Roebke und Lisa Harmann erklären es mit Beispielen aus ihren bewegendsten Einsätzen.

Lust und Leid – Was Pompeji mit unserer Gegenwart zu tun hat
In „Pompejis letzter Sommer“ erzählt Archäologe Gabriel Zuchtriegel mitreißend vom Leben kurz vor der Katastrophe und davon, wie nah uns diese untergegangene Welt noch ist.

Von Technokratie und Widerstand
In „Das Dream Hotel“ entwirft die marokkanische Autorin Laila Lalami eine düstere Zukunft: Tech-Firmen haben die Macht übernommen und Data-Mining ist die neue Sicherheits-Norm.

Poems of Minneapolis
Seit den tödlichen Schüssen in Minneapolis nimmt der Widerstand gegen die Regierung Trump an Fahrt auf. Auch Dichter und Sänger schreiben zunehmend gegen die Razzien der ICE an. Reportage von Ulrich Rüdenauer

Neue Bücher von David Hugendick, Laila Lalami und Stefan Hertmans
Heute sprechen wir über das Stottern. Und hören neue Songs und Lyrik über Minneapolis. Wir begegnen „Alten Meistern“ bei Heinrich Steinfest und im neuen Roman von Stefan Hertmans.

„Ist es nicht feige, immer ironisch zu sein?“ - Stefan Hertmans schrieb mit „Dius“ einen Künstlerroman
Anton und Dius sind Freunde. In seinem neuen Roman „Dius“ erzählt Stefan Hertmans die Geschichte einer aufgeladenen Künstlerfreundschaft zwischen Gent und Bergamo.

„Ein wunderbares Geschimpfe über Österreich und die Kunst“
Der österreichische Autor Thomas Bernhard hat Heinrich Steinfest inspiriert. Hier erzählt Steinfest, was er insbesondere an Bernhards Museumsroman „Alte Meister“ schätzt.

David van Reybrouck – Die Welt und die Erde
Der Historiker David van Reybrouck plädiert in seinem scharfsichtigen und streitbaren Essay „Die Welt und die Erde“ für einen Paradigmenwechsel in der internationalen Klimapolitik.

Hilfsbereitschaft unter Hilfsbedürftigen - Neuer Roman von Stewart O’Nan: „Abendlied“
Vier alte Frauen gründen in den USA einen Club, um anderen Senioren zu helfen. Mit Solidarität setzen sie ein Zeichen gegen gesellschaftliche Spaltung und finden einen neuen Lebenssinn.

Wie Gelassenheit lernen angesichts multipler Krisen?
Wie lässt sich angesichts von Kriegen, Krisen und Katastrophen Gelassenheit bewahren? Kulturwissenschaftler Helmut Lethen geht dem Ganzen in seinem Essay „Stoische Gangarten“ nach.

