Ö1 Journal-Panorama

ORF Ö1

In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte "Journal-Panorama"-Sendungen.

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Tod auf Wunsch? Kanada und die Sterbehilfe

Tod auf Wunsch? Kanada und die Sterbehilfe

Saldo: Folgen der Energiekrise

Seit dem Beginn des Krieges im Iran steigen die Gas- und Rohölpreise an den weltweiten Handelsbörsen massiv an. Das hat Folgen, die weit über die Preisanstiege an den Tankstellen hinausreichen. Da die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern noch immer sehr groß ist, wirken sich deren Kosten auf fast alle Wirtschafts- und Lebensbereiche aus - vom Heizen über die Stahl-, Papier-, Lebensmittel- und Futtermittelproduktion bis hin zu höheren Transportkosten. Die Regierung versucht durch Preisbremsen gegenzusteuern. Aber reicht das? Wie sehr ist unsere Wirtschaft bedroht? Ist die Versorgung gesichert? Zu welchem Preis? Darüber diskutieren:Walter Boltz, EnergieexperteElisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium (ÖVP)Sigrid Stagl, Umweltökonomin (WU Wien)Monika Köppl-Turyna, Wirtschaftsforscherin (EcoAustria) Diskussionsleitung: Christoph Danninger

Saldo: Folgen der Energiekrise

Budapest/Sofia/Zagreb - Drei Bürgermeister unter Druck

In Ungarn, Kroatien, Bulgarien gibt es konservative oder rechtspopulistische Regierungen (in Bulgarien aktuell eine Übergangsregierung). In den jeweiligen Hauptstädten ist das anders: Budapest, Zagreb und Sofia haben oppositionelle Bürgermeister aus dem linksliberalen bis grünen Lager gewählt.Konflikte zwischen Hauptstadt und Regierung sind programmiert. Oft geht es ums Geld, weil zum Beispiel die Zentralregierung Zuschüsse für die Stadt kürzt. Darüberhinaus wird auch gerne die Justiz bemüht: So ist etwa der Budapester Bürgermeister angeklagt, weil er die sogenannte Prideparade in seiner Stadt gegen den Willen der Regierung durchgesetzt hat. Der Bürgermeister von Zagreb wiederum steht unter Beschuss, weil er den Auftritt eines rechten Rocksängers unterbinden wollte.

Budapest/Sofia/Zagreb - Drei Bürgermeister unter Druck

Klartext: Arbeitsmarkt im Wandel

Im Jahr 2050 werden in Österreich rund 120.000 Erwerbspersonen fehlen - mit massiven Folgen für den Arbeitsmarkt, vor denen unlängst AMS-Chef Johannes Kopf gewarnt hat. Hintergrund ist die demografische Entwicklung, unter anderem die niedrige Geburtenrate. Das Thema werde viel zu wenig ernst genommen, mahnt Kopf. Schon jetzt klagen Betriebe über einen Fachkräftemangel. Zugleich liegt Österreich bei der Teilzeitquote im europäischen Spitzenfeld. Wer soll also künftig die Arbeit machen? Welche Branchen sind besonders betroffen? Und wie groß sind die Umbrüche in der Arbeitswelt, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu erwarten sind? Darüber diskutieren:Julia Bock-Schappelwein, WIFOJohannes Kopf, AMS-VorstandManuela Vollmann, Geschäftsführerin ABZ*Austria Diskussionsleitung: Monika Feldner-Zimmermann

Klartext: Arbeitsmarkt im Wandel

Berlin und seine vielen Baustellen

Berlin und seine vielen Baustellen

Ärmelkanal: Flucht trotz hohen Risikos

Nach wie vor versuchen zehntausende Menschen jedes Jahr von Nordfrankreich über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. In Städten wie Grande-Synthe oder Loon-Plage leben bis zu 1.500 Menschen in wilden Camps und warten dort auf die Chance auf eine Überfahrt. Etwa 41.000 haben es im vergangenen Jahr auf diesem Weg ins Vereinigte Königreich geschafft. Die französische Polizei hat jetzt ihre Einsatzdoktrin geändert: Sie darf die Boote nun auch noch im Wasser an der Überfahrt hindern – zuvor waren im Meer nur Rettungseinsätze der Behörden erlaubt.

Ärmelkanal: Flucht trotz hohen Risikos

Altkleiderspenden: Second-Hand, Hilfe für Bedürftige oder doch nur Müll?

Am Ende des Winters misten wieder viele ihre Kästen aus und werfen alte Kleider in einen der tausenden Sammelcontainer.Vergangenen Sommer hat allerdings ein Greenpeace-Bericht für Aufsehen gesorgt, wonach nur wenige Altkleider wirklich weiter getragen werden. Vieles lande stattdessen auf Müllbergen in Asien oder Afrika oder werde dort verbrannt. Jene, die über die Altkleidercontainer Spenden sammeln, also Hilfsorganisationen, Gemeinden und Privatbetriebe, versichern hingegen, die Sammlung sei nachhaltig. Aber es würde einfach zu viel billige Kleidung produziert und gekauft, Stichwort Fast Fashion. Anlässlich des Welt-Recycling-Tags am 18. März stellen wir die Frage: Was geschieht mit unseren Altkleiderspenden?(Der Bericht wurde im Dezember 2025 erstmals ausgestrahlt.)

Altkleiderspenden: Second-Hand, Hilfe für Bedürftige oder doch nur Müll?

Kontaminiertes Erbe: Über den Umgang mit NS-belasteten Gebäuden

Heute sind sie oft unauffällige Amtsgebäude wie Bezirksgerichte, Polizeistationen oder Büros von Ministerien, an denen man achtlos vorbeigeht. In der Zeit des Nationalsozialismus haben sie aber häufig eine zentrale Rolle gespielt. Menschen wurden in diesen Gebäuden gefangen gehalten, gefoltert oder aus ihnen vertrieben und in Konzentrationslager gebracht. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) lässt nun einen Teil ihrer Gebäude historisch aufarbeiten. Fast alle der vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung untersuchten Gebäude sind NS-kontaminiert. Die oft schreckliche Geschichte hinter den Fassaden soll nun öffentlich gemacht werden. Weitere NS-belastete Bauten stehen im Blickpunkt: In Braunau am Inn wird im Hitler-Geburtshaus bald eine Polizeistation eröffnet. Und wie soll mit dem „Hitler-Balkon“ am Wiener Heldenplatz umgegangen werden?

Kontaminiertes Erbe: Über den Umgang mit NS-belasteten Gebäuden

Zwischen Tradition und Verkehrswende: Tram-Großmacht Tschechien

Der Prager Nahverkehr gehört mit seiner Netzdichte und dem hohen Takt europaweit zu den Spitzenreitern. Bis heute bilden Straßenbahnen das Rückgrat des Netzes. Sie fahren über Kopfsteinpflastergassen bis in die hintersten Winkel der Stadt, sind eine beliebte Touristenattraktion – und für die Einheimischen so wichtig, dass ständig neue Straßenbahn-Kilometer gebaut werden. Selbst Franz Kafka hat in seiner Kurzgeschichte „Der Fahrgast“ die Tram in den Mittelpunkt gestellt. Aus Tschechien stammt ein in ganz Mittel- und Osteuropa verbreitetes Straßenbahnmodell, die Tatra-Reihe. Auch heute noch liefern tschechische Firmen neue Trams nach ganz Europa.Doch gleichzeitig ist Tschechien ein Autoland: Seit kurzem sitzen die „Motoristé sobe“, die Autofahrer-Partei, als Junior-Koalitionspartner im Kabinett von Ministerpräsident Andrej Babiš. Der Gedanke an eine Verkehrswende behagt längst nicht allen im Land.

Zwischen Tradition und Verkehrswende: Tram-Großmacht Tschechien

Südafrikas Pinguine verhungern

Früher haben hunderttausende sogenannte Brillenpinguine die Inseln und Küsten Südafrikas bevölkert. Heute steht der Afrikanische Pinguin auf der roten Liste der bedrohten Arten. In der Wildnis gibt es nur noch 8.000 brütende Paare. Zigtausende dürften verhungert sein. Die Vögel sind stark auf Sardinen angewiesen, durch den Klimawandel mit steigenden Meerestemperaturen werden die seltener. Wissenschafter:innen warnen: Wenn nichts passiert, wird der Brillenpinguin in den nächsten zehn Jahren ausgestorben sein. Südafrikanische Tierschutzorganisationen sind emsig dabei, das Schlimmste zu verhindern. Sie päppeln kranke oder verletzte Tiere in Rettungsstationen wieder auf und betreiben Brutprogramme - verlassene Pinguineier werden ausgebrütet und die Küken dann solange versorgt, bis man sie auswildern kann.

Südafrikas Pinguine verhungern

Klartext: Über die Sinnhaftigkeit von Markteingriffen bei Treibstoffpreisen

Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran zeichnet sich kein rasches Ende ab. Europa als Nachbar der Konfliktregion musste sich bisher mit der Rolle des Zuschauers begnügen. Dabei ist Europa von den Folgen des Kriegs unmittelbar betroffen: Der steigende Ölpreis schürt Inflations- und Konjunktursorgen, diese schicken Aktienkurse auf Talfahrt. Etliche Staaten diskutieren zwölf Tage nach Kriegsbeginn bereits Markteingriffe. In Österreich nimmt die politische Debatte über Eingriffe in Energiepreise Fahrt auf, schon ist von Steuersenkungen und Deckelungen die Rede. Sind Eingriffe gerechtfertigt? Und ab welchem Zeitpunkt? Gibt es auch andere Instrumente zur Entlastung? Darüber diskutieren: Johannes Benigni, Ölmarkt-Experte Michael Böheim, Ökonom, WIFOBarbara Schuster, stv. Chefökonomin, Momentum Institut

Klartext: Über die Sinnhaftigkeit von Markteingriffen bei Treibstoffpreisen

15 Jahre Fukushima-Katastrophe: Japan setzt wieder auf Atomkraft

Am 11. März 2011 ereignete sich im Nordosten von Japan das schwerste Erdbeben des 21. Jahrhunderts. Es löste einen verheerenden Tsunami aus, der rund 20.000 Opfer forderte. Tsunami und Beben beschädigten auch das Atomkraftwerk Fukushima Nummer 1 schwer, weite Landstriche wurden radioaktiv kontaminiert. 15 Jahre später setzt Japans Regierung wieder verstärkt auf Atomkraft. Sogar der Stromversorger Tepco, dessen mangelnde Vorsorge für die Atomkatastrophe verantwortlich war, durfte soeben wieder einen Atommeiler in Betrieb nehmen.

