Cortisol: Das missverstandene Stresshormon

„Nicht Cortisol ist das Problem - sondern die Art, wie wir mit Stress umgehen.“ Cortisol hat ein Imageproblem. Begriffe wie „Cortisol-Detox“ suggerieren, das Hormon sei per se schädlich. Biologisch ist das nicht haltbar. Ohne Cortisol könnten wir morgens nicht aufstehen, keinen stabilen Blutzucker halten und keine Energie mobilisieren. In dieser Folge HEALTH NERDS sprechen Podcast-Host Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum über die physiologische Rolle von Cortisol. Als Teil der Stressachse folgt es zeitversetzt auf Adrenalin und Noradrenalin. Es wirkt nicht nur als Stresshormon, sondern als Steuerhormon: mobilisiert Energie, beeinflusst Immunprozesse und strukturiert über die Cortisol-Awakening-Response unseren Tag. Problematisch wird nicht Cortisol selbst, sondern eine gestörte Regulation. Akuter Stress ist sinnvoll. Chronische Belastung hingegen bringt die HPA-Achse aus dem Takt. Der natürliche Tagesrhythmus verschiebt sich. Cortisol bleibt abends zu hoch oder reagiert bei anhaltender Belastung zu schwach. Energie wird dauerhaft mobilisiert, ohne verbraucht zu werden. Schlaf, Stoffwechsel und Regeneration geraten aus dem Gleichgewicht. Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Wie senke ich Cortisol? Sondern: Wie reguliere ich mein Stresssystem? Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus, Licht am Morgen, Dunkelheit am Abend, regelmäßige Mahlzeiten und Bewegung als physiologische Antwort auf Stress bilden die Grundlage. Adaptogene wie Ashwagandha oder Rhodiola können unterstützen - ersetzen aber keine funktionierende Rhythmik. Wieso ist der Ruf von Cortisol so schlecht? Wann zeigt ein Tagesprofil echte Dysbalance? Und was bedeutet es, Stress biologisch sinnvoll zu beantworten? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare 15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.