SWR Bestenliste Februar
Traumlogik und Erinnerungsarbeit: Martina Läubli, Judith von Sternburg und Christoph Schröder diskutierten in der Bühler Mediathek vier Werke, die auf der SWR Bestenliste im Februar verzeichnet sind. Auf dem Programm standen mit „Vaim“ der neue Roman von Literaturnobelpreisträger Jon Fosse (Platz 5), mit „Ein Jahr in der Natur“ von Josephine Johnson eine Erstübersetzung aus dem Jahre 1969 (Platz 3), mit „Trag das Feuer weiter“ der Abschluss einer Familientrilogie von Leïla Slimani (Platz 2) und mit „Abschied(e)“ von Julian Barnes ein Buch über Erinnerungsarbeit angesichts des nahenden Todes. Begeistert zeigte sich die Jury von Jon Fosses „Vaim“ in der deutschen Fassung von Hinrich Schmidt Henkel aus dem Rowohlt Verlag. Drei Männer erzählen, eine Frau entscheidet. Fosses Prosa in kapitellangen Sätzen, die von Einsamkeit in der norwegischen Provinz erzählen, von Freundschaften und fatalen Beziehungen, überzeugte selbst einen ehemaligen Kritiker des Autors. Ein Text, getragen von einer melancholischen „Traumlogik“, erklärte Jury-Mitglied Christoph Schröder. Fosse-Kennerin Martina Läubli ordnete die Geschichte, in der am Ende fast alle Figuren gestorben sind, in das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers ein. Die bislang jüngste Pulitzer-Preisträgerin wird in Deutschland wiederentdeckt, dank einer hochwertigen Edition in der Anderen Bibliothek. Josephine Johnsons „Ein Jahr in der Natur“ in der Übersetzung von Bettina Abarbanell und mit Illustrationen von Andrea Wan wird von der Bestenliste-Jury aber durchaus kontrovers diskutiert. Die Genauigkeit der Naturbeschreibungen, die niemals zu sprachlichen Überhöhungen der Flora und Fauna führen, wird gelobt. Doch die jahreszeitlichen Naturbetrachtungen seien zuweilen etwas erwartbar, sagt Judith von Sternburg. Auch die Schärfe und Aktualität der politischen Analyse ist Gegenstand des Gesprächs, webt die Autorin in ihre Chronik doch immer wieder Kommentare zum damaligen Vietnam-Krieg ein. Je länger der Abend, desto schärfer die Diskussion der Jury. Leïla Slimanis „Trag das Feuer weiter“ in der Übersetzung von Amelie Thoma aus dem Luchterhand Verlag wurde von Judith von Sternburg vorgestellt. Nach der Lesung aus dem Roman, in der es um die Zerrissenheit der Hauptfigur zwischen Marokko und Frankreich ging, kam Christoph Schröder auf die sprachlichen Schwächen zu sprechen. Während Läubli und von Sternburg ein Buch mit ambivalent gezeichneten Figuren gelesen haben wollen, kritisierte Schröder die seiner Meinung nach offensichtliche Schwarz-Weiß-Malerei, den willkürlichen Perspektivwechsel und die auf „Thrill“ angelegte Ästhetik selbst in einer Missbrauchsszene: „An diesem Buch stört mich so gut wie alles.“ Der Spitzenreiter der SWR Bestenliste im Februar ist Julian Barnes vermutlich letztes Buch „Abschied(e)“, das Gertraude Krueger für Kiepenheuer und Witsch ins Deutsche übertragen hat.

Leïla Slimani - Trag das Feuer weiter
Leïla Slimani ist ein internationaler Literaturstar. Mit ihrem neuen Roman schließt sie ihre autobiografische Trilogie ab. Mia, das Alter Ego, der Autorin, leidet an Brain Fog und reist zurück nach Marokko, in das Land ihrer Herkunft, um sich zu erinnern.

Julian Barnes: Abschied(e)
Am 19. Januar ist Julian Barnes 80 Jahre alt geworden, und „Abschied(e)“ soll sein letztes Buch sein. Behauptet der Autor und verabschiedet sich auf das Eleganteste von seiner Leserschaft: mit einem klugen, fein ironisch gewürzten Text.

Josephine Johnson - Ein Jahr in der Natur
Josephine Johnson ist bis heute die jüngste Pulitzer-Preisträgerin aller Zeiten. In diesem Buch erzählt sie von ihrem zurückgezogenen Leben in Ohio. Johnson unterzieht die sie umgebende Welt einer anschaulichen und bildstarken Betrachtung.

Jon Fosse - Vaim
Der Auftakt zu einer Trilogie. Mit 150 Seiten ist der Roman ein schmales und zugleich beeindruckendes Werk. Wenn der Begriff „Traumlogik“ irgendwo seine Berechtigung hat, dann hier. Drei Kapitel, drei Erzählstimmen. Eine Aneinanderreihung unerhörter Ereignisse.

Liz Moore – Der andere Arthur
Eine Jugendliebe, eine jahrzehntelange Brieffreundschaft. Als Arthur vom Sohn seiner großen Liebe Charlene erfährt, dem „anderen Arthur“, gerät alles ins Wanken.

Die geheime Kraft der Schwalbenherzen
Besen und lange Nasen sucht man hier vergeblich: Olga Ravn hat mit „Wachskind“ einen beeindruckenden Roman über Hexerei und die Poesie der Zaubersprüche geschrieben.

Erinnerungen des großen Historikers Heinrich August Winkler
Mit Studien zur Weimarer Republik und zur „Geschichte des Westens“ schuf Heinrich August Winkler Standardwerke. Nun blickt der Nestor der Geschichtswissenschaft auf sein Leben zurück.

