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Von Feministinnen aus Lateinamerika lernen: „Revolution der Frauen“ von Sophia Boddenberg
In ihrem Band "Revolution der Frauen. Von Feministinnen aus Lateinamerika lernen" beschreibt Sophie Boddenberg das Entstehen der feministischen Massenbewegung auf dem Subkontinent und ihre vielfältigen Formen des Widerstands gegen die Frauen bedrohende Gewalt.

Reise ins Ungewisse: Safae El Khannoussis Debütroman „Oroppa“
„Oroppa“ ist ein arabisches Wort für Europa; der Kontinent von außen betrachtet. Das Europa der Unzugehörigen, ein ungastliches Land. Davon erzählt Safae el Khannoussis Debütroman.

„Einsamkeit“: Das einfühlsame Buch der Psychologin Maike Luhmann
Einsamkeit ist schmerzlich. Arme Menschen und Alleinerziehende sind am ehesten davon betroffen. Soziale Medien stehen zumindest unter Verdacht, einsam zu machen. Das einfühlsame Buch der Psychologin Maike Luhmann geht Ursachen und Folgen von Einsamkeit nach und zeigt individuelle und gesellschaftliche Auswege.

Unglückliche Liebe: Sara Barquineros „Ich werde allein sein und ohne Party“
Eine junge Frau findet zufällig ein Tagebuch, das von einer unglücklichen Liebe erzählt. Besessen macht sie sich auf die Suche nach den Protagonisten. Am Ende ist es eine Suche nach sich selbst und eine Bestandsaufnahme ihrer Beziehungen.

Warum polnische Krimis anders erzählen
Krimis aus Polen sind direkter, rauer und näher an der Wirklichkeit. Verleger Markus Schnabel erklärt, warum sich ein Blick ins Nachbarland lohnt und was diese Bücher erzählen.

Neue Bücher von von Birgit Birnbacher, Elizabeth Strout und Jacqueline Harpman
Wir sprechen mit Verleger Markus Schnabel über polnische Krimis, Birgit Birnbacher schreibt über ADHS und die SWR Literaturredaktion empfiehlt vielfältige Osterlektüren.

Jacqueline Harpmans Bestseller „Ich, die ich Männer nicht kannte“
1995 hat die 2012 verstorbene Autorin Jacqueline Harpman den Roman “Ich, die ich Männer nicht kannte” veröffentlicht, der mittlerweile von Booktokern wiederentdeckt und zu einem Bestseller avanciert ist.

„Eigentlich passiert ungeheuer viel“ – Christoph Schröder über Elizabeth Strouts „Erzähl mir alles“
Ein Küstenort in Maine, ein paar alte Bekannte und viele leise Geschichten. Elizabeth Strout bleibt ihrem ruhigen Ton treu und erzählt doch von großen Dramen.

Vier neue Romane: Dana Grigorcea, Norbert Gstrein, Birgit Birnbacher und Ulrike Almut Sandig im Gespräch
Was die Bücher der Saison über Klasse, Geschichte, Neurodiversität und Krieg erzählen.

Eine Spurensuche nach Schmetterlingen: Lea Korsgaards neuer Roman
Die dänische Journalistin Lea Korsgaard stellte sich selbst eine verrückte Aufgabe: als völlige Laiin wollte sie alle Schmetterlinge Dänemarks in einem Jahr persönlich sichten und beschreiben. Eine wilde Jagd, die nur mit Hilfe vieler Schmetterlingsexperten letztlich gelang und die Korsgard auch zu philosophischen Betrachtungen anregte. Aus dem Dänischen von Kerstin Schöps Ullstein extra (336 Seiten, 22,99 Euro) ISBN 978-3-86493-380-6 26. März 2026

Neuer Roman von Bestseller-Autor John Grisham: „Das Vermächtnis“
Hat Kleinstadt-Anwalt Simon Latch die 85-jährigen Witwe Eleanor Barnett aus Habgier mit vergifteten Ingwer-Keksen ermordet? Für die Öffentlichkeit steht das Urteil fest: schuldig. Latch aber weiß, dass er es nicht war – und versucht in John Grishams langatmigen neuen Roman den wahren Täter zu finden. Aus dem Amerikanischen von Imke Walsh-Araya und Bea Reiter Heyne (480 Seiten, 24 Euro) ISBN 978-3-453-27428-0 25. März 2026

Männer, ran an die Gefühle! – Ole Liebl ruft mit „Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle“ zu einer Trendwende der Maskulinität auf
Angesichts der steigenden Gewalt gegen Frauen, braucht es vor allem ein Umdenken der Männer und einen Ausstieg aus dem Teufelskreis von Maskulinität, schreibt Ole Liebl in seinem neuen Buch.

Neuer Roman von Lukas Rietzschel – „Sanditz“
Von der DDR über die Wende bis zur Corona-Zeit: In Sanditz zeichnet Lukas Rietzschel das Panorama einer ostdeutschen Familie – und einer Gesellschaft im Wandel.