15 Jahre Fukushima-Katastrophe: Japan setzt wieder auf Atomkraft

Sexuelle Belästigung von Kindern im Internet

Laut einer repräsentativen Umfrage der Initiative "Safer Internet" sind 38 Prozent der 11- bis 17jährigen Kinder und Jugendlichen in Österreich im Netz schon einmal sexuell belästigt worden: Mit intimen Fragen, Dickpics - also der unerwünschten Zusendung von Genitalbildern - oft mit der Aufforderung, doch als Gegenleistung auch Nacktfotos von sich zu schicken. Die meisten Übergriffe passieren in sozialen Netzwerken oder über die Chatfunktionen von Online-Spielen. Pädophile erschleichen sich das Vertrauen von Kindern unter 14 Jahren - mit dem Ziel, Nacktfotos zu bekommen oder zu ihnen sogar einen tatsächlichen Sexualkontakt anzubahnen. Und auch schon Teenager werden Opfer von der sogenannten "Sextortion": Da drohen Täter mit der Veröffentlichung von Nacktbildern oder Porno-Videos, wenn nicht gezahlt wird.

Sexuelle Belästigung von Kindern im Internet

130 Jahre Bergrettung

Seit 130 Jahren gibt es in Österreich die Bergrettung. Es ist eine Organisation von Freiwilligen, die ihre Freizeit für Ausbildung, Übungen und Einsätze zur Verfügung stellen und bei nahezu jedem Wetter und jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken. Die Einsätze werden vielfältiger und jedes Jahr mehr. Ein Lawinenabgang war auch vor 130 Jahren, als der Alpinismus in Österreich zu boomen begann, der Auslöser für die Gründung eines organisierten Bergrettungsdienstes.

130 Jahre Bergrettung

Wenn Kinder schwer zu tragen haben - Über den Umgang mit Übergewicht

In Österreich lebt rund jedes dritte Kind im Volksschulalter mit Übergewicht oder Adipositas; bei den 10- bis 19-Jährigen ist es ungefähr jeder/ jede vierte. Ursachen sind oft unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel, aber auch psychische Belastungen und genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Die Folgen von früher Adipositas sind für Körper und Seele gravierend und belasten die Betroffenen oft ein ganzes Leben lang.Adipositas ist eine Krankheit – frühe Unterstützung ist entscheidend. Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März beleuchten wir die Rolle der Eltern bei kindlicher Adipositas. Wann sollen sie eingreifen – und wie helfen, ohne zu beschämen? Viele Familien erleben ein belastendes Spannungsfeld zwischen Schweigen aus Angst vor Bodyshaming und der Verantwortung, rechtzeitig zu handeln.

Wenn Kinder schwer zu tragen haben - Über den Umgang mit Übergewicht

Iran: Der Diktator ist tot - und jetzt?

Seit dem Wochenende greifen die USA und Israel den Iran massiv aus der Luft an. Irans Oberster Führer Al Chamenei wurde ebenso getötet wie einige hochrangige politische und militärische Vertreter des Regimes; zahlreiche Regierungsgebäude und Militärstützpunkte wurden bombardiert. Der Iran wehrt sich und greift seinerseits Ziele in Israel und US-Militärbasen in den umliegenden Staaten an. Der Krieg weitet sich bereits aus, die Hisbollah im Libanon ist schon involviert. Ist der Enthauptungsschlag der Anfang vom Ende des iranischen Regimes oder kann es sich trotz allem an der Macht halten? Was ist eigentlich das Kriegsziel, was bedeutet der Krieg für die Menschen im Iran, und welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Krieg auf uns in Europa? Darüber diskutieren bei Elisa Vass: Gudrun Harrer, Journalistin und Nahost-ExpertinMatthias Wasinger, Offizier und Militärexperte des BundesheersMartin Weiss, Diplomat, ehemaliger österreichischer Botschafter in den USA und Israel

Iran: Der Diktator ist tot - und jetzt?

Klartext: Wenn drei regieren, freut sich der Vierte?

Nach der Nationalratswahl 2024 herrschte in Österreich innenpolitisches Tohuwabohu. Die Regierungsverhandlungen für die erste Dreierkoalition der Geschichte platzten. Einige Zeit lang sah es nach einer blau-schwarzen Regierung aus. Doch dann scheiterte auch das, und vor einem Jahr fanden doch noch ÖVP, SPÖ und NEOS zu einer Koalition zusammen. In den Umfragen ist seither aber die FPÖ Kaiser. Sie liegt in der Gunst der Befragten weit vor den Regierungsparteien. Warum eigentlich? Was hat die Dreierkoalition in ihrem ersten Regierungsjahr geschafft, und welche Herausforderungen liegen vor ihr? Zeigen sich erste Risse im harmonischen Außenbild - Stichwort: Volksbefragungs-Dissonanzen - oder kann sie langfristig im Kampf gegen Wirtschaftskrise, Inflation und Probleme im Sozialbereich doch noch Zustimmung erreichen und ein bisschen glänzen? Darüber diskutieren bei Astrid Plank:Gernot Bauer, profilThomas Hofer, PolitikberaterMaria Zimmermann, Salzburger Nachrichten

Klartext: Wenn drei regieren, freut sich der Vierte?

Sprungbrett oder Armutsfalle? Was bringt die Einschränkung des Zuverdiensts?

Wer Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezieht, darf seit Anfang des Jahres keinem geringfügigen Nebenerwerb mehr nachgehen. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel – und so ist es auch hier. Doch die Fälle, in denen weiter dazuverdient werden darf, sind restriktiv abgesteckt. Das macht das Ganze nochmals komplizierter und sorgt für große Verwirrung und Unsicherheit. Der Kreis der Betroffenen ist sehr divers. In den vergangenen Monaten haben vor allem Kunstschaffende auf die harten Konsequenzen aufmerksam gemacht, die durch diese Reform auf sie zukommen. Ihre Branche ist bei weitem nicht die einzige, die es tangiert.Regierung und Arbeitsmarktservice versprechen sich Einsparungen und eine Arbeitsmarktbelebung. Die Politik beruft sich dabei auf Studien des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO. Eben diese Analysen zeichnen aber ein weitaus komplexeres Bild, zum Beispiel auch, was die Folgekosten dieser Neuregelung betrifft.

Sprungbrett oder Armutsfalle? Was bringt die Einschränkung des Zuverdiensts?

Bulgarien: Erziehung zu Tugend und Frömmigkeit

Ein neues Schulfach sorgt für Debatten über den politischen Kurs des Landes. Bulgarien will das Schulfach "Tugend und Religion" verpflichtend einführen. Der Staat soll im Bereich der Erziehung und Moral direkter eingreifen, meinen Regierende und Lehrkräfte. Als Begründung nennen sie steigende Jugendkriminalität und aggressives Verhalten in der Schule. Expert:innen und Oppositionelle befürchten eine gezielte Offensive gegen Liberalismus und Demokratie. Sie glauben, dass unter anderem Russland versucht, über den Religions- und Russischunterricht auf junge Menschen in Bulgarien Einfluss zu nehmen.

Bulgarien: Erziehung zu Tugend und Frömmigkeit

Klartext: Über die Zukunft des alpinen Skisports in Österreich

Die Bundesregierung hat sich in ihrem Regierungsprogramm zur österreichischen Positionierung als Skination Nummer eins bekannt. Nach dem letzten Alpinbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina 2026 steht fest: Österreichs Alpin-Team hat eher bescheiden abgeschnitten. Dazu kommen Nachwuchs-Probleme – immer weniger Kinder, vor allem aus dem Osten Österreichs, lernen Skifahren, viele Familien können oder wollen sich den Skisport nicht mehr leisten. Der Klimawandel mit milden und schneearmen Wintern tut das Übrige. Hat der Skisport in Österreich noch eine identitätsstiftende Funktion? Was muss unternommen werden, damit Österreich eine Skination bleibt? Und ist das überhaupt nötig? Darüber diskutieren: Christian Abenthung, Generalsekretär Snowsport Austria, Dachverband der österreichischen SkilehrerverbändeRenate Götschl, Präsidentin Landesskiverband Steiermark und ehemalige Ski-RennläuferinRudolf Müllner, Historiker und Sportwissenschafter, Universität Wien

Klartext: Über die Zukunft des alpinen Skisports in Österreich

Wie die "Wendekinder" die DDR-Erinnerung übernehmen

Die Teilung und die Wiedervereinigung Deutschlands zeitigen bis heute Folgen in vielerlei Hinsicht. „Wendekinder“, die einen Teil ihrer Jugend in der DDR oder unmittelbar nach dem Mauerfall erlebten, leiden laut Soziolog:innen mitunter noch heute an mentalen oder physischen Problemen. Die politischen Folgen zeigen sich in den Erfolgen der Ost-West-Polarisierung durch die AfD und - im Vorfeld der vier kommenden Landtagswahlen - an hitzigen Wortgefechten zwischen „Nostalgikern“ und denen, die die DDR ausschließlich als Unrechtsregime ansehen.Die Generation der „Wendekinder“ will sich jetzt mit Initiativen verschiedenster Art stärker in die Erinnerungsdebatte einbringen und der Frage nachgehen, was aus der deutsch-deutschen Geschichte für die Gegenwart zu lernen ist.

Wie die "Wendekinder" die DDR-Erinnerung übernehmen

Ukraine: Vier Jahre Krieg und kein Ende?

