Torsten, 39, ehemaliger Soldat der Bundeswehr, übersteht Auslandseinsätze in Afghanistan und Mali unversehrt. Doch das, was sein Leben wirklich auf den Kopf stellt, passiert nicht im Einsatz – sondern 2024 auf einer Straße in Deutschland: Ein Motorradunfall, ein Transporter fährt über sein Bein. Trotz aller Versuche der Ärzte ist das Gewebe zu stark verletzt – am Ende steht die Amputation. „Die ersten Tage habe ich einfach im Bett gesessen und geheult“, erzählt Torsten. Für ihn wird klar: Gefühle zuzulassen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ventil. Gleichzeitig trägt ihn ein Leitsatz aus seiner Bundeswehrzeit: „Aufgeben ist keine Option.“ Mit einer Prothese vom Krieger Sanitätshaus kommt ein Stück Freiheit zurück – wieder selbstständig unterwegs sein, Dinge tragen, sich bewegen. Schritt für Schritt kämpft er sich zurück ins Leben. Auch beruflich geht es weiter: Heute arbeitet Torsten als ziviler Mitarbeiter bei der Bundeswehr in Koblenz. Die Unterstützung seines ehemaligen Dienstherrn hilft ihm, wieder Fuß zu fassen. Außerdem ist er ist ehrenamtlich als Peer-Berater für das Krieger Sanitätshaus tätig und unterstützt andere Menschen, die ähnliche Herausforderungen meistern. In dieser Folge spricht er offen über Ohnmacht, Wut, Akzeptanz – und darüber, warum es sich lohnt, den Fokus auf das zu legen, was man wirklich verändern kann. Torstens Geschichte zeigt: Selbst nach einem schweren Rückschlag kann man wieder aufstehen – stärker, selbstbestimmter und freier als je zuvor.
























