Update: Helm ab! Wenn Olympia auf Politik trifft

Seit dem Wochenende laufen in Norditalien die Olympischen Winterspiele. Aufmerksamkeit erregte der Fall des ukrainischen Skeletonfahrers Wladyslaw Heraskewytsch. Der Athlet darf bei den Wettkämpfen in Cortina d'Ampezzo keinen Helm tragen, auf dem Porträts von im russischen Angriffskrieg getöteten Sportlerinnen und Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das teilte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit. Der Helm verstoße gegen die Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees, erlaubt sei stattdessen ein schwarzes Armband in Gedenken an die Kriegstoten. Politische Äußerungen seien Heraskewytsch im Training, in sozialen Netzwerken und bei Pressekonferenzen möglich. Parallel sorgt Fifa-Präsident Gianni Infantino für Diskussionen, weil er sich offen dafür zeigt, russische Mannschaften perspektivisch wieder zu internationalen Wettbewerben zuzulassen. Nico Horn, Sportredakteur der ZEIT, erklärt, wie das Internationale Olympische Komitee die Entscheidung mit dem Helm begründet und was die aktuellen Debatten über das Verhältnis von Sport und Politik aussagen. In einer Schule in der kanadischen Provinz British Columbia hat es am Dienstag einen Schusswaffenangriff gegeben. Nach Polizeiangaben starben in der Ortschaft Tumbler Ridge zehn Menschen, darunter die mutmaßliche Schützin. Zwei der Leichen seien in einem Wohnhaus gefunden worden, der Tatort soll mit dem Vorfall an der Schule zusammenhängen. Mindestens 25 weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben bei dem Angriff zum Teil lebensbedrohlich verletzt. Die Polizei wurde kurz nach Mittag Ortszeit alarmiert und entdeckte bei ihrem Eintreffen mehrere Tote. Hinweise auf weitere Verdächtige gebe es nicht, eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht mehr. Zum Motiv der Frau ist bislang nichts bekannt. Es ist der schwerste Amoklauf in Kanada seit Jahren. Außerdem im Update: Fast jeder zweite Fahrschüler in Deutschland ist 2025 durch seine theoretische Prüfung gefallen, fast jeder dritte durch die praktische Fahrprüfung. Das zeigen neue Zahlen des TÜV-Verbands. Angesichts hoher Kosten läuft zugleich eine Debatte über Reformen in der Fahrausbildung. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat dazu Eckpunkte vorgelegt, die den Führerschein günstiger machen sollen. Und sonst so? Mann vor Gericht, der über Jahre Führerscheinprüfungen für andere übernommen haben soll Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Constanze Kainz, Philip-Johann Moser Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Symbolpolitik bei Olympia: Er trägt den falschen Helm Olympische Winterspiele: Ukrainer darf nicht mit Helm an getötete Sportler erinnern Kanada: Was über die Schüsse an einer Schule in Kanada bekannt ist Kanada: Zehn Tote nach Schüssen an Schule in Kanada Führerschein: Jeder dritte Teilnehmer scheitert an der Fahrprüfung Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.