Am 24.2.2022 hat Russland die Ukraine mit einem Großangriff überzogen; was als Blitzkrieg geplant war, dauert bis heute an und ist längst zum Abnützungskrieg geworden. Schätzungen zufolge wurden rund 400.000 Soldaten auf beiden Seiten sowie tausende Zivilisten getötet und doppelt so viele verwundet. Für die Menschen in der Ukraine hat der jahrelange Krieg Zerstörung, Gewalt, Verluste und Angst und eine psychische Dauerbelastung gebracht. Über 6 Millionen Ukrainer:innen haben ihr Land verlassen.Russland zerstört gezielt die ukrainische Energie-Infrastruktur und stößt langsam, aber stetig weiter auf ukrainisches Territorium vor; die russisch-ukrainischen Gesrpäche unter Vermittlung der USA haben bisher keine greifbaren Ergebnisse gebracht, doch US-Präsident Trump macht Druck: Er möchte ein Kriegsende bis Juni. Wie kann es weitergehen? Wie lange können die Menschen in der Ukraine noch durchhalten? Und wie kann man sich die Verhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien vorstellen?

Ukraine: Vier Jahre Krieg und kein Ende?

Geheilt, aber nicht gesund: Junge Survivors nach Krebs

Die Diagnose "Krebs" ist speziell für junge Menschen besonders beängstigend. Jedes Jahr wird in Österreich rund 320 Mal bei unter 18jährigen die Krankheit festgestellt. 80 Prozent der jungen Patient:innen überleben, die Lebensspanne danach wurde bisher zu wenig beachtet. Denn etwa zwei Drittel dieser Survivors- so nennen sich Menschen, die den Krebs hinter sich haben - leiden unter Spätfolgen, verursacht durch den Krebs selbst oder durch die Behandlung. Auf ihr Recht auf adäquate gesundheitliche Versorgung, gesellschaftliche Teilhabe, auf Integration am Arbeitsmarkt und auf ein selbstbestimmtes Leben will der Internationale Kinderkrebstag am 15. Februar hinweisen. Es gibt zahlreiche Organisationen und Initiativen, die diese Menschen engagiert unterstützen. Was noch fehlt, ist ein breites Bewusstsein in der Gesellschaft für die Bedürfnisse dieser jungen Menschen. Denn viele von ihnen sind zwar geheilt, aber nicht gesund.

Geheilt, aber nicht gesund: Junge Survivors nach Krebs

Klartext: Die Schule der Zukunft - weniger Latein, mehr KI?

Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat einen größeren Umbau der Lehrpläne angekündigt. Künstliche Intelligenz soll künftig mehr Raum bekommen, Unterrichtsstunden für Latein bzw. die zweite lebende Fremdsprache sollen in den Gymnasien hingegen gekürzt werden.Die Entrüstung ist bei AHS-Leher:innen groß, sie sprechen von einem Anschlag auf die Gymnasien. Prominente aus Wissenschaft und Kultur haben eine Petition gegen die Kürzungen unterschrieben, Latein sei Basis unseres Denkens. Zustimmung für Wiederkehrs Pläne kommt hingegen vonseiten der Wirtschaft. Wie wichtig ist Latein-Unterricht heute? Sind die Lehrpläne noch zeitgemäß? Und was soll Schule vermitteln? Darüber diskutieren: Farah Denno, AHS-Landesschulsprecherin (Wien)Martina von Künsberg Sarre, stv. Klubobfrau und Bildungssprecherin (NEOS)Clara Ledermann, AHS-Lehrerin (Latein, Deutsch), Verein Sodalitas

Klartext: Die Schule der Zukunft - weniger Latein, mehr KI?

Ein neuer Politstar: Japans erste Premierministerin stellt sich den Wählern

Japan wählt am kommenden Sonntag ein neues Parlament. Sanae Takaichi, die erste Premierministerin der Inselnation, hatte die Neuwahlen ausgerufen: Sie strebt eine stabile Mehrheit für ihre rechtskonservative Koalition an. Sie hat gute Chancen, nach drei Premierministern in nur vier Jahren länger zu regieren und Japan ihren Stempel aufzudrücken. Denn wegen ihres Auftretens und Regierungsstils ist die 64-jährige Politikerin binnen weniger Wochen zu einer regelrechten Kultfigur der Politik mit hohen Zustimmungswerten geworden. Allerdings bleibt abzuwarten, ob ihre große Beliebtheit auch ihrer Partei, der LDP, helfen wird. Die seit 1955 fast ununterbrochen regierende Partei hat wegen Skandalen sehr viel Zustimmung verloren, die rechte Kleinpartei Sanseito ist im Aufwind.

Ein neuer Politstar: Japans erste Premierministerin stellt sich den Wählern

Iran: Das größte Blutbad in der modernen Geschichte

Am 9. Jänner befahl Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat, die wachsenden Proteste niederzuschlagen - mit allen Mitteln.“Wir haben protestiert, weil das Leben unmöglich, unleistbar geworden ist. Nun müssen Familien viel Geld dafür bezahlen, die Leichen ihrer Kinder zu bekommen”, sagt eine junge Frau. Sie trägt schwarz, wie viele andere. Die Menschen im Iran stehen unter Schock, sind voller Trauer und Wut. Das iranische Regime ist geübt darin, Angst zu verbreiten und Widerspruch verstummen zu lassen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Iraner und Iranerinnen ihrem Unmut wieder Luft machen und gegen die Repression aufbegehren. Diesmal kommt der Druck nicht nur von innen: Die USA drohen Teheran mit Militärschlägen.

Iran: Das größte Blutbad in der modernen Geschichte

Georgien: Der Kampf der Regierung gegen die Pressefreiheit

Die Medien in Georgien stehen unter Druck. Vor knapp einem Jahr hat die Regierungspartei „Georgischer Traum“ neue Gesetze eingeführt, die unabhängigen Medien die Arbeit kaum möglich machen. So müssen sich kritische Medien und NGOs als „ausländische Agenten“ registrieren. Viele erinnert dieses Gesetz an das Vorgehen in Russland.Ende November 2024 hat die Regierungspartei „Georgischer Traum“ beschlossen, die EU-Beitrittsverhandlungen nicht mehr fortzusetzen. Tausende Menschen gingen damals auf die Straße, um dagegen zu protestieren. Seitdem wird jeden einzelnen Tag vor dem Parlament demonstriert. Teilweise setzen die Polizei und vermummte Schlägertrupps Gewalt gegen Demonstrierende ein, Medienvertreter:innen werden dabei besonders ins Visier genommen – mit dem Ziel, sie einzuschüchtern. Trotzdem machen sie weiter, tun sich zusammen und zeigen Widerstand.

Georgien: Der Kampf der Regierung gegen die Pressefreiheit

Saldo: Gefährdet die Bürokratie unseren Wohlstand?

Viele Unternehmen stöhnen unter der zunehmenden Bürokratie. Kritisiert werden nicht nur Überregulierung, zu viele Formulare und behördliche Vorgaben, sondern auch immer mehr und immer kompliziertere Gesetze. Das geht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit. Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass der bürokratische Aufwand die Betriebe in Österreich jedes Jahr bis zu 15 Milliarden Euro kostet. Nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Behörden selbst leiden oft unter dem „Amtsschimmel“. Die Regierung hat nun eine groß angelegte Entbürokratisierung angekündigt. Ein Gastwirt und eine Bürgermeisterin schildern ihren Alltag mit der Überregulierung. Außerdem diskutiert die Managerin Sabine Herlitschka mit dem Entbürokratisierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) über die Regierungspläne zum Bürokratieabbau.

Saldo: Gefährdet die Bürokratie unseren Wohlstand?

Klartext: Social Media-Verbot - Hilfreich oder übertrieben?

Die Regierung möchte in Österreich ab nächstem Schuljahr ein Social Media-Verbot für Kinder und junge Jugendliche einführen. Auch in anderen Ländern wird ein solches Verbot erwogen, Australien hat es bereits eingeführt.Was spricht dafür, was dagegen? Ist ein Verbot überhaupt technisch umsetzbar? Wäre es besser, wenn die Eltern die Oberhoheit über die Smartphones ihrer Kinder behalten, oder sollen gesetzliche Vorschriften greifen? Darüber diskutieren: Barbara Buchegger, "Safer Internet"Paul Plener, Kinder- und JugendpsychiaterManuela Langenreither, Dachverband der Elternvereine für Pflichtschulen Diskussionsleitung: Astrid Plank

Klartext: Social Media-Verbot - Hilfreich oder übertrieben?

Kuba: Leben im ständigen Mangel

US-Präsident Donald Trumps Militärtruppen hatten kaum Caracas angegriffen und Venezuelas Machthaber Maduro und seine Frau entführt, da drohte Trump schon einem weiteren lateinamerikanischen Land mit einem aus US-Sicht unliebsamen Regime. „Kuba wird bald fallen“, sagte er direkt nach seinem Schlag gegen Venezuela und etwas später: „Kuba soll einen Deal machen, bevor es zu spät ist“. Schon jetzt leidet der Inselstaat in der Karibik, der seit 65 Jahren kommunistisch regiert ist, unter einer schweren Wirtschaftskrise, bedingt durch eigene Misswirtschaft und jahrzehntelange US-Sanktionen. Unter Trumps Druck auf Venezuela bleiben zudem die dringend benötigten Ölimporte aus. Doch die Menschen begegnen dem Leid mit viel Resilienz.

