In der zweiten Folge setzen Stefan Schleifer und ich das Gespräch fort und gehen auf Themen ein, die in Organisationen oft beschworen, aber selten wirklich gelebt werden: Fehlerkultur, Vertrauen und gute Prozesse.Stefan spricht darüber, warum echte Fehlerkultur nicht bedeutet, Fehler zu feiern, sondern damit umgehen zu können, wenn etwas schiefgeht. Er erzählt von Situationen aus Agenturen, Verwaltung und Projektarbeit, in denen Fehler passiert sind – und warum es wichtiger ist, Verantwortung zu übernehmen, als Schuldige zu suchen.Wir diskutieren, wie Vertrauen im Arbeitsalltag konkret funktionieren kann. Stefan erklärt, warum man nicht alles selbst machen kann und sollte und weshalb gute Teams sich über unterschiedliche Stärken definieren. Für ihn bedeutet gute Führung auch, Verantwortung nach außen zu tragen und nicht nach unten weiterzugeben.Wir sprechen über Prozesse und Workflows, über die Grenzen von Autokorrektur und warum sie oft mehr Fehler erzeugt als verhindert, über Korrekturschleifen, betriebsblindes Arbeiten und die Erkenntnis, dass man die eigenen Texte und Designs niemals selbst zuverlässig prüfen kann.Darüber hinaus geht es um Entscheidungsfindung, Bauchgefühl und Erfahrung. Stefan beschreibt, wie sich ein „ungutes Gefühl“ oft als verdichtetes Wissen entpuppt und warum Entscheidungsträger:innen häufig sehr schnell die Schwachstellen von Konzepten erkennen.Wir reden darüber, warum es sinnvoll ist, Dinge früh sauber zu durchdenken, gleichzeitig aber auch den Mut zu haben, zu Entscheidungen zu stehen und nicht beim ersten Gegenwind einzuknicken.Stefans Fazit zieht sich dabei wie ein roter Faden durch beide Folgen: Gute Arbeit ist immer die Summe vieler Teile – und der eigene Weg muss nicht gerade sein, um richtig zu sein.Teil 2 eines ausführlichen, informativen Gesprächs über Verantwortung, Gestaltungsspielräume und die Frage, wie Zusammenarbeit wirklich gelingen kann.Foto Stefan: Fabian Schreyer