Josephine Johnsons „Ein Jahr in der Natur"
Weit ihrer Zeit voraus war die US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzer-Preisträgerin Josephine Johnson, als sie sich 1969 in der Einsamkeit des Mittleren Westens in die Natur vertiefte. Rezension von Michael Kuhlmann

Über guten Journalismus in schwierigen Zeiten
Katrin Eigendorf berichtet meist von dort, wo geschossen wird. In ihrem Buch „Erzählen was ist“ beschreibt sie sehr fesselnd, wie ihre Arbeit in Kampfgebieten aussieht oder wie sie an ihre Informationen kommt. Und sie ordnet ein. Sie glaubt, so mancher Krieg hätte vermieden werden können, wenn die Politik, die deutsche eingeschlossen, besser informiert gewesen wäre. Rezension von Eva Karnofsky

Mit neuen Büchern von Mirna Funk, Barbara Honigmann und Denis Pfabe
Neue Bücher von Mirna Funk, Barbara Honigmann und Denis Pfabe. Außerdem feiern wir E.T.A. Hoffmanns 250. Geburtstag, diskutieren über die neue Verfilmung von „Wuthering Heights“ und sprechen mit Deniz Yücel über Heimat.

Denis Pfabe – Die Möglichkeit einer Ordnung
Zehn Jahre lang hat der Autor Denis Pfabe als Gabelstapelfahrer im Baumarkt gearbeitet. In seinem Roman „Die Möglichkeit einer Ordnung“ schreibt er über das Leben zwischen Regalen voller Schrauben und Glühbirnen. Rezension von Daniel Stender

Reden wir über Heimat. PEN Berlin startet Gesprächsreihe in Baden-Württemberg
Unter dem Titel „Ist das noch|schon mein Land?“ lädt der PEN Berlin zu einer umfangreichen Gesprächsreihe in ganz Baden-Württemberg ein. Kristine Harthauer im Gespräch mit Deniz Yücel

Mirna Funk – Balagan
„Eine jüdische Geschichte im Jahr 2024 hat automatisch eine politische Ebene“ – Mirna Funk über ihren Roman „Balagan. Kristine Harthauer im Gespräch mit Mirna Funk

Liebe, Moor und ein bisschen BDSM: Warum „Sturmhöhe“ im Kino sexy sein muss
Die neue „Wuthering Heights“-Verfilmung spaltet noch vor dem Erscheinen das Netz. Weshalb Erotik und Streit der Romanvorlage damit treu bleiben.

E.T.A. Hoffmann - Schauerlich romantisch und unheimlich modern
Er ist einer der meistverfilmten Autoren: E.T.A. Hoffmann hat unendlich viele Spuren hinterlassen – von Fritz Lang bis Harry Potter. Vor 250 Jahren wurde er geboren. Der Literaturprofessor Wolfgang Bunzel nennt E.T.A Hoffmann einen Seismografen, der seiner Zeit voraus war.

Barbara Honigmann – Mischka. Drei Porträts
Zwischen Küchendampf und Geheimnissen erinnert sich Barbara Honigmann in „Mischka“ an eine Frau im Moskau der 1960/70er, die ihr die dunklen Seiten des Kommunismus zeigte.

Mörderische Teenagerinnen in einer englischen Küstenstadt
Drei Teenagerinnen ermorden in einer englischen Küstenstadt ihre Mitschülerin – das ist bester True-Crime-Stoff. Findet auch der Journalist Alec Z. Carelli. Aber seine Methoden sind nicht lauter – und „Penance“ ist kein True-Crime-Roman. Rezension von Sonja Hartl

Mit Mascha Kaléko durch das Jahr 1956 „Wenn ich eine Wolke wäre. Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“ von Volker Weidermann
Januar 1956: nach 18 Jahren in New York kehrt Mascha Kaléko nach Deutschland zurück und endet schließlich in Berlin, wo sie in den 20er und 30er Jahren am glücklichsten war.

Prinzessin liest Proust
Laure Murats Essay erkundet die eigene Familie mithilfe von Proust, und Proust mithilfe der eigenen Familie. Die persönliche Selbstvergewisserung einer Frau, die mit ihrer Herkunft bricht.

Das Unrecht des Stärkeren
Spannend wie ein Thriller: Journalist Can Dündar wird nach einem Artikel über illegale Waffenlieferungen in der Türkei zum Staatsfeind Nummer eins. Jahre später trifft er seinen potenziellen Attentäter.