Kuba: Leben im ständigen Mangel

Tunesien und die arabische Welt 15 Jahre nach dem Arabischen Frühling

Vor 15 Jahren verließ Tunesiens Diktator Zine el-Abidine Ben Ali sein Land, nach 23 langen Jahren an der Macht. Sein Abgang war die unmittelbare Folge anhaltender Proteste, die das Regime nicht mehr eindämmen konnte. Mit der Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in der Stadt Sidi Bouzid hatte all das im Dezember 2010 begonnen. Was folgte, war eine Reihe von anfänglich erfolgreichen Aufständen in der arabischen Welt. Der sogenannte Arabische Frühling hatte begonnen. Tunesien bescherte er eine der freiheitlichsten Verfassungen der arabischen Welt. Was ist dort, wo alles begann, davon geblieben? Reportage aus Tunesien + Gespräch über die (enttäuschten) Hoffnungen in der gesamten Arabischen Welt 15 Jahre nach Beginn des Arabischen Frühlings mit ORF-Korrespondent Karim El Gawhary

Tunesien und die arabische Welt 15 Jahre nach dem Arabischen Frühling

Klartext: Wehrdienstverlängerung - Pro und Contra

Krieg in der Ukraine, die USA als einstiger Verbündeter wenden sich immer mehr von Europa ab, hybride Bedrohungen: Die Welt ist unsicherer geworden und das österreichische Bundesheer ist dafür nicht gut aufgestellt. Diesen Schluss zieht die Wehrdienstkommission und empfiehlt, den Wehrdienst zu verlängern, inklusive zusätzlicher Übungen. Ein Arbeitsauftrag für die Politik, der an Tabus rüttelt. Doch wird die Regierung das wirklich angehen? Ist eine Verlängerung des Wehrdienstes die einzige Lösung, um Österreich verteidigungsfähig zu machen? Und was würde sie für die Zivildiener bedeuten? Darüber diskutieren: Walter Feichtinger, Mitglied der Wehrdienst-KommissionGerald Fitz, Geschäftsführer Arbeiter-Samariter-BundAnna Schwabegger, BundesjugendvertretungBarbara Tóth, Journalistin "Falter" Diskussionsleitung: Niklas Lercher

Klartext: Wehrdienstverlängerung - Pro und Contra

Gorongosa: Wiederaufbau im Nationalpark

Der Gorongosa-Nationalpark in Mosambik war bis in die 1970er Jahre ein Besuchermagnet für reiche westliche Touristen. Doch im folgenden langjährigen Bürgerkrieg wurde der Park quasi leergewildert. Die Tiere dienten als Nahrungsmittel für Soldaten auf allen Seiten, außerdem wurde der Park vermint und verwüstet, er musste schließen. Seit etwa zwei Jahrzehnten wird er nun wiederaufgebaut. Wildtiere, darunter die sogenannten „Big Five“ – Elefant, Löwe und Co - sind wieder da. Ein reicher amerikanischer Tech-Unternehmer hat Teile seines großen Vermögens dafür gespendet. Ranger schützen jetzt die Wildnis und die Bewohner:innen der Dörfer bekommen Schulen und Jobs. Doch obwohl das wie ein Erfolgsmodell wirkt, gibt es nach wie vor auch Armut, Hunger und Konflikte. Die lokale Bevölkerung sieht den Park teilweise als von außen aufgedrängt. Ist der Wiederaufbau ein Sieg für die Natur – oder doch eine neue Form von quasi-imperialistischer Einflussnahme und Ungleichheit?

Gorongosa: Wiederaufbau im Nationalpark

Heute Venezuela, morgen Gränland, übermorgen Kuba? Der neue US-Imperialismus

Seit Donald Trump vor einem Jahr für seine zweite Amtszeit ins Weiße Haus in Washington eingezogen ist, hat er die Welt verändert – und vielfach auch in Angst und Schrecken versetzt. Besonders hoch ist die Schlagzahl seiner völkerrechtlichen Tabubrüche seit Jahresbeginn: Erst führte das US-Militär in Venezuela eine Militäraktion durch, verhaftete den autoritären Machthaber Nicolas Maduro und verbrachte ihn in die USA. Offenbar beflügelt durch diesen Erfolg, erneuerte der US-Präsident seinen Besitzanspruch auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland und untermauerte diesen mit einer militärischen Drohung. Und auch bei den Massenprotesten im Iran, die vom dortigen Regime brutal niedergeschlagen werden, versuchen die USA mitzumischen. Auch Teheran hat Donald Trump mit militärischem Eingreifen gedroht.Was wurde aus "America First"? Welche geopolitischen Absichten stecken hinter den Interventionen und Drohungen? Und welche Schlüsse sollte Europa daraus ziehen?

Heute Venezuela, morgen Gränland, übermorgen Kuba? Der neue US-Imperialismus

BR-319: Highway der Zerstörung im Amazonas

Die BR-319 ist eine fast 900 Kilometer lange rote Staubpiste durch das Herz des Amazonasgebietes. Zur Regenzeit verwandelt sich die Straße in eine Schlammpiste, im Sommer wird so viel Staub aufgewirbelt, dass das Atmen schwerfällt. Der schlechte Zustand der Straße diente bisher als Barriere. So blieb der Wald hier noch intakt. Doch das könnte sich bald ändern. Denn die BR-319 soll ausgebaut und durchwegs asphaltiert werden. Umweltschützer fürchten, dass die Straße mehr Goldgräber, Drogenschmuggler und illegale Holzfäller anlocken könnte. Brasiliens Präsident Lula da Silva will die Abholzung im Amazonas zwar stoppen und hat auch schon einiges erreicht. Doch auch er unterstützt das Projekt zum Ausbau der Bundesstraße BR-319.

BR-319: Highway der Zerstörung im Amazonas

JP (Keine) Wahl in Uganda

Am 15. Jänner 2026 finden in Uganda Parlaments- und Präsidentenwahlen statt. Präsident Yoweri Museveni ist seit 40 Jahren an der Macht, und er will es auch bleiben. Obwohl sich die rund 50 Millionen Uganderinnen und Ugander Veränderung wünschen und das auch lautstark zum Ausdruck bringen. Ugandas Regierung agiert immer autoritärer und brutaler gegenüber Oppositionellen, Medienleuten, Menschenrechtsaktivistinnen und Jugendlichen, die das Regime kritisieren. Besonders zu spüren bekommt das der Musikstar Bobi Wine, der bei dieser Wahl bereits zum zweiten Mal gegen den alten Langzeitherrscher antritt.

JP (Keine) Wahl in Uganda

Bulgarien: Ein EU-Land auf dem Weg in die Autokratie?

Bulgarien ist mit 1. Jänner 2026 der Eurozone beigetreten - als 21. EU-Land. Gleichzeitig ist das Land derzeit aber ein echtes Sorgenkind in der EU. Bulgarien ist das ärmste und zweitkorrupteste Land der EU. Und es könnte wieder in die politische Instabilität abdriften. Zwischen den Jahren 2021 und 2024 gab es schon ganze sieben Parlamentswahlen. Und nun ist wieder eine Regierung zurückgetreten, sie war ein knappes Jahr im Amt. Vor dem Regierungsrücktritt hatte es eine Massenprotestwelle gegeben. Viele Bürgerinnen und Bürger gingen gegen Korruption auf die Straße und protestierten gegen den Staatshaushalt für das Jahr 2026. Sie warfen der Regierung vor, viel Geld in korrupte staatliche Kassen umzuschichten und die Bevölkerung mit höheren Steuern und Abgaben zu belasten. In ihren Augen entwickelt sich Bulgarien immer mehr in Richtung Autokratie.

Bulgarien: Ein EU-Land auf dem Weg in die Autokratie?

Gälisch: Eine Sprache zwischen Konflikt und Versöhnung

1998 wurde das Karfreitagsabkommen zur Befriedung des Nordirland-Konflikts geschlossen. Die irische Sprache, das Gälische, wurde darin als kulturelles Erbe anerkannt. Seit 2022 ist Gälisch in Nordirland Amtssprache und erlebt gerade ein beispielloses Revival. Vor allem Katholikinnen und Katholiken unterstützen das, weil sie das Verschwinden der Sprache als Ausdruck der britischen Vorherrschaft in Nordirland gesehen haben. Viele Unionisten, Menschen aus der protestantischen Community, fühlen sich durch die irische Sprache zwar nach wie vor in ihrer Identität bedroht – andere aber entdecken das Gälische auch für sich. Historisch betrachtet wurde die Sprache schließlich von allen gesprochen, sie ist Teil der gemeinsamen Kultur und Geschichte. Die alte Sprache könnte nun wieder zur Brücke zwischen den verschiedenen Gruppierungen in Nordirland werden.

Gälisch: Eine Sprache zwischen Konflikt und Versöhnung

Die Besatzungszeit in Österreich 1945-1955: Angst, Alliierte, Wiederaufbau / 2

Zehn Jahre war Österreich nach der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 80 Jahren von den Alliierten besetzt. Dieses Kapitel unserer Geschichte hat die Menschen, die noch aus eigenem Erleben von dieser Zeit berichten können, tief geprägt. Die Demarkationslinie am Fluss Enns teilte das Nachkriegsösterreich in zwei Sphären: die sowjetische und die der westlichen Alliierten. Je weiter man nach Westen kommt, desto mehr wurden die Besatzer als Befreier wahrgenommen, unter denen sich das Leben relativ rasch normalisierte. Zeitzeug:innen aus Niederösterreich und Oberösterreich kommen in Teil 2 der Sendereihe zu Wort.

Die Besatzungszeit in Österreich 1945-1955: Angst, Alliierte, Wiederaufbau / 2

Die Besatzungszeit in Österreich 1945-1955: Angst, Alliierte, Wiederaufbau / 1

Österreich wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren vom Nationalsozialismus befreit. Zugleich begann die Besatzung durch die Siegermächte, die zehn Jahre dauern sollte. Erst mit dem Inkrafttreten des Staatsvertrags im Juli 1955 erlangte Österreich seine staatliche Souveränität wieder. Die Besetzung lief anfangs chaotisch ab. Schon vor Kriegsende eroberten sowjetische Truppen Wien und weite Teile Ostösterreichs, auch die westlichen Alliierten USA, Großbritannien und Frankreich lieferten sich eine Art Wettlauf, bis dann im Juli 1945 die Grenzen der vier Besatzungszonen endgültig feststanden. Wien wurde ab September 1945 von allen vier Alliierten gemeinsam besetzt. Die Bevölkerung kämpfte mit Leid, Hunger, zerstörter Infrastruktur. Die Besatzer halfen beim Wiederaufbau, zugleich fürchtete die Bevölkerung Plünderungen und Übergriffe, viele Frauen wurden vergewaltigt. Zeitzeug:innen aus Wien, der Steiermark und Vorarlberg erinnern sich an die Besatzungszeit.

