In dieser Folge sprechen Nina Hartmann und Myriam über ein Tabu im Businesskontext: weibliche Spiritualität. Nicht als Räucherwerk oder Selbstoptimierungs-Tool, sondern als tiefe Form der Selbstbegegnung. Viele Frauen praktizieren Meditation, Körperarbeit, Seelenarbeit oder Rituale – still, privat, oft heimlich. Öffentlich hingegen dominiert Nüchternheit, Kontrolle, Rationalität. Myriam ordnet diese Scheu kulturell ein: Spiritualität fordert Präsenz, Wahrhaftigkeit und eine Verbindung zur eigenen Seele. Genau das wurde über Generationen als „unangemessen“ oder „unprofessionell“ markiert. Nina beschreibt die deutliche Diskrepanz, die sie in der Businesswelt beobachtet: nach außen funktional und sachlich, hinter verschlossenen Türen hoch reflektiert und spirituell angebunden. Die Frage ist nicht, ob Spiritualität da ist – sondern warum sie versteckt wird. Die Folge beleuchtet, was verloren geht, wenn Spiritualität aus offiziellen Räumen ausgeschlossen bleibt, und warum eine weiblichere Wirtschaft ohne seelische Dimension nicht denkbar ist. Der Frauenleuchten-Kongress wird dabei als bewusster Versuch verstanden, eine Brücke zu bauen: zwischen Business, innerer Wahrheit und gelebter Spiritualität. Eine Folge über Scham, kulturelle Prägung und den Mut, innere Klarheit auch im Außen sichtbar werden zu lassen.
