Zwischen Film und Science Fiction. Dietmar Dath erhält den Alfred-Kerr-Preis 2026
Der Autor und Kritiker Dietmar Dath erhielt auf der Leipziger Buchmesse 2026 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Die Jury lobte die Science-Fiction-Texte und den Sprachwitz.

Vom Schreiben in Diktaturen – Najem Wali und Kathrin Aehnlich treffen sich auf der Leipziger Buchmesse
Auf der Leipziger Buchmesse trafen sich die Autoren Najem Wali aus dem Irak und Kathrin Aehnlich, die in der DDR aufwuchs, und sprachen übers Schreiben unter riskanten Bedingungen.

Preise, Debatten und Skandale. Was war los auf der Leipziger Buchmesse 2026?
Die Leipziger Buchmesse lebt! SWR-Literaturredakteur Carsten Otte gibt einen Überblick über das Messegeschehen, mit rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern in diesem Jahr.

Preise und anderes von der Leipziger Buchmesse 2026
Zu Gast sind: Carsten Otte, Dietmar Dath und Carsten Gansel. Außerdem gibt es Beiträge zu Buchbranche & KI und über das Schreiben in Diktaturen.

Nahbar, vielfältig und widerständig: Das war die Leipziger Buchmesse 2026
Die Leipziger Buchmesse endet nach vier Tagen. Nach dem Skandal um Wolfram Weimer zeigte sie sich von ihrer besten Seite: Mal Lesefest, mal großes literarisches Klassentreffen.

Germanist Carsten Gansel spürt vergessenen Büchern nach
Wurde die Literatur aus der DDR nach der Wende ausradiert? Carsten Gansel geht dem in seinem neuen Buch „Ausradiert?“ nach. Eine Untersuchung zur Vernichtung großer Buchbestände.

Die Verlagswelt und KI. Beobachtungen von der Leipziger Buchmesse 2026
Künstliche Intelligenz schreibt mit – immer häufiger. In der Verlagsbranche wird KI inzwischen häufig im Marketing verwendet, aber auch zunehmend für Übersetzungen und Lektorat. Reportage von Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer

Gefangen in der Turboglobalisierung: Oliver Rathkolbs „Ökonomie der Angst“
Der Zeithistoriker Oliver Rathkolb zeigt in seinem hellsichtigen Epochenvergleich Wege aus der aktuellen Polykrise.

Mit fremden Augen: Thomas Hettches neuer Roman „Liebe“
Zwei nicht mehr junge Menschen, die sich tief und unwiderruflich ineinander verlieben. Thomas Hettches neues Buch „Liebe“ nähert sich auf so ernsthafte wie kluge Weise einem großen Thema.

Keine Liebe ohne Abgrund – Birgit Birnbachers herausragender Familienroman „Sie wollen uns erzählen“
Ein totes Kaninchen ist keine Katastrophe – Warum Birgit Birnbacher mit „Sie wollen uns erzählen“ einen herausragenden Roman geschrieben hat.

Woher der Hass auf die liberale Demokratie kommt
Der öffentliche Diskurs wird zunehmend von destruktiven Kräften heimgesucht. In ihrem neuen Buch zeigen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, warum eine politische Affektanalyse wichtig ist.

Asta Olivia Nordenhofs Roman „Geld in der Tasche“
Asta Olivia Nordenhofs Roman „Geld in der Tasche“ erzählt in einer ungewöhnlichen Form von einer Familientragödie, die mit dem Untergang einer Fähre im Skagerrak verbunden ist.

Siri Hustvedt über ihren verstorbenen Mann Paul Auster: „Ghost Stories“
43 Jahre lang waren Siri Hustvedt und Paul Auster verheiratet. Die beiden gelten als das wichtigste Autoren- und Intellektuellenpaar der heutigen USA. 2024 verstarb Paul Auster an einer Krebserkrankung. Sein letzter Wunsch war es, als Geist zurückzukehren. Diesen Geist versucht Siri Hustvedt in „Ghost Stories. Buch der Erinnerung“ zu fassen. Es sind intime, essayistische und politische Texte über Trauer und Liebe. Und der Versuch, den Dialog, den Siri Hustvedt mit ihrem Mann geführt hat, fortzuführen. Aus dem Englischen von Uli Aumüller und Grete Osterwald Rowohlt (400 Seiten, 25 Euro) ISBN 978-3-498-00788-1 13. März 2026

Rasanter „Roadtrip in Versen“ von Yevgeniy Breyger
Eine wilde Odyssee kreuz und quer durch das Land. Ein Roadtrip, der keine Grenzen kennt. „hallo niemand“, das neue Buch von Yevgeniy Breyger ist Lyrik ohne Sicherheitsgurt. Rezension von Frank Hertweck

Neue Bücher von Dana Grigorcea, Elli Unruh, Christoph Peters und Siri Hustvedt
Siri Hustvedt trauert um ihren Gefährten Paul Auster. Marc-Uwe Kling schickt sein Känguru auf die Barrikaden. Und Christoph Peters erzählt von seiner Alkoholsucht und dem Entzug.