Die Besatzungszeit in Österreich 1945-1955: Angst, Alliierte, Wiederaufbau / 1

Buschbrände in Australien

Vor einigen Jahren verwüsteten besonders schlimme Buschfeuer weite Gebiete in Australien. Kangaroo Island war eines davon. Die Insel vor der Südküste gilt als wahres Naturparadies und wird oft das "Galápagos Australiens" genannt. Die Insel von der Größe Mallorcas spiegelt die einzigartige Biodiversität Südaustraliens wider.Die verheerenden Feuersbrünste verwüsteten zwei Drittel der Insel, Bilder toter Wildtiere gingen um die Welt. Doch die "Arche Noah Down Under" hat sich überraschend schnell erholt.In Australien hat man seit Jahrtausenden Erfahrung mit den Wirkungen von Bränden und setzte diese auch gezielt ein. Flammen und Rauch können die Regeneration der Pflanzenwelt unterstützen, auch die Tierwelt hat sich angepasst. Doch das gezielte Abbrennen von Flächen durch die Aborigines wird kaum mehr praktiziert, Feuer kann sich nun oft auf viel größeren Flächen ausbreiten. Ein Bericht von Michael Marek.

Buschbrände in Australien

Einsamkeit: Wenn Körper und Seele weh tun

Gerade in der Weihnachtszeit fühlen sich viele Menschen einsam. Viele treffen Freunde und Bekannte, am Heiligen Abend und an den Feiertagen danach kommen traditionell die Familien zusammen – da tut es besonders weh, ungewollt alleine zu sein. Aber auch sonst ist Einsamkeit in unseren modernen Gesellschaften zu einem echten Problem geworden. Sie hat schwere gesundheitliche Folgen für den einzelnen - im psychischen wie auch im physischen Bereich. Sie gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und letztlich auch die Demokratie. In Österreich fühlen sich laut den jüngsten Zahlen der Statistik Austria 28% der Bevölkerung zwischen 18 und 74 Jahren gelegentlich einsam, 8% sind meistens oder immer einsam; besonders betroffen sind ältere, aber auch junge Menschen. Immer lauter werden in Österreich die Rufe nach einem nationalen Aktionsplan gegen Einsamkeit, wie ihn auch andere Länder bereits haben. Was tun gegen Einsamkeit?

Einsamkeit: Wenn Körper und Seele weh tun

Klartext Weihnachtsfriede für die Ukraine - entscheidende Tage für Europa

In die Verhandlungen über einen Waffenstillstand oder gar einen Frieden in der Ukraine ist neue Dynamik gekommen. In Berlin haben auf Initiative der Europäer Gespräche mit der Ukraine und den USA stattgefunden – allerdings ohne den Aggressor Russland. Die Rede ist von entscheidenden Fortschritten, die wohl auch den EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs ab Donnerstag beeinflussen werden. Geht es doch um das eingefrorene russische Vermögen in Europa, immerhin umgerechnet rund 200 Milliarden Euro. Ist das der Hebel, mit dem Russlands Präsident Putin an den Verhandlungstisch gezwungen werden kann? War die neue US-Sicherheitsstrategie ein Weckruf für die Europäer? Und rückt dadurch ein Frieden in der Ukraine nach fast vier Jahren Krieg tatsächlich näher? Darüber diskutieren: Mario Holzner, Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche wiiwKlaus Schwertner, Caritas Wien, derzeit in der UkraineVelina Tchakarova, geopolitische Expertin

Klartext Weihnachtsfriede für die Ukraine - entscheidende Tage für Europa

Altkleiderspenden: Secondhand, Hilfe für Bedürftige oder doch nur Müll?

Wer kennt es nicht: Der Kasten quillt über, Kleider, Pullis und Hosen sind aus der Mode gekommen und sollen weg. Viele nützen die tausenden Sammelcontainer in Österreich, um ihre Altkleider zu entsorgen – im guten Glauben, dass die Spende bedürftigen Menschen zugutekommt. Im Sommer hat allerdings ein Greenpeace-Bericht für Aufsehen gesorgt, wonach nur wenige gespendete Altkleider wirklich weiter getragen werden, viele würden stattdessen über hunderte, wenn nicht tausende Kilometer in andere europäische Länder, nach Asien oder Afrika geschickt und dort großteils im Müll landen oder verbrannt werden. Gemeinnützige Organisationen, Gemeinden und Privatbetriebe, die die Sammlungen durchführen, betonen hingegen die Nachhaltigkeit der Kleidersammlungen. Verantwortlich für die Müllberge seien vielmehr „Fast Fashion“, Konsumverhalten und fehlende Infrastruktur für Textil-Recycling. Die EU will mit Verordnungen und Richtlinien die Menge an kurzlebiger Kleidung eindämmen.

Altkleiderspenden: Secondhand, Hilfe für Bedürftige oder doch nur Müll?

"Japaner zuerst" - Der Rechtspopulismus erreicht Japan

Die Demokratie in Japan war lange immun gegen den Rechtspopulismus, wie er sich in den USA und Europa ausbreitet. Das änderte sich bei der Teilparlamentswahl im Juli, als die Sanseito, die „Politische-Teilhabe-Partei“, die höchsten Zugewinne erreichte. In der Folge kam es auch in der Regierung zu einem Rechtsruck. Der Wahlkampfslogan „Japaner zuerst“ hatte am Erfolg der Partei großen Anteil. Sie ist erst einige Jahre alt, sieht sich als Kopie der MAGA-Bewegung von Donald Trump bzw. lässt sich auch mit AfD, Rassemblement National und Reform UK vergleichen. Wie kam es zum Aufstieg des Rechtspopulismus in Japan?

"Japaner zuerst" - Der Rechtspopulismus erreicht Japan

Inklusion in der Arbeitswelt: Viele Hürden auf dem Weg zum Traumjob

Jeder Mensch – ob mit oder ohne Behinderungen – hat das Recht auf Arbeit. Für Menschen mit Behinderungen ist es allerdings oft unmöglich, ihren Traumberuf auszuüben. Häufig sind Vorurteile der Grund, warum sie doch nicht eingestellt werden. Viele sind stattdessen in sogenannten Werkstätten beschäftigt, bekommen nur Taschengeld, aber kein Gehalt, oft bleiben ihre wahren Talente und Fähigkeiten ungenützt.Über geförderte Projekte soll es für Menschen mit Behinderungen einfacher werden, die gewünschte Arbeitsstelle zu bekommen. Aber funktioniert diese Umsetzung? Darüber diskutieren: Julia Moser, FmB – Interessensvertretung Frauen* mit BehinderungenBirgit Posch, Firma Brantner Green SolutionsChristina Schneyder, dabei-austria (Dachverband berufliche Inklusion Austria)Peter Traschkowitsch, Gewerkschaft vida

Inklusion in der Arbeitswelt: Viele Hürden auf dem Weg zum Traumjob

Gewalt gegen Frauen

"16 Tage gegen Gewalt" ist eine UNO-Aktion, die auch bei uns gerade auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen soll. Erst zuletzt gab es wieder erschütternde Fälle von Männergewalt gegenüber Frauen, so wurde in Graz eine junge Frau von ihrem Ex-Partner ermordet.Die Regierung verspricht schärfere Gesetze, über Maßnahmen wie die Fußfessel für gewalttätige Männer wird nachgedacht. Was kann wirklich helfen, was stoppt Männergewalt?Darüber diskutieren: Michaela Gosch, Frauenhäuser Steiermark, GeschäftsführerinMarina Sorgo, Bundesverband der Gewaltschutzzentren, stv. VorsitzendeHubert Steger, Männerberatung WienDiskussionsleitung: Astrid Plank

Gewalt gegen Frauen

Urlaub im Irak - eine Reise zu Steinen, Sümpfen und Souks

An Iraks historischen Stätten wird derzeit gehämmert, gesägt und geschweißt. Arbeiter restaurieren, was Kriege, Terror und Erosion beschädigt haben. Die Regierung in Bagdad hat ambitionierte Investitionspläne. Sie möchte weg von der Abhängigkeit von Erdöl-Exporten; stattdessen soll Tourismus für neue Jobs sorgen. Das einstige Mesopotamien erstrahlt in neuem Glanz: Die Wiege der Zivilisation soll wieder internationale Besucher:innen anlocken. Während westliche Regierungen von Reisen in den Irak abraten und Reisewarnungen aussprechen, wirbt der Irak mit Stabilität: Nach der Diktatur unter Saddam Hussein, der US-Invasion und dem darauffolgenden Bürgerkrieg sei das Land so sicher wie nie. Zeit für eine Reise in das Land zwischen Euphrat und Tigris, zu Steinen, Sümpfen und Souks.

Urlaub im Irak - eine Reise zu Steinen, Sümpfen und Souks

Was bringt das Kopftuch-Verbot an Schulen?

„Bundesgesetz zur Stärkung von unmündigen Mädchen an Schulen mittels Einführung eines Kopftuchverbots", nennt sich der neueste Versuch, muslimische Kopfbedeckungen bis Gesichtsverhüllungen an österreichischen Bildungseinrichtungen zu untersagen; 2020 hatte der Verfassungsgerichtshof ein gesetzliches Kopftuchverbot an Volksschulen als verfassungswidrig aufgehoben. Diesmal soll das Verbot für Mädchen bis 14 Jahre gelten und das ab Herbst 2026. Die Regierung aus ÖVP, SPÖ und Neos zeigt sich zuversichtlich: Diesmal werde das Gesetz auch vor dem Verfassungsgerichtshof halten. Die Ansichten darüber gehen auseinander. Und ebenso sind die Meinungen darüber gespalten, ob dieses Verbot tatsächlich eine Stärkung muslimischer Mädchen bedeutet. Diese Uneinigkeit herrscht sowohl innerhalb als auch außerhalb der islamischen Community.

Was bringt das Kopftuch-Verbot an Schulen?

CO2-Schleuder Schifffahrt - Was ersetzt Schweröl und Diesel?

Tanker, Container- und Kreuzfahrtschiffe stoßen jedes Jahr rund eine Milliarde Tonnen CO2 aus, so viel wie der globale Flugverkehr. Doch schon 2050 soll die Schifffahrt klimaneutral sein, fordert die UNO.Intensiv wird deshalb an Alternativen zu Schweröl und Schiffsdiesel geforscht. Grünes Methanol und Ammoniak gelten als vielversprechend, in küstennahen Meeresabschnitten sind bereits Elektro-Schiffe unterwegs. Auch Häfen müssen sich umstellen – mit neuen Treibstofflagern und Ladestationen.

CO2-Schleuder Schifffahrt - Was ersetzt Schweröl und Diesel?