Raffinierter Roman, grobschlächtiger Sex
Für den Generationenroman „Zeit der Mutigen“ hat Dimitré Dinev den Österreichischen Buchpreis 2025 erhalten. Darin erzählt der 1990 aus Bulgarien nach Österreich geflüchtete Autor die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Rezension von Eeva Aichner

Passionsgeschichte eines Schriftstellers
Paul hat Pech im Leben und dann scheitert er auch noch mit seinem Roman über Herman Melville. Wie sich all das trotzdem in einen vielschichtigen Erzähltext verwandeln lässt, das zeigt Thomas Lang in „Melville verschwindet“. Rezension von Eberhardt Falcke

Neue Bücher von Bodo Kirchhoff, Leïla Slimani, Thomas Lang und Dimitré Dinev
Bodo Kirchhoff kreist unermüdlich um die Liebe, Sebastian Guggolz spricht über die Krise des Lesens, und Leïla Slimani schließt die Romantrilogie über die Geschichte ihrer Familie ab.

„Trag das Feuer weiter" ist ein Abschluss mit Unbehagen: Letzter Band der Marokko-Trilogie von Starautorin Leïla Slimani
Eine Schriftstellerin verliert ihr Gedächtnis und reist zurück in ihre Heimat Marokko. Leïla Slimanis Trilogie-Finale erzählt von Erinnerung, Familie und dem Leben zwischen zwei Kulturen.

„Man kann die Zahlen nicht schönreden“
Sebastian Guggolz ist der jüngste Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Im Gespräch gibt er Auskunft über seine Pläne.

Die alte Dame und ihr Pfleger
Der irische Comedian Graham Norton hat erneut einen Roman geschrieben: „Eine wie Frankie” überzeugt in den Beschreibungen einer Kindheit, rutscht aber allzu oft ins Triviale ab.

Must-Read für Anhänger und Kritiker von Verschwörungstheorien
Verschwörungen und Verschwörungstheorien gibt es, seitdem es Politik gibt. In seinem Buch zeigt Michael Butter, warum es wichtig ist, einen differenzierten Blick auf ihre Geschichte und Gegenwart zu werfen.

Peter Handke in Dichterparadiesen
Peter Handke auf Bergeshöhen, in italienischen Parks, im Tegernsee, beim Kicken, im Austausch mit Kollegen - so entspannt wie Isolde Ohlbaum hat den Schriftsteller wohl niemand sonst vor die Linse bekommen.

Alexander Clapp – Der Krieg um unseren Müll. Abgründe eines globalen Milliardengeschäfts
Alexander Clapps Buch „Der Krieg um unseren Müll“ beschreibt in fesselnden Reportagen, dass Abfallentsorgung fast nur Schattenseiten hat und selbst Recycling oft nicht unbedenklich ist.

„Das Selber-Schreiben wird in den Hintergrund treten“
Der Heidelberger Autor belmonte ist technikaffin und experimentierfreudig. In „Was bleibt von uns, wenn das Wasser kommt“ testet er aktuelle KI und präsentiert maschinelle Texte.

Mit neuen Büchern von Tatsuzō Ishikawa, belmonte, Gaspard Kœnig, Ulrike Draesner und Michael Stauffer
Heute schauen wir in die Zukunft. Wir prüfen einen Utopie-Entwurf fürs Jahr 2026 und erfahren mehr über KI-Literatur. Wir suchen Regenwürmer und reisen mit Penelope die Adria hoch.

Leinen los! Ulrike Draesner bereist das Nordmeer
Die Autorin Ulrike Draesner setzt die Segel: Sie reist von Tromsø ins nachtdunkle Nordmeer. Auch ihr neuer Lyrikband erzählt von einer Reise. Er spielt auf „penelopes sch()iff“. Katharina Borchardt im Gespräch mit Ulrike Draesner

Hier ist der Wurm drin
Ausgelaugte Böden und verschwindende Regenwürmer sind eine kaum beachtete ökologische Bedrohung. Gaspard Kœnig hat darüber einen klugen, komischen und fesselnden Gesellschaftsroman geschrieben.

Ein Reich der Frauen
Der Messias wird eine Schwarze Frau sein! Diese Ankündigung löst im Ruanda der 1930er Jahre Euphorie und Unruhen aus. Ein betörender Roman über Glaube, Hoffnung und Widerstandsfähigkeit. Rezension von Sonja Hartl

Krieg – und keiner geht hin? Eine Geschichte der Fahnenflucht
Deserteure – für die einen sind sie mutige Helden der Gewissensfreiheit, für andere Verräter an der Nation. Rolf Cantzen beleuchtet die historische, ethische, juristische und politische Dimension eines Themas, das angesichts der Forderung nach „Kriegstüchtigkeit“ nicht aktueller sein könnte. Rezension von Gerhard Klas

Oskar Fiala – ein unbekannter Autor und das Leid der Psyche
Der letztjährige Georg-Büchner-Preisträger Oswald Egger erzählt von seiner Entdeckung des unbekannten Autors Oskar Fiala. Literarisch begabt und zugleich ein Fall für die Psychiatrie geht er seinen Weg der Kreativität als psychisch Erkrankter. Rezension von Andreas Puff-Trojan

SWR Bestenliste Januar
Stilblüten, Schiffskarten und ein Hund namens Semmel – Daniela Strigl, Beate Tröger und Hubert Winkels diskutierten im Karlsruher Prinz-Max-Palais vier auf der SWR Bestenliste im Januar verzeichnete Werke. Auf dem Programm standen Nava Ebrahimis Roman „Und Federn überall“ (Luchterhand Literaturverlag), der Gedichtband „Portolan“ von Daniela Danz (Wallstein Verlag), Eva Schmidts Roman „Neben Fremden“ (Jung & Jung Verlag) und László Krasznahorkais Roman „Zsömle ist weg“ in der deutschen Fassung von Heike Flemming (S. Fischer Verlage). Die Jurydiskussion beginnt mit einer Kontroverse: Während Hubert Winkels die Konstruktion des Romans „Und Federn überall“ (Platz 4) lobte, war Beate Tröger über die Fülle der Stilblüten im Text verärgert. Daniela Strigl lobte zwar manche Figurenentwicklung und die Dialoge, sprach aber auch von einer inhaltlichen Überfrachtung in Ebrahimis Buch, das von Massentierhaltung, stupiden Arbeitsabläufen, prekären Lohnverhältnissen, zerbrochenen Familien, deutsch-polnischer Vergangenheit, gegenwärtiger Migration und der Erinnerungskultur handelt. Die Jury begab sich mit dem Gedichtband „Portolan“ auf vergangene und neue Seewege (Platz 3). Die anspielungsreiche Lyrik von Daniela Danz beschäftigt sich der globalisierten Frachtschifffahrt genauso wie mit den Möglichkeiten der Zerstreuung und Kontemplation, die das Meer und ihr sprachlicher Echoraum bietet. Auch der neue Roman von Eva Schmidt überzeugte das Podium. Die Geschichte der ehemaligen und inzwischen sehr einsamen Krankpflegerin wird einhellig gelobt – wegen der sprachlichen Präzision und der überraschenden Wendungen, die einen Ausweg aus der geschilderten Trostlosigkeit bieten (Platz 2). Den Spitzenplatz der SWR Bestenliste im Januar nimmt der neue Roman des frisch gekürten Literaturnobelpreisträgers ein. In László Krasznahorkais Roman „Zsömle ist weg“ möchte eine Truppe skurriler Monarchisten einen alten Mann, offenbar der Spross einer jahrhundertealten Adelslinie, zum König von Ungarn ausrufen. Die Jury ist von der sprachmächtigen Parodie auf gegenwärtigen (nicht nur ungarischen) Politpopulismus begeistert. Mit Zsömle ist nicht nur eine Semmel gemeint, sondern auch eine Reihe von dahinsiechenden Hunden. So unterhaltsam und komisch sei Krasznahorkai bislang noch nie gewesen, sagte Daniela Strigl, die ein wenig mit der Übersetzung hadert, weil sie an manchen Stellen etwas „bundesdeutsch“ klinge. Beate Tröger lobt hingegen die einfallsreiche und genaue Übertragung aus dem Ungarischen, für die Heike Flemming verantwortlich ist. Aus den vier Büchern lasen Isabelle Demey und Sebastian Mirow. Durch den Abend führte Carsten Otte.