Im Grenzgebiet: Elli Unruhs Debütroman „Fische im Trüben“
Elli Unruhs Debütroman „Fische im Trüben“ erzählt von einer deutschen Minderheit in Kasachstan, deren Sprache ihnen zur Heimat geworden ist. Das Buch ist für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Transit (200 Seiten, 24 Euro) ISBN 978-3-88747-420-1 1. September 2025

Liebesporträt der Generation Trennungsunfähig - Dana von Suffrin über „Toxibaby“
Herzchen liebt Toxi. Doch Toxi hadert mit der Welt und den Erwartungen an ihn. Eine klassisch zermürbende On-Off-Beziehung pflegen die beiden, in der die Frau zur Retterin mutiert.

Beobachtung ohne Befund: Warum Sophie Passmanns „Wie kann sie nur?“ scheitert
Sophie Passmann beobachtet Taylor Swift und Girlhood, aber denkt nicht weiter. Warum „Wie kann sie nur?“ als Gesellschaftskritik scheitert.

Wo Männer noch mit der Sense herumlaufen – Dana Grigorceas Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“
Wer spricht hier eigentlich? – Dana Grigorcea spielt in „Tanzende Frau, blauer Hahn“ virtuos mit der Erzählperspektive Rezension von Carsten Otte

Glück suchen und sich vom Glück finden lassen
Alle wollen glücklich sein. Aber kaum jemand setzt sich mit den dazu nötigen Fähigkeiten auseinander. In seinem Buch zeigt Peter Finger, wie das geht. Rezension von Leander Scholz

Neue Bücher von Helene Bukowski, Son Lewandowski, Anja Gmeinwieser, Marina Vujčić und Clara Leinemann
Zum Internationalen Frauentag am 8. März widmen wir das SWR Kultur lesenswert Magazin Romanen und Autorinnen, die gegen strukturelle Gewalt und Machtmissbrauch anschreiben.

Klug komponiert und sprachlich gewandt: Clara Leinemann „Gelbe Monster“
Eine leidenschaftliche Liebe, die mit Blutergüssen, Verzweiflung und Scham endet; Charly hat den Boden unter den Füßen verloren, ihre beste Freundin schickt sie zu einem Anti-Aggressions-Training. In dem Roman Gelbe Monster geht es um Selbsthass, emotionale Abhängigkeit und weibliche Gewalt. Rezension von Victoria Eglau

Das Menschliche der Maschine
KI ist auf dem Vormarsch, in allen Bereichen. Für Einhegung ist es zu spät. Markus Gabriel plädiert deshalb in „Ethische Intelligenz“ dafür, eine wertegesteuerte KI offensiv mitzugestalten. Rezension von Ulrich Rüdenauer

„Die Geschichte eines verhinderten Femizids“: Marina Vujčićs „Sicheres Haus“
Ein Mord. Wer die Täterin ist, ist klar, trotzdem bleiben Fragen: „Sicheres Haus“ erzählt vom System häuslicher Gewalt. Mascha Dabić hat den Roman aus dem Kroatischen übersetzt. Nina Wolf im Gespräch mit Mascha Dabić

Son Lewandowskis Debütroman „Die Routinen“‘
Butterweich landen die Turnerinnen auf der Matte. Doch unter dem Applaus lauert ein System, das Kinder mit Gewalt und Erniedrigung zu Maschinen formt. Son Lewandowskis Debütroman „Die Routinen“‘ seziert den Leistungssport ohne Gnade. Rezension von Theresa Hübner

In diesem Roman hat Bud Spencer nichts verloren: Anja Gmeinwiesers „Wir Königinnen“
Zwei Frauen, ein Lkw und zwei Dutzend trächtiger Kühe auf dem langen Weg nach Osten – Anja Gmeinwiesers Debütroman ist ein Western-inspirierter Road-Trip voller Grenzerfahrungen. Rezension von Julia Schröder

Verena Stauffer – Strahlen
Verena Stauffer ist Lyrikerin, Romanautorin und Essayistin. Ihr eigenwilliger Roman „Strahlen“ erzählt von einer Malerin, die ihre Schaffenskrise auf frauenuntypische Art überwindet. Rezension von Beate Tröger

Kalenderspruchprosa von Nelio Biedermann: „Anton will bleiben“
Nelio Biedermann wurde mit seinem Roman „Lázár“ als die literarische Sensation 2025 gefeiert. Der 2003 geborene Schweizer hatte zuvor bereits ein Debüt vorgelegt, das jetzt bei Rowohlt neu aufgelegt wird: „Anton will bleiben“. Rezension von Eeva Aichner

Von „Tastemakern“ und Epizentren des Geschmacks: „Wie es euch gefällt“ von Ulrich Raulff
Der Kulturwissenschaftler Ulrich Raulff begibt sich auf eine historische Reise zu den Ursprüngen des westlichen Geschmacks. Rezension von Roman Kaiser-Mühlecker

