Stachel und Herz
Stachel und Herz

Stachel und Herz

Sarah Vecera, Thea Hummel


Podcast

Stachel und Herz – Gespräche von Sarah und Thea. Wir reden über Diskriminierung in Gesellschaft und Kirche. Wir träumen von einer Gemeinschaft für alle. Dazu legen wir den Stachel in die Wunde – meistens zu zweit und manchmal mit Expert*innen, aber immer mit Herz. Sarah und Thea geben Infos zu aktuellen Themen und interviewen Gäst*innen zu ihren persönlichen Geschichten oder Expertisen. Wir freuen uns über Fragen, Themenwünsche und Kritik: podcast@vemission.org. Wenn ihr mehr wissen möchtet, folgt uns auf Instagram @stachelundherz. Gute Bildungsarbeit kostet Geld und bitten um euren Support! Das ist eine Möglichkeit, dass wir unsere Qualität stetig verbessern können und ihr weiterhin so tolle Inhalte bekommt. https://www.betterplace.org/de/projects/128469?utm_campaign=ShortURLs&utm_medium=project_128469&utm_source=PlainShortURL - mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk-

Alle Folgen

  • Sachsen-Anhalt hat gewählt: Woher nehmen wir jetzt Hoffnung?

    Vor 6 Tagen56:55

    Sarah sitzt in Wuppertal, Thea in Kapstadt, und beide haben schlecht geschlafen. Am Sonntag hat die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent gewonnen und die CDU auf 17,2 Prozent halbiert. Und ausgerechnet Thomas de Maizière nennt die AfD bei Caren Miosga eine „Partei der Hoffnung“. Was macht das mit uns, und was heißt das für eine Kirche, die eigentlich selbst Hoffnung im Angebot hätte? Themen dieser Folge: • Sachsen-Anhalt-Wahl, die Zahlen und was jetzt bei der Wahl des Ministerpräsidenten wirklich passieren kann • de Maizières These von der AfD als „Hoffnungspartei“ und warum an dieser Analyse leider was dran ist • Theas Trainingswoche zu Trauma und Resilienz in Kapstadt und was Hoffnung wirklich bedeutet, wenn sie keine rosa Wohlfühlnummer sein will • Empathie für AfD-Wählende, Grenzen dieser Empathie, und wo Sarah und Thea sich uneinig sind • Wochenspruch „Lobe den Herrn, meine Seele“ und was Trotz mit Glauben zu tun hat Links zur Folge: • Wahlergebnis Sachsen-Anhalt im ZDF-Liveblog: https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/landtagswahl-sachsen-anhalt-wahlergebnisse-cdu-afd-schulze-siegmund-100.html • Caren Miosga vom 7.9.2026 in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sendung/caren-miosga • Buchtipp von Sarah: Bijan Moini, „2033“, Atrium Verlag 2025: https://www.atrium-verlag.com/buecher/2033/ • Aladin El-Mafaalani, „Die Misstrauensgemeinschaft. Über den Umgang mit Vielfalt in Deutschland“, Kiepenheuer & Witsch 2024 Wenn euch die Folge trifft, schickt sie an eine Person, mit der ihr diese Woche sowieso über die Wahl reden werdet. Mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

  • Boys will be Boys? Über Jungen*-Erziehung und Mythen, die darin stecken - mit Anne Dittmann

    02.09.20261:21:12

    In dieser Folge von Stachel und Herz ist Anne Dittmann zu Gast – Spiegel-Bestseller-Autorin, Journalistin und Mutter eines Sohnes. Anlass ist ihr aktuelles Buch „Jungs von heute, Männer von morgen" (Kösel Verlag), in dem sie der Frage nachgeht, wie wir Jungen jenseits enger Rollenbilder begleiten können. Wir sprechen darüber, warum der eigene innere Konflikt zwischen „Feministin" und „fürsorgliche Mama" für viele Eltern von Söhnen so real ist, welche Männlichkeitsmythen sich wissenschaftlich einfach nicht halten lassen – zum Beispiel die Sache mit dem „einschießenden" Testosteron, wie Jungen schon im Kleinkindalter über Farben, Spielzeugregale und Sprache lernen, welche Räume ihnen „erlaubt" sind, warum das Stärke-Ideal Jungen paradoxerweise verletzlicher macht – mit Folgen bis hin zu höheren Risiken bei Unfällen, Sucht und Suizid, wie Schule und Kita Jungen oft schlechter auf Übergänge vorbereiten – und was Kinderärzt:innen dazu raten, warum auch Jungen und Männer Angst kennen, und wieso einseitige Erzählungen darüber niemandem helfen, und was Anne Dittmann sich für die Zukunft wünscht, wenn Erwachsene und Söhne in zehn Jahren miteinander sprechen. Ein Gespräch über Erziehung auf Augenhöhe, Rollenbilder, die wir kaum merken, und warum eine gerechtere Zukunft für alle nur mit starken, fürsorglichen Jungen gelingt. Hinweise: Annes Buch „Jungs von heute, Männer von morgen" (Kösel Verlag) Anne Dittmann auf Instagram Serie „Heartstopper" Film „Close" mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