Nava Ebrahimi: Und Federn überall
Eine Kleinstadt im Emsland. Ein trüber Montagmorgen. Sechs Menschen, deren Wege sich kreuzen, deren Biografien sich für einen Tag überlagern. Sie alle kommen aus ihren sozialen Zwängen und den Prägungen ihrer Herkunft nicht heraus.

László Krasznahorkai: Zsömle ist weg
Der neue Roman des ungarischen Literaturnobelpreisträgers von 2025: Onkel Jószi könnte der König von Ungarn sein, will aber nur seine Ruhe haben. Dann entdeckt ihn eine Gruppe von Monarchisten, die Ungarn wieder groß machen will.

Eva Schmidt: Neben Fremden
Die brillanteste Unterschätzte der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Eva Schmidts Romane zeichnen sich durch Beobachtungsgabe und Lebensklugheit aus. Die pensionierte Krankenschwester Rosa bricht in einem Campingbus auf, aber das Ziel steht noch nicht fest.

Daniela Danz: Portolan
Daniela Danz lässt in ihren Gedichten die Strömungen der Vergangenheit in die nervöse Gegenwart einfließen. In „Portolan“ fährt Danz die Schifffahrtsrouten der Welt lyrisch nach. Formbewusstsein trifft auf dichterische Freiheit.

Freuden und Leiden zum Fliegen bringen - Virginia Woolf über Krankheit
Die große britische Autorin Virginia Woolf reflektiert, was Kranksein für sie und uns bedeutet: Der Geist wird schwach und der schmerzende Körper schwingt sich zum Herrscher auf; aber Krankheit ist oft auch Katharsis, mithin Inspiration, Ideen kommen, eine neue Sicht auf die Welt beginnt. Rezension von Brigitte Neumann

Sabrina Orah Mark: Happily | Lesung und Diskussion
Wie lebt es sich als Mutter zweier jüdischer schwarzer Kinder in den amerikanischen Südstaaten? Sabrina Orah Mark antwortet mit dem Ernst einer Betroffenen und der Leichtigkeit einer verspielten Satirikerin.

Der unsagbare Krieg: Kamel Daouds neuer Roman „Huris“ | Buchkritik
Mit seinem Roman „Huris“ verleiht der algerische Schriftsteller all denen Stimme, die im algerischen Bürgerkrieg des Schwarzen Jahrzehnts gestorben oder verschwunden sind. Und bricht damit ein Tabu. Rezension von Claudia Kramatschek

Wenn Geschichte durch Literatur erfahrbar wird
Mit einer Sammlung unterschiedlicher Geschichten erweist sich Autor Artur Becker erneut als großartiger Erzähler. Gespräch mit Christoph Schröder

Und weiter geht´s – Eine Vorschau auf Jubiläen und neue Bücher 2026
Das Literaturjahr 2026 setzt die hochkarätigen Jubiläen fort - SWR Literaturchef Frank Hertweck gibt einen ersten Überblick.

Tausendseitige Emily-Brontë-Phantasie: Besuch bei der Autorin Anjet Daanje in Groningen
In ihrem preisgekrönten Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“ wendet Anjet Daanje Quantenphysik auf Emily Brontë an. Ein Meisterwerk. Besuch bei der Autorin in Groningen. Reportage von Katharina Borchardt

Neue Bücher von Anjet Daanje, Artur Becker und eine literarische Vorschau auf das Jahr 2026
Der Grenzgänger Artur Becker mit neuen Erzählungen, Anjet Daanjes gigantisches Lied auf Emily Brontë, die Liste verbotener Bücher und die literarischen Highlights im kommenden Jahr

Ein Jahr der Möglichkeiten: Das war das Literaturjahr 2025
Krise, Kriege, Thomas Mann und Deutscher Buchpreis, warum ein Roman im Konjunktiv gewann und Literatur neue Möglichkeiten eröffnet.