„Die Enthusiasten“ von Markus Orths: Fallhöhe für Sterne-Fans | Buchkritik
Tristram-Shandy-Verehrer, Sprachfanatiker, Büchersüchtige und eine verschwundene „Koboldmutter“ versammelt Markus Orths in seinem neuen Roman. Der Endgegner aller „Enthusiasten“: Künstliche Intelligenz. Galiani Berlin (368 Seiten, 24 Euro) ISBN 978-3-86971-330-4 12. Februar 2026

SWR Bestenliste März 2026
Ein vielleicht gar nicht mal so überraschendes Ergebnis lieferte die Bestenliste-Runde im Freiburger Literaturhaus. Werke, die auf die Vergangenheit zurückblicken, führten nicht selten zu hitzigen Diskussionen über die Gegenwart. Meike Feßmann, Eberhard Falcke und Jörg Magenau diskutierten über vier auf der SWR Bestenliste im März verzeichneten Werke. Auf Platz 4 steht ein Buch aus der Friedenauer Presse, nämlich Banines „Liebe ist Dir verboten. Ernst Jünger und ich. Aufzeichnungen 1942-1991“. Die von Alexander Pschera übersetzten, eingeleiteten und herausgegebenen Reflexionen der in Baku geborenen Schriftstellerin führten zur kontrovers beantworteten Frage, wie neben der geistigen Anziehung das erotische Verhältnis, insbesondere ein sexueller Übergriff Jüngers zu bewerten sei. (ab 1:10) Safae el Khannoussis Roman „Oroppa“ in der deutschen Fassung von Stefanie Ochel wird durchweg gelobt. Das Buch der marokkanisch-niederländischen Autorin, das im Hanser Verlag erschienen ist, steht auf Platz 3 der März-Bestenliste und zeichnet sich vor allem durch eine vielschichtige und zunächst nicht leicht zu lesende Mehrstimmigkeit aus. Trotzdem oder auch gerade deshalb wird es als „Meisterwerk“ gefeiert. (ab 20:55) Kurios, komisch und surreal ist Dorota Masłowskas Episodenroman „Im Paradies“, den Olaf Kühl für den Rowohlt Berlin Verlag aus dem Polnischen ins Deutsche übertragen hat. Die ästhetischen Mittel der Autorin und das Roman-Etikett werden innerhalb der Jury unterschiedlich bewertet, genau wie die Frage, ob „Im Paradies“ (Platz 2) auch als Gesellschaftsportrait Polens zu lesen sei. (ab 37:01) Äußerst kritische Anmerkungen gab es zu Judith Hermanns Erinnerungsbuch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit (S. Fischer Verlag). Hermann begibt sich auf Spurensuche in Polen. Dort möchte sie mehr über ihren Großvater erfahren, der Mitglied der SS und mutmaßlich an Verbrechen der Besatzer beteiligt war. Doch die Recherche verläuft im Dunklen. Worum geht es in dem Text? Handelt es sich um eine literarische Familienaufstellung? Wie fügt sich der Besuch der Erzählerin bei der Schwester in Neapel in die Gesamtkonstruktion ein? Welche Rolle spielt der Stil der Autorin bei Einordnung des Buchs? Es wurden viele Fragen gestellt, die zu heftiger Kritik der Jury führten. Ein Buch, das auf Platz 1 der SWR Bestenliste steht, das Publikum nachdenklich stimmt und Debatten über die Gegenwart der Vergangenheit auslöst. (ab 53:15) Aus den vier Büchern lasen Antje Keil und Sebastian Mirow. Durch den Abend führte Carsten Otte.

Safae el Khannoussi: Oroppa | Lesung und Diskussion
Abergel ist eine jüdisch-marokkanische Künstlerin, die aus politischen Gründen Marokko verlassen hat. Nun verschwindet sie spurlos. Eine Gruppe von Menschen macht sich auf die Suche nach ihr, und die Suchenden erzählen dabei die eigenen Geschichten.

Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit | Diskussion und Lesung
Judith Hermanns Großvater, geboren 1904, starb vor ihrer Geburt. Er war Mitglied der Waffen-SS. Und er war ein Täter. Judith Hermann folgt in ihrem neuen Buch auf tastende Weise den Spuren dieses Mannes.

Dorota Masłowska: Im Paradies | Lesung und Diskussion
Die polnische Autorin verbindet und trennt Figuren unterschiedlichster Milieus auf überraschende und oft schroffe Weise. Die Sprache ist hart, doch manchmal blitzen in der zersplitterten Welt noch Relikte alter Gefühle auf.

Banine: Liebe ist dir verboten. Ernst Jünger und ich | Lesung und Diskussion
Ernst Jünger ist der vielleicht umstrittenste deutsche Autor des 20. Jahrhunderts. Das nun publizierte Tagebuch der französischen Schriftstellerin Banine eröffnet spannende Einblicke in Jüngers Pariser Zeit während der deutschen Besatzung.