Die neue Koralmbahn: Was das Jahrhundertprojekt bringt

Mitte Dezember wird eine neue Eisenbahnstrecke eröffnet, die vieles umkrempeln wird: die Koralmbahn. Nur noch eine Dreiviertelstunde dauert in Zukunft die Zugfahrt von Graz nach Klagenfurt. Der Koralmtunnel, das Herzstück der neuen Strecke, ist mit fast 33 Kilometern Länge momentan der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt. Fast 30 Jahre lang wurde geplant und gebaut, es ist das größte Eisenbahnprojekt in Österreich seit mehr als eineinhalb Jahrhunderten.Durch die neue Hochleistungsstrecke wird der Süden Österreichs für Personen- wie Güterverkehr viel besser erreichbar sein, und damit wird der Raum auch wirtschaftlich neu geordnet. Zwischen Graz und Klagenfurt entsteht ein Ballungsraum mit über einer Million Einwohnern. Erwartet werden gravierende Verbesserungen für Pendler:innen, Betriebsansiedlungen, die Arbeitsmarktlage dies- und jenseits der Landesgrenze und den Tourismus. Den enormen Zeitgewinn werden auch all jene spüren, die aus Richtung Wien in den Süden unterwegs sind.

Die neue Koralmbahn: Was das Jahrhundertprojekt bringt

Klartext: Gibt es noch Hoffnung für unser Klima?

Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Belém 2025 sind ernüchternd. Man konnte sich auf keinen genauen Fahrplan zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas einigen. Geht alles so weiter wie geplant, steuern wir bis zum Ende des Jahrhunderts auf eine globale Erwärmung von rund 2,5 Grad zu - eine eklatante Verfehlung der Pariser Klimaziele. Immerhin aber: In Belém hat man sich darauf geeinigt, dass reiche Staaten ihre Klimahilfen an ärmere Länder zur Anpassung an den Klimawandel erhöhen.Was ist von dem Ergebnis zu halten? Und was bringen die jährlichen UNO-Klimakonferenzen letztlich? Darüber diskutieren:Birgit Bednar-Friedl, Klimaökonomin am Wegener Center in GrazDieter Drexel, stv. Bereichsleiter Klima, Ressourcen & Energie in der IndustriellenvereinigungJasmin Duregger, Klima- und Energie-Expertin von Greenpeace Diskussionsleitung: Christian Williwald

Klartext: Gibt es noch Hoffnung für unser Klima?

50. Todestag von Francisco Franco: Spaniens langer Weg der Aufarbeitung

Vor 50 Jahren ist in Spanien General Franco gestorben. Er hat jahrzehntelang als Diktator geherrscht - vom Bürgerkrieg in den 1930er Jahren bis eben in die 70er Jahre. Obwohl unter seiner Herrschaft Hunderttausende Menschen verschwunden sind bzw ermordet wurden, löste sein Tod in Spanien kollektive Trauer aus - und bei manchen steht er auch heute noch in hohem Ansehen; gerade auch manche Junge erliegen der Verlockung eines Führers.Dabei sind noch nicht einmal alle Verbrechen der Franco-Diktatur aufgeklärt und nicht alle Toten von damals gefunden oder identifiziert. Der Weg Spaniens zur Aufarbeitung der Franco-Ära ist noch lang.

50. Todestag von Francisco Franco: Spaniens langer Weg der Aufarbeitung

Geschafft! Und jetzt? Nach der Qualifikation für die Männer Fußball-WM

Der Bann ist gebrochen – nach 28 Jahre hat das österreichische Männer-Fußball-Nationalteam wieder die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft geschafft. Der Jubel und die Erleichterung sind heute groß, doch kann das ÖFB-Team diesen Spirit mit in die WM nächstes Jahr in den USA, Kanada und Mexiko mitnehmen? Nach der Auslosung am 5. Dezember wird klar sein, auf welche Gegner sich die Österreicher einstellen müssen. Ist schon die Qualifikation der größte Erfolg? Welche Hürden muss das Team noch nehmen? Was bringt die WM-Teilnahme dem österreichischen Fußball insgesamt? Und lässt sich bei den Fans eine ähnliche Euphorie entfachen wie bei der Europameisterschaft 2024, bei der es die Österreicher bis ins Achtelfinale schafften?

Geschafft! Und jetzt? Nach der Qualifikation für die Männer Fußball-WM

Blackout, Cyberattacke, Terroranschlag: Wie krisensicher sind unsere Spitäler?

Das österreichische Gesundheitssystem ist finanziell und personell unter Druck. Wie könnten Spitäler angesichts dessen auf einen großflächigen Stromausfall, einen hybriden Angriff auf sensible Infrastruktur, ein Unglück mit vielen Verletzten oder ein Extremwetterereignis mit vielen Opfern reagieren? Die Szenarien für Krisen sind vielfältig, ebenso die Vorbereitung darauf. Wie gut die Spitäler in Österreich für Extremsituationen schon gerüstet sind und was noch ausbaufähig ist, darüber haben im Rahmen einer Ärztekammer-Enquete Expertinnen aus dem Gesundheits- und Verteidigungsministerium, aus der Ärzteschaft und dem Spitalsmanagement diskutiert.

Blackout, Cyberattacke, Terroranschlag: Wie krisensicher sind unsere Spitäler?

60 Jahre "Sound of Music": Hollywood, Hype und Heimatliebe

Am 16. November 1959 - feierte „The Sound of Music“ am Broadway Premiere, und der Hollywood-Film, der sechs Jahre später in die Kinos kam, wurde ein Welterfolg: fünf Oscars, Millionen Fans, ein Karriere-Turbo für die Hauptdarsteller Julie Andrews und Christopher Plummer. Nur in Österreich kennt den Film kaum jemand, und das hat historische Gründe. Dabei ist er von einer Salzburger Geschichte inspiriert: Die angehende Nonne Maria verliebt sich als Kindermädchen in den Baron von Trapp, wird Stiefmutter seiner sieben Kinder, es folgen die Gründung eines Familienchors und die Flucht vor den Nazis - Hollywood-tauglich verkürzt und natürlich mit vielen Hits, von "Do Re Mi" bis "Edelweiß". Bis heute lebt der Salzburger Tourismus sehr gut vom Erfolg, "Sound of Music"-Touren führen Fans aus aller Welt durch Stadt und Land - und bald soll ein eigenes Museum über die wahre Geschichte und Familiengeschichte aufklären.

60 Jahre "Sound of Music": Hollywood, Hype und Heimatliebe

Abgang auf Raten - Zum Rücktritt von Harald Mahrer

Angesichts der lauter werdenden Rücktrittsforderungen schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein - jetzt ist es fix: Harald Mahrer tritt als Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und des Wirtschaftsbundes (WB) zurück. Das teilte er am Donnerstag in einem Statement mit. Zur Nachfolge äußerte er sich nicht. Interimistisch soll die Leitung der Kammer laut Medienberichten die bisherige Vizepräsidentin Martha Schultz übernehmen.Der Präsident der Wirtschaftskammer hatte sich mit ungeschicktem Management in der heiklen Gehälterfrage ins Out manövriert und stand zusätzlich als Gagenkaiser da. So laut wie in den letzten Tagen waren Rücktrittsaufforderungen aus der eigenen Partei - in dem Fall der ÖVP - noch selten zu hören. Und auch die Diskussion um die Kammern an und für sich ist neu entbrannt.

Abgang auf Raten - Zum Rücktritt von Harald Mahrer

Kultur in schwierigen Zeiten: Trencin wird Europäische Kulturhauptstadt 2026

In der Westslowakei, eine Stunde von Bratislava entfernt, soll sich ein Wunder wiederholen: Trencin soll dauerhaft aufblühen, und das Kulturhauptstadtjahr 2026 soll dafür den Startschuss geben. Attraktiver werden für junge Leute, höhere Lebensqualität, Tempo im Strukturwandel - das sind die hoch gesteckten Ziele. 2013 hat das bereits einmal geklappt - damals war Kosice der erste slowakische Träger des begehrten Titels der Europäischen Kulturhauptstadt - und hat sich tatsächlich seither denkbar positiv entwickelt. Im Programm für Trencin steht deshalb nicht die Hochkultur im Mittelpunkt, sondern Stadtgesellschaft und Tourismus. Nach außen soll die Stadt zum Aushängeschild für die Slowakei werden - und das in schwierigen Zeiten: Die populistische Regierung hat in der slowakischen Kultur zum Kahlschlag angesetzt.

Kultur in schwierigen Zeiten: Trencin wird Europäische Kulturhauptstadt 2026

30 Jahre Nationalfonds: Verantwortung für Vergangenheit und Zukunft

Mit der Einrichtung des Nationalfonds 1995 setzte die Republik 50 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur ein klares und dauerhaftes Zeichen der historischen Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Ihnen sollte neben der moralischen Anerkennung auch eine finanzielle Geste zukommen; der Allgemeine Entschädigungsfonds hat mehr als 103.000 Entschädigungsforderungen für Vermögensverluste anerkannt, 2017 hat er seine Tätigkeit beendet. Doch die Arbeit des Nationalfonds geht weiter. Am 10. November 2025 richtet das Parlament mit einem Festakt den Blick sowohl zurück auf 30 Jahre tätiger Verantwortung, als auch auf gegenwärtige und künftige Aufgaben. Dazu hören Sie ein Interview mit Hannah Lessing, Vorständin des Nationalfonds.

30 Jahre Nationalfonds: Verantwortung für Vergangenheit und Zukunft

USA: Demokraten jubeln über Siege

Der erste Stimmungstest nach den Präsidentenwahlen vor einem Jahr zeigt eine klare Tendenz: Kandidat:innen der oppositionellen Demokraten haben gestern sowohl die Bürgermeisterwahlen in der 8,5-Millionen-Stadt New York als auch zwei Gouverneurswahlen klar gewonnen. Mit dem 34jährigen Polit-Shootingstar Zohran Mamdani steht somit erstmals ein Moslem an der Spitze der Ostküsten-Metropole New York. Der in Uganda geborene Sohn indischer Eltern steht zudem weit links, bezeichnet sich selbst als demokratischen Sozialisten und hat es geschafft, Massen zu mobilisieren.In New Jersey stellen die Demokraten mit Mikie Sherrill weiterhin die Regierungschefin des Bundesstaats, in Virginia konnte Abigail Spanberger den Gouverneurssitz aus republikanischer Hand zurückgewinnen. Haben sich die Demokraten nun wieder gefangen? Was bedeuten ihre Erfolge für die Midterm-Wahlen in einem Jahr? Und welche Bilanz kann der Republikaner Donald Trump ein Jahr nach seinem Wahlerfolg ziehen?

USA: Demokraten jubeln über Siege

Belastungen am Bauernhof: Wie Suizide von Landwirt:innen vermeiden?

Es wird nicht häufig über die vergleichsweise hohe Suizidrate in landwirtschaftlichen Berufen gesprochen. Laut einem Bericht der EU sind Bäuerinnen und Bauern in ganz Europa einem großen Druck ausgesetzt, viele von ihnen haben psychische Probleme, Depressionen oder Angstzustände. Es geht um Preisdruck für die landwirtschaftlichen Produkte, die Sorge wegen des Klimawandels und um Probleme bei Hofübergaben. In Italien wurde vor einigen Jahren eine um 30 Prozent erhöhte Suizidrate bei Landwirten gegenüber anderen Berufsgruppen festgestellt. In Österreich fehlen dazu aussagekräftige Zahlen. Doch es gibt Hilfe. Das bäuerliche Sorgentelefon ist unter der Nummer 0810 676 810 erreichbar, die Telefonseelsorge unter dem Notruf 142.Diese Sendung wurde am 26. 5. 2025 erstmals ausgestrahlt und zweifach ausgezeichnet: mit dem Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung und dem Stephan-Rudas-Preis.

Belastungen am Bauernhof: Wie Suizide von Landwirt:innen vermeiden?

Klartext: Zahlen, bis der Arzt kommt. Zum Streit über die Wahlarzthonorare

Wahlärzte sind viel zu teuer. Es gibt zu viele von ihnen. Wahlarzthonorare müssen gedeckelt werden. So oder ähnlich argumentiert der Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse. Er möchte eine Obergrenze für jene Honorare eingeführt sehen, die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sozusagen am freien Markt verlangen dürfen - und für die die Krankenkassen meist nur einen Bruchteil zurückerstatten. Hat er mit seinen Forderungen recht? Und würde durch eine Deckelung die ärztliche Versorgung verbessern - oder würden nur deren Lücken größer? Denn viele Menschen setzen - wegen langer Wartezeiten bei Kassenordinationen - inzwischen auf die Behandlung durch Wahlärztinnen oder -ärzte und schließen dafür auch teure Versicherungen ab.Darüber diskutieren:Andreas Huss, Obmann der Österreichischen GesundheitskasseErnest Pichlbauer, Mediziner und GesundheitsökonomMomen Radi, Wahlärztevertreter in der Ärztekammer

Klartext: Zahlen, bis der Arzt kommt. Zum Streit über die Wahlarzthonorare

UNO unter Druck - 80 Jahre Arbeit für Weltfrieden und Menschenrechte

Im Hauptquartier der UNO am East River in New York herrscht 80 Jahre nach Inkrafttreten der Charta der Vereinten Nationen am 24. Oktober 1945 keine Feierlaune. Die multilaterale Weltordnung, für die die Vereinten Nationen stehen, ist unter Druck. Statt internationaler Zusammenarbeit und Stärke des Rechts setzt sich immer häufiger das Recht des Stärkeren durch. Die drei wichtigsten Veto-Mächte USA, China und Russland brechen immer häufiger das Völkerrecht und blockieren einander im UN-Sicherheitsrat. Schlimm wirken sich auch die massiven finanziellen Kürzungen der US-Regierung aus - die Einsparungen in der Entwicklungshilfe bedrohen Millionen Menschen in ärmeren Ländern.Trotz dieser tiefen politischen und finanziellen Krise zeigt sich aber auch 80 Jahre nach ihrer Gründung, welchen Wert die Vereinten Nationen haben. Sie sind nach wie vor der einzige Ort, an dem alle Länder dieser Welt zusammenkommen.Dazu ein Gespräch mit Stephan Wittich, Völkerrechtsexperte an der Universität Wien.

UNO unter Druck - 80 Jahre Arbeit für Weltfrieden und Menschenrechte

UNO unter Druck - 80 Jahre Arbeit für Weltfrieden und Men

Im Hauptquartier der UNO am East River in New York herrscht 80 Jahre nach Inkrafttreten der Charta der Vereinten Nationen am 24. Oktober 1945 keine Feierlaune. Die multilaterale Weltordnung, für die die Vereinten Nationen stehen, ist unter Druck. Statt internationaler Zusammenarbeit und Stärke des Rechts setzt sich immer häufiger das Recht des Stärkeren durch. Die drei wichtigsten Veto-Mächte USA, China und Russland brechen immer häufiger das Völkerrecht und blockieren einander im UN-Sicherheitsrat. Schlimm wirken sich auch die massiven finanziellen Kürzungen der US-Regierung aus - die Einsparungen in der Entwicklungshilfe bedrohen Millionen Menschen in ärmeren Ländern.Trotz dieser tiefen politischen und finanziellen Krise zeigt sich aber auch 80 Jahre nach ihrer Gründung, welchen Wert die Vereinten Nationen haben. Sie sind nach wie vor der einzige Ort, an dem alle Länder dieser Welt zusammenkommen.Dazu ein Gespräch mit Stephan Wittich, Völkerrechtsexperte an der Universität Wien.

UNO unter Druck - 80 Jahre Arbeit für Weltfrieden und Men

Leben mit Tourette: Austicken und ausgegrenzt werden

Das Tourette-Syndrom ist eine angeborene und bis heute unheilbare neuropsychiatrische Erkrankung. Kernsymptome sind sogenannte Tics: Motorische zeigen sich als Grimassenschneiden, Schulterzucken oder Mundaufreißen, bei vokalen Tics werden ungewollt Worte, Schreie oder Tierlaute von sich gegeben. Popstars wie Billie Eilish und Robbie Williams haben ihre Diagnose öffentlich gemacht, auch in Österreich sind tausende Menschen betroffen. Die Störungen können medikamentös, operativ oder mit Verhaltenstherapien abgeschwächt werden. Doch der Leidensdruck Tourette-kranker Menschen ist hoch und das Verständnis der Umwelt oft gering.

Leben mit Tourette: Austicken und ausgegrenzt werden

Mercosur: Chance oder Bedrohung für Europa?

Nach Jahren intensiver Verhandlungen ist das umfassende Handelsabkommen zwischen der EU und den fünf Mercosur-Staaten in Lateinamerika auf der Zielgeraden. Im September legte die Europäische Kommission Rechtstexte für das Partnerschaftsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay vor. Ziel des Abkommens ist es, Handel und Investitionen durch Abbau von Zöllen zu fördern und somit eine der weltweit größten Freihandelszonen zu schaffen.Doch das Abkommen ist in Österreich sehr umstritten: Landwirtschaft, Gewerkschaftsbund sowie Umweltorganisationen laufen Sturm gegen Mercosur; Industrie und Wirtschaftsverbände begrüßen es und sehen darin neue Chancen. Was bringt also Mercosur? Wo liegen mögliche Vor- und Nachteile? Und kann das Abkommen überhaupt noch verhindert werden? Über diese Fragen wurde im Haus der Europäischen Union in Wien diskutiert.

Mercosur: Chance oder Bedrohung für Europa?

Kokain am Strand: Drogenschmuggel in Ostfriesland

Südamerikanische Drogen-Kartelle haben verstärkt den europäischen Markt im Visier. Denn der nordamerikanische Markt ist mittlerweile offenbar weitgehend gesättigt. Die deutsche Polizei warnt vor einer Kokainschwemme; Bremen ist eines der Einfallstore für Drogen nahe der Nordseeküste, ebenso wie Antwerpen, Rotterdam oder Hamburg. Dort kommt tonnenweise Kokain aus Südamerika an, das dann auch auf die Straßen deutscher – und auch österreichischer - Städte gelangt. Neuerdings landet das Kokain aber auch in sehr kleinen Touristen-Häfen im idyllischen Ostfriesland, wie etwa Neuharlingersiel, Bensersiel oder Carolinensiel.

Kokain am Strand: Drogenschmuggel in Ostfriesland

Graffiti: Ist das Kunst oder kann das weg?

Wie soll eine Stadt mit den Bildern aus der Spraydose umgehen?Graffiti sind in Städten allgegenwärtig. Bunte Bilder, aber auch einfache Schriftzüge ver(un)zieren Wände, Garagentore, Sitzmöbel, Mistkübel und U-Bahn-Waggons.Viele sehen darin nichts anderes als Schmierereien und Vandalismus. Für Hausbesitzer:innen und Verkehrsbetriebe sind Graffiti ein teures Ärgernis. Diejenigen, die mit Spraydose und Pinsel durch die Stadt ziehen, empfinden ihre Werke aber als Kunst. Eine Bestandsaufnahme bei Graffiti-Befürwortern, Jugendarbeiterinnen, Reinigungsfirmen, Polizei und Verkehrsbetrieben.

Graffiti: Ist das Kunst oder kann das weg?

Graffiti: Ist das Kunst oder kann das weg?

Wie soll eine Stadt mit den Bildern aus der Spraydose umgehen? Graffiti sind in Städten allgegenwärtig. Bunte Bilder, aber auch einfache Schriftzüge ver(un)zieren Wände, Garagentore, Sitzmöbel, Mistkübel und U-Bahn-Waggons.Viele sehen darin nichts anderes als Schmierereien und Vandalismus. Für Hausbesitzer:innen und Verkehrsbetriebe sind Graffiti ein teures Ärgernis. Diejenigen, die mit Spraydose und Pinsel durch die Stadt ziehen, empfinden ihre Werke aber als Kunst. Eine Bestandsaufnahme bei Graffiti-Befürwortern, Jugendarbeiterinnen, Reinigungsfirmen, Polizei und Verkehrsbetrieben. Service

Graffiti: Ist das Kunst oder kann das weg?

Serbien: Moslems und Christen gemeinsam gegen Vucic

Der Einsturz eines Vordachs am Bahnhof von Novi Sad brachte vor einem knappen Jahr, im November 2024, eine Protestwelle in Serbien ins Rollen. Seitdem gibt es im ganzen Land immer wieder riesige Demonstrationszüge mit bis zu 300.000 Menschen. Sie protestieren gegen Korruption und fordern Neuwahlen. Zu Beginn waren es vor allem Studierende, inzwischen äußern Menschen aus allen Schichten ihre Unzufriedenheit mit der Regierung und dem autokratischen Präsidenten Aleksandar Vucic. Die Proteste haben alle Konfessionen, Altersgruppen und Berufsgruppen erfasst und entfalten eine Art einigende Wirkung im Land. Dennoch: Längst nicht alle Serbinnen und Serben stehen der Regierung kritisch gegenüber, und die studentische Gruppierung „Wir wollen studieren“ positioniert sich sogar klar pro Vucic. Das Land ist polarisiert.

Serbien: Moslems und Christen gemeinsam gegen Vucic

Die Geiseln sind frei. Doch wie geht es weiter?

In Israel herrschen Jubel und riesige Erleichterung: Nach mehr als zwei Jahren Haft unter unmenschlichen Bedingungen sind die 20 noch lebenden israelischen Geiseln heute Vormittag von der Hamas freigelassen worden. So groß die Freude heute ist: Ihnen steht ein langer Weg der Traumabewältigung bevor. Im Gegenzug werden rund 2.000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen. Die erste Phase des Gaza-Friedensabkommens ist somit abgeschlossen. „Der Krieg ist vorbei“ meint US-Präsident Donald Trump; er hat mit seinem Team den Friedensplan vermittelt. Doch ob nun wirklich Frieden einkehren wird, ist noch nicht so sicher. Wichtige Fragen sind noch nicht entschieden: Wird sich die Hamas entwaffnen lassen wie gefordert? Wenn nicht, könnten die Kämpfe wieder aufflammen? Wer wird den Gazastreifen künftig regieren? Und ist das alles ein Schritt in Richtung eines palästinensischen Staats?Eine Diskussion mit Expert:innen.

Die Geiseln sind frei. Doch wie geht es weiter?

Chinas Aufstieg zur Supermacht und die Folgen

Chinas Aufstieg zur Supermacht und die FolgenWird Europa durch die geopolitischen Entwicklungen zunehmend an den Rand gedrängt?Seit einigen Jahren richten sich Europas Aufmerksamkeit und Sorge ganz auf Russlands Krieg gegen die Ukraine, den Krieg im Gazastreifen, die Migrationskrise und auf den US-Präsidenten Donald Trump, der die Welt durch Drohungen, Zölle und immer autoritärere Maßnahmen im eigenen Land in Atem hält. Beinahe unbemerkt hat China seine Macht ständig ausgeweitet, die Volksrepublik will die internationale Ordnung neu regeln und die globale Macht neu verteilen. Peking orientiert sich stark Richtung Moskau, ist in vielen Ländern des globalen Südens längst zur Führungsmacht geworden. Was bedeutet das alles für Europa und die EU? Verliert Peking das Interesse an Europa, geht gar zu feindlicher Distanz über? Und was ist aus dem Projekt "Neue Seidenstraße" geworden?Im Bruno Kreisky Forum in Wien fand dazu dieser Tage eine Podiumsdiskussion mit China-Expert:innen statt.

Chinas Aufstieg zur Supermacht und die Folgen

Klartext: Wissenschaft zwischen Vertrauen und Skepsis

Diese Woche werden die diesjährigen Gewinner:innen der Nobelpreise bekanntgegeben. Es sind Momente, in denen Wissenschaft und Forschung ins Scheinwerferlicht rücken. Im internationalen Vergleich ist in Österreich allerdings die Skepsis gegenüber Wissenschaft eher groß. Das Interesse an wissenschaftlichen Themen sinkt, wie das „Wissenschaftsbarometer 2024“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt. Worin liegen die Gründe für Skepsis und Desinteresse in Teilen der Gesellschaft? Ist Kritik an der Wissenschaft berechtigt? Und was kann man in Zeiten von Social Media und Verschwörungstheorien tun, um Wissenschaft und Forschung verständlich zu vermitteln und mehr Bevölkerungsgruppen zu erreichen? Darüber diskutieren: Christian Bertsch, Institute of Science and Technology Austria ISTAAndreas Scheu, Österreichische Akademie der Wissenschaften ÖAWSigrid Stagl, WU Wien, Wissenschaftlerin des Jahres 2024

Klartext: Wissenschaft zwischen Vertrauen und Skepsis

Brasilien - Konflikt um Co2-Zertifikate vor dem Klimagipfel

Der Amazonas-Regenwald spielt eine zentrale Rolle in der Klimakrise. Als gesunder Wald absorbiert er das Kohlendioxid in der Atmosphäre. Wird der Wald jedoch zerstört, durch Abholzung oder Brände, kehrt der aufgenommene Kohlenstoff in die Atmosphäre zurück. Doch wie finanziert man Waldschutz? Brasiliens Bundesstaat Pará, dort wo im November die Klimakonferenz stattfindet, hat im vergangenen Jahr ein Mega-Projekt angekündigt: 12 Millionen CO2-Zertifikate will der brasilianische Bundesstaat verkaufen, damit rund 180 Millionen US-Dollar einnehmen und im Gegenzug Wald retten. Käufer gäbe es auch schon, nämlich die sogenannte LEAF-Koalition. 2021 vom Konzern Amazon gegründet, gehören ihr nicht nur weitere Unternehmen an, darunter Bayer und H&M, sondern auch Regierungen: die USA, Großbritannien und Norwegen. Doch das Abkommen stößt auf Widerstand. Die Staatsanwaltschaft sprach sich für einen Stopp des Projekts aus, traditionelle Gemeinschaften beklagen, es fehle an Transparenz.

Brasilien - Konflikt um Co2-Zertifikate vor dem Klimagipfel

Die USA aus der Außensicht

Die USA sind die Führungsmacht der westlichen Welt – wirtschaftlich, politisch und militärisch. Doch die alten Ordnungen geraten unter Donald Trump gehörig ins Wanken: Isolationistische Tendenzen werden stärker, etwa in der Zollpolitik; Autokraten werden von Washington hofiert, die Verbindung zu Europa ist nicht mehr so verlässlich wie früher. Auch in den USA selbst gerät die Demokratie immer stärker unter Druck, wie man etwa bei der Einwanderungs- oder der Medienpolitik, aber auch im Umgang mit dem politischen Gegner sehen kann. Wohin steuern die USA, welche Dynamiken haben das Land in der jüngeren Geschichte geprägt?Die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft hat sechs ehemalige Leiter und die derzeitige Leiterin des ORF-Büros in Washington zu einer Diskussion eingeladen, um die Ereignisse und zukünftige Entwicklungen aus ihrer Sicht zu beleuchten.

Die USA aus der Außensicht

Boomregion Bodensee mit Schattenseiten

Der Bodensee gilt als Naturparadies. Er dient als Trinkwasserreservoir für Millionen Menschen. Der Tourismus prägt weltweit das Image der Region, doch am Ufer und im Hinterland liegt die wahre wirtschaftliche Größe. In allen Bundesländern wie Kantonen am See finden sich Hunderte, international aufgestellte Unternehmen, meist seit Generationen in Familienbesitz, meist kaum bekannt und in ihren jeweiligen Bereichen oft unter den gefragtesten der Welt. Wäre die Region ein EU Land – sie hätte, mit gut 70.000 Euro, die dritthöchste Wirtschaftsleistung pro Kopf. Der Standort Bodensee boomt, doch der wirtschaftliche Erfolg zeigt immer mehr Nebenwirkungen. Ein Saldo von Volker Obermayr

Boomregion Bodensee mit Schattenseiten

Davos: Porträt eines berühmten Ortes

Der Schweizer Ort war im 19. Jahrhundert ein berühmter Luftkurort für reiche Lungenkranke; heute beherbergt er regelmäßig das Weltwirtschaftsforum und damit die Reichen und Mächtigen des 21. Jahrhunderts. In der NS-Zeit war Davos eine Schweizer Nazi-Hochburg. Porträt eines besonderen Ortes. Diese Dokumention wurde in Ö1 am 6. Mai 2024 gesendet.

Davos: Porträt eines berühmten Ortes

Jack the Writer: 30 Jahre Prozess gegen Jack Unterweger

Vor fast genau 30 Jahren, am 20. April 1994, begann in Graz ein aufsehenerregender Prozess: Der mutmaßliche Serienfrauenmörder Jack Unterweger stand vor Gericht. Ende Juni wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt - wenige Stunden danach nahm er sich das Leben. Die Mordserie, die spektakuläre Flucht des Verdächtigen in die USA und sein Auftreten in der Öffentlichkeit hatten monatelang die Schlagzeilen beherrscht. Hören Sie einen Rückblick auf diesen Jahrhundertprozess von Astrid Plank. - Diese Dokumentation wurde in Ö1 am 16. April 2024 gesendet.

Jack the Writer: 30 Jahre Prozess gegen Jack Unterweger

Die Kinder von Izieu

Am 6. April 1944 wurden 44 Kinder und sieben Erwachsene im Kinderheim in Izieu bei Lyon festgenommen, deportiert und schließlich in Auschwitz ermordet. Auch sieben Kinder aus Österreich waren darunter, sie waren mit ihren Familien nach dem "Anschluss" im März 1938 nach Frankreich geflüchtet. Vor ihrer Deportation verbrachten die jüdischen Kinder, deren Eltern bald in Lagern eingesperrt oder umgebracht worden waren, einige Monate in dem idyllisch gelegenen Kinderheim, bis der „Schlächter von Lyon“, Gestapo-Chef Klaus Barbie, die Kinder und Betreuer:innen nur wenige Monate vor der Kapitulation der deutschen Truppen in Frankreich in einer brutalen Razzia abholen ließ. Die Kinder von Izieu haben im kollektiven Gedächtnis in Frankreich einen wichtigen Platz eingenommen. In Österreich ist das Schicksal der sieben Kinder aus Wien weitgehend unbekannt. - Diese Dokumentation wurde in Ö1 am 3. April 2024 gesendet.

Die Kinder von Izieu