Bamberg – Postkartenkulisse, UNESCO-Altstadt, Türme und Gassen. Und doch liegt über dieser Stadt ein Schatten, der nicht aus Legenden besteht, sondern aus Akten: Verhörprotokollen, Listen, Mandaten und Namen, die irgendwann einfach nicht mehr weitergehen. In dieser Episode von Chronik der Schatten geht es um die Hexenprozesse im Hochstift Bamberg – nicht als Mystik-Show, sondern als Blick in ein historisch belegbares System: Wie aus Angst ein Verfahren wird. Wie aus Gerüchten Akten werden. Und wie sich eine Verfolgung so verselbstständigen kann, dass ein „Stopp“ von oben nicht automatisch vor Ort ankommt. Wir sprechen über das „Betriebssystem“ der Prozesse: Indizienlogik, Verhörpraxis, Geständnisse unter massivem Druck – und den Mechanismus, durch den Namen neue Namen erzeugen. Und wir schauen auf drei Perspektiven, die den Apparat greifbar machen: den Brief des Bürgermeisters Johannes Junius, den Fall des Hochstiftskanzlers Dr. Georg Haan und das Schicksal von Dorothea Flock. Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Gewalt, Folter als Teil damaliger Verfahren, Hinrichtungen und religiös begründete Verfolgung. Bitte achte auf dich. Du erreichst mich auf Instagram: chronik.der.schatten_podcast Hinweis zu Urheberrechten: Titelmelodie und Teile der musikalischen Untermalung sowie meine Stimme in dieser Folge unterliegen meinem Urheberrecht. Weitere Musik-/Soundelemente stammen aus PowerDirector 365 (lizenzierte Nutzung).
