Vom aufrechten Gang bis zum Kapitalismus – Josef H. Reichholf über die Evolution des Menschen
Der Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf erzählt von verwachsenen Wegen der Menschwerdung; von der Entwicklung des aufrechten Gangs bis zur Innovation der kapitalistischen Moderne.

Fleur Jaeggy – Mutmaßliche Leben
In extrem dichten und prägnanten biographischen Erzählungen nähert sich Fleur Jaeggy drei hochbegabten und exzentrischen Autoren der englisch- und französischsprachigen Moderne.

Ein Täter als Leerstelle: Judith Hermanns neues Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“
In „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ begibt sich Judith Hermann auf die Spuren ihres Großvaters, der als Angehöriger der SS an Verbrechen in Polen beteiligt war. Rezension von Christoph Schröder

Ein Land wird erwachsen: Die Gründerjahre der Bundesrepublik
Eine mitreißende Erzählung über die unmittelbare Nachkriegszeit in Deutschland, die bunt und vielfältig war und das Land bis heute prägt.

Der alte Schriftsteller und das junge Mädchen
Die 14-jährige Tanja trifft auf einer Ausstellung ihres Vaters einen über 30-jährigen Schriftsteller und hält ihn für ihre große Liebe. Ein Roman nach wahren Ereignissen.

Reise durch ein Land im Wandel mit der USA-Expertin Rieke Havertz
In „Goodbye, Amerika?“ vermisst Journalistin Rieke Havertz das deutsch-amerikanische Verhältnis neu und fragt, was von ihrem eigenen, und unserem, Amerika-Bild geblieben ist.

Neue Bücher von Tomer Gardi, Cihan Acar und Oisín McKenna
Kapitalismus auf zwei Rädern bei Tomer Gardi, eine Prognose zu Favoriten für die Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse und ein Gespräch über Fan Fiction

Tiefgründig und schelmisch-witzig zugleich – „Liefern“ von Tomer Gardi
Tomer Gardi macht Essenslieferanten zu Chronisten unserer globalisierten Gegenwart – ein Roman über Ausbeutung, Würde und Menschlichkeit im System der Plattformökonomie.

Quälende Ungewissheit: „Casino“ von Cihan Acar
Der Heilbronner Autor Cihan Acar liebt das Spiel mit Widersprüchen. In seinem neuen Roman „Casino“ beschreibt er die fragwürdige Karriere eines Mannes, der seine Familie vor eine unmögliche Entscheidung stellt. Rezension von Silke Arning

„Hitzetage“ von Oisín McKenna: Ein gelungenes, ambitioniertes Debüt
„Hitzetage“ von Oisín McKenna konfrontiert die Zukunftswünsche einer Gruppe junger Londoner mit der harschen Realität einer Großstadt, die ihnen das Überleben zunehmend unmöglich macht. Rezension von Claudia Fuchs

„Fans holen sich, was in den Geschichten fehlte“ – Lucien Haug über die Macht von Fan Fiction
Fanfiction schreibt große Stoffe um – queerer, feministischer, politischer. Lucien Haug erzählt, warum ihn das berührt und was er mit seinem Fan Fiction Magazin „Danke“ vorhat.

„Ich liege meistens falsch“ – Wunsch-Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse
Am 25. Februar wird die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben. Literaturredakteur Carsten Otte nennt seine Favoriten.

Gegen den Judenhass. Der Rapper Ben Salomo kämpft gegen Antisemitismus an deutschen Schulen
Der deutsch-israelische Rapper Ben Salomo kämpft gegen den wachsenden Antisemitismus: mit Initiativen, die Schüler aufklären sollen. Seine Erfahrungen an deutschen Schulen schildert er jetzt in einem Buch.

Der Tod des Beamten
Das Leben lässt sich nicht regulieren – diese bittere Einsicht wird dem EU-Beamten Franz Fiala schmerzhaft zuteil. Politische Hoffnungen und private Pläne zerschellen in dieser dunklen Novelle.

Vertraglich verbriefte 60-Stunden-Woche
Zwei Jahrzehnte lang war Hu Anyan einer von 300 Millionen chinesischen Wanderarbeitern. In „Ich fahr Pakete aus in Peking“ erzählt er von seinen 19 Jobs im Billiglohnsektor.

Versteinerung und Todeshauch: Philipp Theisohn über Conrad Ferdinand Meyer
In einer fesselnden Biografie schildert der Literaturwissenschaftler Philipp Theisohn Leben und Werk des Schweizer Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer.

Mit neuen Büchern von Norbert Gstrein, Joanna Bator, Ricarda Junge und Pierre Michon
Norbert Gstrein erfindet sich neu und bleibt doch er selbst. Ricarda Junge erlebt das tägliche Schulchaos und findet doch auch Zärtlichkeit. Und Joanna Bator führt durch unheimliche postmoderne Welten.

