Merz prophezeit Ende des Regimes im Iran – ist das klug?

Am Rande seiner Reise in Indien hat Friedrich Merz sich zu den Massenprotesten im Iran geäußert. "Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen", sagte der Kanzler. Die iranische Führung reagierte mit scharfer Kritik. Außenminister Abbas Araghtschi warf Merz auf der Plattform X eine "völkerrechtswidrige Einmischung" in die Belange seines Landes vor und erinnerte an eine frühere Äußerung des Kanzlers im Juni 2025. Damals hatte Merz den Angriff Israels auf den Iran mit den Worten gelobt, Israel macht für den Westen "die Drecksarbeit". „Iraner erinnern sich auch an die widerwärtige Lobpreisung Israels durch Herrn Merz“, schrieb Araghtschi dazu. Nutzt die aktuelle Äußerung von Merz den Demonstranten gegen das Regime wirklich? Oder gäbe es nicht wichtigere Dinge, die die Bundesregierung jetzt tun könnte, um die Proteste zu stützen? Darüber diskutieren stern-Chefkorrespondent Nico Fried und Chefreporterin Miriam Hollstein. +++Anregungen, Wünsche, Kritik? Dann schreibt Veit Medick und Jan Rosenkranz eine Mail an 5mt@stern.de+++ +++Redaktion und Produktion: Nico Fried, Miriam Hollstein und Isa von Heyl+++ Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de