Aussortiert und gebannt – immer mehr Bücher stehen auf der „schwarzen Liste“
Die Verbannung von Büchern aus Schulen und öffentlichen Bibliotheken hat in den USA ein extremes Ausmaß angenommen. Vor allem Titel, die sich mit LQBTQ+-Themen, mit Feminismus oder Rassismus beschäftigen, landen auf dem Index. Aber auch Bücher namhafter Autorinnen wie Margaret Atwood oder Toni Morrison sind betroffen. Der Kulturkampf rechter und ultrakonservativer Gruppierungen hat längst auch Deutschland erreicht. Bibliotheken berichten über zerstörte Bücher, Übergriffe und Shitstorms. Doch der Widerstand gegen die Book Bans wächst. Eine Reportage von Nadine Kreuzahler

Liebe, Ehr‘ und „water closet“ – Der Anglist Manfred Pfister erforscht die Englische Renaissance
Anglist Manfred Pfister liefert mit dem Roman „Englische Renaissance“ eine umfangreiche und reich bebilderte Darstellung dieser Epoche, die an die Antike erinnert.

Eva Baltasar – Mammut | Buchkritik
Eine lesbische Frau will schwanger werden und aufs Land ziehen. Eva Baltasar erzählt von inneren Widersprüchen: drastisch, mit schwarzem Humor und bewegend.

David Szalay – Was nicht gesagt werden kann
David Szalay wurde in Montreal geboren, wuchs in London auf und lebt in Wien. Seine Bücher erzählen von globalisierten Schicksalen. Für „Was nicht gesagt werden kann“ erhielt Szalay nun den Booker Prize. Weihnachtstipp von Christoph Schröder

Zwischen Liederrausch und Maschinenliebe: Tatsuzō Ishikawas „Die letzte Utopie“
Wie dachte man sich einst das Jahr 2026? Mit „Die letzte Utopie“ schrieb Tatsuzō Ishikawa 1953 einen überraschend aktuellen Roman über das Zerbrechen einer robotergesteuerten Welt. Rezension von Oliver Pfohlmann

Mona Awad – Bunny
Ein düsterer BookTok-Hit voller Groteske und Wahnsinn: „Bunny“ zieht in den Bann – und die Fortsetzung kommt im Januar auf Deutsch. Weihnachtstipp von Elisabeth Bold

Mit neuen Büchern von Anthony Burgess, László Krasznahorkai, Tarjei Vesaas und Jon Fosse, mit Weihnachtstipps und einem neuen Lexikon
Heute geht es um große Männer: um den Sohn Gottes, einen Möchtegern-König und die Autoritäten des 20. Jahrhunderts. Und zwei Literaturnobelpreisträger sind auch in der Sendung.

Giovanni Boccaccio — Decameron
Ein literarisches Meisterwerk, ein Klassiker der Weltliteratur – Boccaccios Decameron: die Geburt der modernen Literatur aus den Erfahrungen der Pest im 14. Jahrhundert. Weihnachtstipp von Frank Hertweck

Francesca Melandri – Eva schläft
Mit „Eva schläft” feierte die italienische Autorin Francesca Melandri 2010 ihr Debüt. Eeva Aichner ist von der Lektüre im Jahr 2025 begeistert. Weihnachtstipp von Eeva Aichner

Diego Rodriguez-Robredo — Legendäre Tiere
Weltgeschichte mal anders: auf vier Beinen, mit Flossen oder Federn. Ein reich illustriertes Kindersachbuch zum Staunen und gemeinsamen Blättern an den Feiertagen. Weihnachtstipp von Theresa Hübner

Das Evangelium nach Burgess
Anthony Burgess‘ „Mann aus Nazareth“ ist ein Jesus, der mit mächtiger Stimme, starken Muskeln und der Kraft der Nächstenliebe wirkt. Ein Jesus-Roman mit vielen neuen und ungewohnten Details. Rezension von Wolfgang Schneider

Berit Glanz – Unter weitem Himmel
Ein Roman, der ins Island heute und Anfang des 20. Jahrhunderts führt: Berit Glanz‘ „Unter weitem Himmel“. Weihnachtstipp von Nina Wolf

Onkel Józsi soll König von Ungarn werden. Der neue Roman des Literaturnobelpreisträgers László Krasznahorkai
In diesem Jahr erhielt László Krasznahorkai den Literaturnobelpreis. „Zsömle ist weg“ heißt sein neuer Roman. Darin möchte ein gewisser Onkel Józsi König von Ungarn werden. Katharina Borchardt im Gespräch mit Jörg Magenau

Hörspiel nach Mariana Leky: „Was man von hier aus sehen kann“
Jahrelang auf der Bestsellerliste und jetzt als Hörspiel: Mariana Lekys Roman „Was man von hier aus sehen kann“ Von Okapis, und von Liebe und Tod.
