Von Frauen mit Fledermausflügeln und anderen Seltsamkeiten
Joanna Bator erzählt 16 Geschichten, die für sich stehen können, aber ineinander verflochten sind. Sie erzählen von Alltäglichem, hinter dem das Unheimliche lauert.

Ricarda Junge: „Die Schule zeigt nur, was überall gilt: Dauerkrisen ohne Pausen“
Eltern, die die Erziehung an die Schule delegieren. Behörden, die sich hinter Abkürzungen verschanzen: Ricarda Junges Roman „Die schönste Zeit“ erzählt schonungslos von Überforderung auf allen Seiten. Christoph Schröder im Gespräch mit Ricarda Junge

Die ursprüngliche Kraft des Lesens: Pierre Michons „Wintermythologien“
Jedes Leben gewinnt Bedeutung, wenn man nur von ihm erzählt. In den „Wintermythologien“ erweist sich Pierre Michon einmal mehr als ein Meister der historischen Miniatur. Rezension von Leander Berger

„Polarisierung hilft niemandem"
Der Kultur droht der Rotstift. In Freiburg ist die Lage noch stabil. Katharina Knüppel vom Literaturhaus Freiburg über neue Zielgruppen, Programmplanung und ein Jubiläum im Herbst.

Reinhard Bingener, Markus Wehner – Der stille Krieg. Wie Autokraten Deutschland angreifen | Buchkritik
Verdeckte Operationen gegen Deutschland nehmen zu, mutmaßlich gesteuert von Russland, China, Iran oder Nordkorea. Dieses Buch zeigt das ganze Ausmaß des „stillen Kriegs“.

Magdalena Schrefel – Das Blaue vom Himmel | Buchkritik
Die österreichische Autorin Magdalena Schrefel verwebt in „Das Blaue vom Himmel“ Klimapolitik mit persönlicher Leere – zwischen Vater, Tochter und verlorener Mutter.

Mit einer Salami-Pizza zurück ins Leben: Notfallseelsorger erzählen von ihren Einsätzen
Was hilft uns, wenn wir in eine Extremsituation geraten? Die beiden Notfallseelsorger Albi Roebke und Lisa Harmann erklären es mit Beispielen aus ihren bewegendsten Einsätzen.

Lust und Leid – Was Pompeji mit unserer Gegenwart zu tun hat
In „Pompejis letzter Sommer“ erzählt Archäologe Gabriel Zuchtriegel mitreißend vom Leben kurz vor der Katastrophe und davon, wie nah uns diese untergegangene Welt noch ist.

Von Technokratie und Widerstand
In „Das Dream Hotel“ entwirft die marokkanische Autorin Laila Lalami eine düstere Zukunft: Tech-Firmen haben die Macht übernommen und Data-Mining ist die neue Sicherheits-Norm.

Poems of Minneapolis
Seit den tödlichen Schüssen in Minneapolis nimmt der Widerstand gegen die Regierung Trump an Fahrt auf. Auch Dichter und Sänger schreiben zunehmend gegen die Razzien der ICE an. Reportage von Ulrich Rüdenauer

Neue Bücher von David Hugendick, Laila Lalami und Stefan Hertmans
Heute sprechen wir über das Stottern. Und hören neue Songs und Lyrik über Minneapolis. Wir begegnen „Alten Meistern“ bei Heinrich Steinfest und im neuen Roman von Stefan Hertmans.

„Ist es nicht feige, immer ironisch zu sein?“ - Stefan Hertmans schrieb mit „Dius“ einen Künstlerroman
Anton und Dius sind Freunde. In seinem neuen Roman „Dius“ erzählt Stefan Hertmans die Geschichte einer aufgeladenen Künstlerfreundschaft zwischen Gent und Bergamo.

„Ein wunderbares Geschimpfe über Österreich und die Kunst“
Der österreichische Autor Thomas Bernhard hat Heinrich Steinfest inspiriert. Hier erzählt Steinfest, was er insbesondere an Bernhards Museumsroman „Alte Meister“ schätzt.

David van Reybrouck – Die Welt und die Erde
Der Historiker David van Reybrouck plädiert in seinem scharfsichtigen und streitbaren Essay „Die Welt und die Erde“ für einen Paradigmenwechsel in der internationalen Klimapolitik.

Hilfsbereitschaft unter Hilfsbedürftigen - Neuer Roman von Stewart O’Nan: „Abendlied“
Vier alte Frauen gründen in den USA einen Club, um anderen Senioren zu helfen. Mit Solidarität setzen sie ein Zeichen gegen gesellschaftliche Spaltung und finden einen neuen Lebenssinn.

Wie Gelassenheit lernen angesichts multipler Krisen?
Wie lässt sich angesichts von Kriegen, Krisen und Katastrophen Gelassenheit bewahren? Kulturwissenschaftler Helmut Lethen geht dem Ganzen in seinem Essay „Stoische Gangarten“ nach.

SWR Bestenliste Februar
Traumlogik und Erinnerungsarbeit: Martina Läubli, Judith von Sternburg und Christoph Schröder diskutierten in der Bühler Mediathek vier Werke, die auf der SWR Bestenliste im Februar verzeichnet sind. Auf dem Programm standen mit „Vaim“ der neue Roman von Literaturnobelpreisträger Jon Fosse (Platz 5), mit „Ein Jahr in der Natur“ von Josephine Johnson eine Erstübersetzung aus dem Jahre 1969 (Platz 3), mit „Trag das Feuer weiter“ der Abschluss einer Familientrilogie von Leïla Slimani (Platz 2) und mit „Abschied(e)“ von Julian Barnes ein Buch über Erinnerungsarbeit angesichts des nahenden Todes. Begeistert zeigte sich die Jury von Jon Fosses „Vaim“ in der deutschen Fassung von Hinrich Schmidt Henkel aus dem Rowohlt Verlag. Drei Männer erzählen, eine Frau entscheidet. Fosses Prosa in kapitellangen Sätzen, die von Einsamkeit in der norwegischen Provinz erzählen, von Freundschaften und fatalen Beziehungen, überzeugte selbst einen ehemaligen Kritiker des Autors. Ein Text, getragen von einer melancholischen „Traumlogik“, erklärte Jury-Mitglied Christoph Schröder. Fosse-Kennerin Martina Läubli ordnete die Geschichte, in der am Ende fast alle Figuren gestorben sind, in das Gesamtwerk des Nobelpreisträgers ein. Die bislang jüngste Pulitzer-Preisträgerin wird in Deutschland wiederentdeckt, dank einer hochwertigen Edition in der Anderen Bibliothek. Josephine Johnsons „Ein Jahr in der Natur“ in der Übersetzung von Bettina Abarbanell und mit Illustrationen von Andrea Wan wird von der Bestenliste-Jury aber durchaus kontrovers diskutiert. Die Genauigkeit der Naturbeschreibungen, die niemals zu sprachlichen Überhöhungen der Flora und Fauna führen, wird gelobt. Doch die jahreszeitlichen Naturbetrachtungen seien zuweilen etwas erwartbar, sagt Judith von Sternburg. Auch die Schärfe und Aktualität der politischen Analyse ist Gegenstand des Gesprächs, webt die Autorin in ihre Chronik doch immer wieder Kommentare zum damaligen Vietnam-Krieg ein. Je länger der Abend, desto schärfer die Diskussion der Jury. Leïla Slimanis „Trag das Feuer weiter“ in der Übersetzung von Amelie Thoma aus dem Luchterhand Verlag wurde von Judith von Sternburg vorgestellt. Nach der Lesung aus dem Roman, in der es um die Zerrissenheit der Hauptfigur zwischen Marokko und Frankreich ging, kam Christoph Schröder auf die sprachlichen Schwächen zu sprechen. Während Läubli und von Sternburg ein Buch mit ambivalent gezeichneten Figuren gelesen haben wollen, kritisierte Schröder die seiner Meinung nach offensichtliche Schwarz-Weiß-Malerei, den willkürlichen Perspektivwechsel und die auf „Thrill“ angelegte Ästhetik selbst in einer Missbrauchsszene: „An diesem Buch stört mich so gut wie alles.“ Der Spitzenreiter der SWR Bestenliste im Februar ist Julian Barnes vermutlich letztes Buch „Abschied(e)“, das Gertraude Krueger für Kiepenheuer und Witsch ins Deutsche übertragen hat.

Leïla Slimani - Trag das Feuer weiter
Leïla Slimani ist ein internationaler Literaturstar. Mit ihrem neuen Roman schließt sie ihre autobiografische Trilogie ab. Mia, das Alter Ego, der Autorin, leidet an Brain Fog und reist zurück nach Marokko, in das Land ihrer Herkunft, um sich zu erinnern.

Julian Barnes: Abschied(e)
Am 19. Januar ist Julian Barnes 80 Jahre alt geworden, und „Abschied(e)“ soll sein letztes Buch sein. Behauptet der Autor und verabschiedet sich auf das Eleganteste von seiner Leserschaft: mit einem klugen, fein ironisch gewürzten Text.

Josephine Johnson - Ein Jahr in der Natur
Josephine Johnson ist bis heute die jüngste Pulitzer-Preisträgerin aller Zeiten. In diesem Buch erzählt sie von ihrem zurückgezogenen Leben in Ohio. Johnson unterzieht die sie umgebende Welt einer anschaulichen und bildstarken Betrachtung.

Jon Fosse - Vaim
Der Auftakt zu einer Trilogie. Mit 150 Seiten ist der Roman ein schmales und zugleich beeindruckendes Werk. Wenn der Begriff „Traumlogik“ irgendwo seine Berechtigung hat, dann hier. Drei Kapitel, drei Erzählstimmen. Eine Aneinanderreihung unerhörter Ereignisse.

Liz Moore – Der andere Arthur
Eine Jugendliebe, eine jahrzehntelange Brieffreundschaft. Als Arthur vom Sohn seiner großen Liebe Charlene erfährt, dem „anderen Arthur“, gerät alles ins Wanken.

Die geheime Kraft der Schwalbenherzen
Besen und lange Nasen sucht man hier vergeblich: Olga Ravn hat mit „Wachskind“ einen beeindruckenden Roman über Hexerei und die Poesie der Zaubersprüche geschrieben.

Erinnerungen des großen Historikers Heinrich August Winkler
Mit Studien zur Weimarer Republik und zur „Geschichte des Westens“ schuf Heinrich August Winkler Standardwerke. Nun blickt der Nestor der Geschichtswissenschaft auf sein Leben zurück.

Josephine Johnsons „Ein Jahr in der Natur"
Weit ihrer Zeit voraus war die US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzer-Preisträgerin Josephine Johnson, als sie sich 1969 in der Einsamkeit des Mittleren Westens in die Natur vertiefte. Rezension von Michael Kuhlmann

Über guten Journalismus in schwierigen Zeiten
Katrin Eigendorf berichtet meist von dort, wo geschossen wird. In ihrem Buch „Erzählen was ist“ beschreibt sie sehr fesselnd, wie ihre Arbeit in Kampfgebieten aussieht oder wie sie an ihre Informationen kommt. Und sie ordnet ein. Sie glaubt, so mancher Krieg hätte vermieden werden können, wenn die Politik, die deutsche eingeschlossen, besser informiert gewesen wäre. Rezension von Eva Karnofsky

Mit neuen Büchern von Mirna Funk, Barbara Honigmann und Denis Pfabe
Neue Bücher von Mirna Funk, Barbara Honigmann und Denis Pfabe. Außerdem feiern wir E.T.A. Hoffmanns 250. Geburtstag, diskutieren über die neue Verfilmung von „Wuthering Heights“ und sprechen mit Deniz Yücel über Heimat.

Denis Pfabe – Die Möglichkeit einer Ordnung
Zehn Jahre lang hat der Autor Denis Pfabe als Gabelstapelfahrer im Baumarkt gearbeitet. In seinem Roman „Die Möglichkeit einer Ordnung“ schreibt er über das Leben zwischen Regalen voller Schrauben und Glühbirnen. Rezension von Daniel Stender

Reden wir über Heimat. PEN Berlin startet Gesprächsreihe in Baden-Württemberg
Unter dem Titel „Ist das noch|schon mein Land?“ lädt der PEN Berlin zu einer umfangreichen Gesprächsreihe in ganz Baden-Württemberg ein. Kristine Harthauer im Gespräch mit Deniz Yücel

Mirna Funk – Balagan
„Eine jüdische Geschichte im Jahr 2024 hat automatisch eine politische Ebene“ – Mirna Funk über ihren Roman „Balagan. Kristine Harthauer im Gespräch mit Mirna Funk

Liebe, Moor und ein bisschen BDSM: Warum „Sturmhöhe“ im Kino sexy sein muss
Die neue „Wuthering Heights“-Verfilmung spaltet noch vor dem Erscheinen das Netz. Weshalb Erotik und Streit der Romanvorlage damit treu bleiben.

E.T.A. Hoffmann - Schauerlich romantisch und unheimlich modern
Er ist einer der meistverfilmten Autoren: E.T.A. Hoffmann hat unendlich viele Spuren hinterlassen – von Fritz Lang bis Harry Potter. Vor 250 Jahren wurde er geboren. Der Literaturprofessor Wolfgang Bunzel nennt E.T.A Hoffmann einen Seismografen, der seiner Zeit voraus war.

Barbara Honigmann – Mischka. Drei Porträts
Zwischen Küchendampf und Geheimnissen erinnert sich Barbara Honigmann in „Mischka“ an eine Frau im Moskau der 1960/70er, die ihr die dunklen Seiten des Kommunismus zeigte.

Mörderische Teenagerinnen in einer englischen Küstenstadt
Drei Teenagerinnen ermorden in einer englischen Küstenstadt ihre Mitschülerin – das ist bester True-Crime-Stoff. Findet auch der Journalist Alec Z. Carelli. Aber seine Methoden sind nicht lauter – und „Penance“ ist kein True-Crime-Roman. Rezension von Sonja Hartl

Mit Mascha Kaléko durch das Jahr 1956 „Wenn ich eine Wolke wäre. Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“ von Volker Weidermann
Januar 1956: nach 18 Jahren in New York kehrt Mascha Kaléko nach Deutschland zurück und endet schließlich in Berlin, wo sie in den 20er und 30er Jahren am glücklichsten war.

Helene Bukowski - Milchzähne
In surrealen Bildern entwirft die 26 Jahre alte Autorin Helene Bukowski in ihrem Debüt „Milchzähne“ eine düstere dystopische Parabel auf die Abschottungs-Phantasien unserer Gegenwart.
























