In dieser Folge von „Chronik der Schatten“ reisen wir nach Rosenheim in die späten 1960er Jahre – in eine ganz normale Anwaltskanzlei, in der plötzlich Dinge geschehen sein sollen, die bis heute für Diskussionen sorgen. Telefonstörungen, platzende Glühbirnen, ausschlagende Messgeräte, schwingende Lampen und Berichte über Gegenstände, die sich bewegt haben sollen: Der Fall wurde damals von Technikern, Physikern, Polizei und Parapsychologen untersucht, ohne dass eine eindeutige Erklärung gefunden wurde. Ich schaue mir den Rosenheimer Poltergeist heute so an, wie ich es immer tue: mit Blick auf den belegbaren Kern, mit sauberer Trennung zwischen dokumentierten Vorgängen, späteren Deutungen und der Legendenbildung, die sich im Laufe der Jahre um den Fall gelegt hat. Dabei geht es nicht nur um die Frage, was in dieser Kanzlei passiert sein könnte, sondern auch um die junge Angestellte, die in vielen Darstellungen eine zentrale Rolle spielt. Was ist wirklich belegt? Wo beginnt Interpretation? Und warum wirft dieser Fall bis heute einen so langen Schatten?
