  • 10.000 € an die AfD und er will rausgeworfen werden: Bernd Prange, bröckelnde Brandmauer und warum Race keine Wahl ist

    26.08.20261:11:57

    TW: Reden über Rassismus Diese Folge kommt wieder direkt aus Spanien – mit einem kurzen, aber gehaltvollen Gastbeitrag von Dr. Nathalie Eleyth. Wir sprechen unter anderem über: ihren Artikel „Im Gewand der Frömmigkeit" zu subtilem Rassismus bei christlichen Influencer:innen – ästhetisch verpackt, religiös vokabuliert und im Gestus vermeintlicher Neutralität, einen vieldiskutierten Post der Influencerin Mia Friesen zum Thema „Go woke, go broke" und Kirchenaustritte – und was aktuelle Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen tatsächlich zeigen, den Unterschied zwischen rechtskonservativ und rechtsextrem – und warum diese Unterscheidung wichtig, aber kein Freibrief ist, ein Reaktionsvideo zu Johannes Hartl, der Gender und „Race" gleichsetzt – und warum dieser Vergleich hinkt, aber trotzdem eine interessante Debatte eröffnet, den Fall Rachel Dolezal und Mithu Sanyals Roman „Identitti" (Hanser, 2021), der genau dieses Gedankenexperiment literarisch durchspielt, außerdem: eine augenzwinkernde Rubrik „Sarah Vecera rettet die CDU" über einen Ortsbürgermeister, der öffentlichkeitswirksam an die AfD spendete, sowie ein Aufruf zum strategischen Wählen in Sachsen-Anhalt, und zum Ausklang ein Herz für alle: das Zitat „Hope is a discipline" von Mariame Kaba. Eine Folge über die Frage, wie Glaube instrumentalisiert wird – und wie man Hoffnung trotzdem als Übung versteht, nicht als Zufall. Zu Gast: Dr. Nathalie Eleyth forscht an der Universität Zürich u.A. zu Rassismus. Hinweise: Zeitzeichen-Artikel zum evangelischen Gesangbuch: https://zeitzeichen.net/node/12696 Roman „Identitti" von Mithu Sanyal (Hanser, 2021): https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/identitti/978-3-446-26921-7/ Hinweis zum strategischen Wählen in Sachsen-Anhalt: https://www.campact.de/strategisch-waehlen/sachsen-anhalt-2026/ mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

  • Zwischen Volksbühne und Gesangbuch: Wer entscheidet eigentlich mit?

    19.08.20261:19:11

    Triggerwarnung: Sprechen über Suizid und Rassismus Diesmal sind Sarah und Thea ohne Studiogast unterwegs – dafür mit ganz viel Gesprächsstoff aus dem Sommer. Zwischen Strand und Klimaanlage sprechen sie über drei Fälle, die zeigen, wie eng Rassismus, Klassismus und die Frage nach Teilhabe zusammenhängen. Es geht unter anderem um: Aufzählungs-TextDie Kritik der VEM (Vereinte Evangelische Mission) am Auswahlprozess des neuen evangelischen Gesangbuchs und die Replik des EKD-Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claußen – und warum die Frage „Wer saß eigentlich am Tisch?" so zentral ist, Aufzählungs-Textden Streit um eine Freibad-Aktion der Berliner Volksbühne für den Verein Eyoto, die als „exklusiv" beworben wurde – und wie daraus ein politisch aufgeladener Shitstorm mit Apartheid-Vergleichen wurde, Aufzählungs-Textwarum ein Fördersumme von 300.000 Euro für die Aktion zum Politikum wurde, obwohl vergleichbare Ausschlüsse nach Einkommen kaum je hinterfragt werden, Aufzählungs-Textden Fall eines Cambridge-Professors, dessen Plagiate erst nach seiner PR-trächtigen Berufung aufflogen, und sein Tod kurz nach dem erzwungenen Rücktritt – inklusive eines Exkurses zum sogenannten Werther-Effekt und verantwortungsvoller Medienberichterstattung über Suizid, Aufzählungs-Textund – zum Ausklang – ein persönliches „Herz" der Hosts über die Kraft von Gemeinschaft auf ihrer Sommerfreizeit. Content-Hinweis: Diese Folge spricht offen über Suizid, Rassismus und rassistische Anfeindungen gegen Kinder und Jugendliche. Wenn dich das Thema Suizid persönlich betrifft, findest du Unterstützung z. B. bei der Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenlos und anonym). mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

  • Adultismus: Die Diskriminierung, die wir alle schon erlebt haben – mit ManuEla Ritz

    12.08.20261:40:37

    In dieser Folge von Stachel und Herz ist ManuEla Ritz zu Gast – Teamerin gegen Diskriminierung, Autorin und die Person, die den Begriff Adultismus vor rund 25 Jahren im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht hat. Gemeinsam mit ihrer Tochter Simbi Schwarz hat sie 2022 das Buch „Adultismus und kritisches Erwachsensein" veröffentlicht; aktuell arbeitet sie an einem neuen Buchprojekt, in dem erstmals Kinder und Jugendliche selbst über Adultismus schreiben und malen. Wir sprechen darüber, was Adultismus eigentlich ist – die Diskriminierung von jungen Menschen durch Erwachsene, die wortwörtlich jede*r von uns selbst erlebt hat, warum es dabei nicht um „Erziehung", sondern um Machtstrukturen geht, was „schützende Macht" von Kontrolle unterscheidet – und wen wir eigentlich schützen, wenn wir Regeln aufstellen, warum viele Erwachsene eigene Kindheitserfahrungen von Ungerechtigkeit verdrängt haben, wie kleine Veränderungen in Sprache und Ton – Gespräch statt Interview, Rituale statt Kommandos – einen großen Unterschied machen, was „kritisches Erwachsensein" heißt und warum die Verantwortung für Veränderung bei den Erwachsenen liegt, nicht bei den Kindern, und was ManuElas persönliche Utopie ist: eine Welt ganz ohne die Trennlinie zwischen „Kind" und „erwachsen". Ein Gespräch über Macht im Alltag, eigene Kindheitserinnerungen und die Frage, wie Beziehungen zu jungen Menschen auf Augenhöhe aussehen können. mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

  • Warum Wegschauen nie neutral ist – über Empathie und Haltung - mit Kristina Lunz

    05.08.20261:11:56

    In dieser Folge von Stachel und Herz ist Kristina Lunz zu Gast – Autorin, Unternehmerin und Mitgründerin des Center for Feminist Foreign Policy (CFFP). Anlass ist ihr Buch „Empathie und Widerstand", in dem sie zeigt, warum diese beiden Begriffe kein Widerspruch sind, sondern zusammengehören. Wir sprechen darüber, warum Empathie kein Nullsummenspiel ist – Mitgefühl für eine Gruppe schließt Mitgefühl für eine andere nicht aus, woran man selektive Empathie bei sich selbst erkennt, warum Neutralität in Situationen von Ungerechtigkeit oft eine bequeme, keine empathische Haltung ist, wie man klare Grenzen setzt, ohne zu verhärten – und warum eine Grenze keine Ablehnung der ganzen Person ist, was kognitive Dissonanz mit Zynismus und political Fatigue zu tun hat, wie Kristina die Spannung zwischen Systemkritik und Arbeit innerhalb der Machtstrukturen (z. B. im Auswärtigen Amt) für sich auflöst, und was sie sich – jenseits von Institutionen – für mehr Empathie in Politik und Gesellschaft wünscht. Ein Gespräch über Haltung, Ambiguitätstoleranz und die Frage, wie wir wohlwollend bleiben, ohne uns selbst zu verlieren. Zur Gästin: Kristina Lunz ist Aktivistin, Sozialunternehmerin und Autorin. Nach Studienabschlüssen am University College London und in Oxford gründete sie 2018 das Center for Feminist Foreign Policy. Ihr erstes Buch „Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch" (2022) wurde zum Bestseller und ins Englische übersetzt. Ihr neues Buch „Empathie und Widerstand" ist bei Ullstein erschienen. mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk -